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Das Osterfeuer heizte ordentlich ein…

“Der Wind ist unsere Sonne”, besagt ein Amrumer Sprichwort, und an diesem Osterwochenende wurde den Gästen Beides davon geboten.

Vorne warm - hinten kalt...

Vorne warm - hinten kalt...

Der Wind zog zwar eiskalt über die Insel hinweg, jedoch entschärfte die Sonne die gefühlten Minusgrade und strahlte fast das ganze Wochenende. Zahlreiche Gäste waren über die freien Tage angereist und so wurde auch Amrum endgültig aus seinem Winterschlaf gerissen. Restaurants und Cafés hatten sich herausgeputzt und das Veranstaltungsprogramm hatte wieder einiges zu bieten. Highlight war natürlich das traditionelle Osterfeuer, das am Samstag den Gästen und Insulanern am Nebeler Strand einheizte. Das bei der Strandreinigung zusammen gesammelte Holz wurde in der Zeit des “hualewjonken”, was im Friesischen die Dämmerungszeit heißt, entzündet.

Hunderte von Besuchern waren gekommen, um sich bei einer Bratwurst oder Portion Pommes zu stärken. Der Glühwein wärmte von Innen und vertrieb den Hauch von den gefühlten winterlichen Temperaturen. Die Freiwilligen Feuerwehren hatten mit ihren Speisen- und Getränkeständen gegen die Menschenschlangen an zu kämpfen, aber sie taten ihr Bestes und konnten am Ende doch jedem Besucher den Durst und Hunger nehmen. Eine fröhliche und ausgelassene Stimmung zog sich auch über den Ostersonntag und -montag, denn auch hier zeigte die Sonne ihre strahlenden Kräfte. Bei einem Spaziergang rund um die Insel, Ostereiersuche oder einem gemütlichen Käffchen konnte man die freien Tage genießen, jedoch waren eine lange Unterhose oder Wolldecke im Freien wünschenswert, denn der kalte Wind ließ uns doch spüren, das der Winter noch nicht lange her ist. Jetzt freuen wir uns auf einen “warmen” Frühling 😉

Verantwortlich für diesen Artikel: Kinka TAdsen
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

Ein Kommentar

  1. Ostern vor 41 Jahren. Wir wohnten in der Pension Ehlers in Wittdün am Tiedenweg. Es war ganauso lausig kalt aber im Unterschied zu 2012 gab es um diese Jahreszeit noch keine Fremden auf der Insel. – Heute sicher unvorstellbar.

Amrumer Fotowettbewerb 2015
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