Startseite » Über Land ... » Wenn das Feuer im eigenen Kopf nicht gelöscht werden kann…(to)

Wenn das Feuer im eigenen Kopf nicht gelöscht werden kann…(to)

Anlässlich der Wehrführerdienstversammlung und dem Treffen der Föhr-Amrumer Feuerwehrkammradschaft Amtswehrführer hatte

Joachim Christiansen

Joachim Christiansen

die Feuerwehrmitglieder der Inseln Föhr und Amrum sowie Vertreter aus Verwaltung und Behörden nach Amrum eingeladen. „Wir mussten unseren Februar Termin verschieben und sind mit unserer Versammlung nun später dran, aber ein Grünkohlessen ist Tradition“, erklärte Christiansen nach der Begrüßung der Gäste.

Christiansen bedankte sich, wie auch Amtsdirektorin Renate Gehrmann, bei allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern und seinen Stellvertretern für das von ihnen gezeigte Engagement und die geleistete Arbeit. Er gab einen Rückblick auf die Geschehnisse seit der Versammlung im Frühjahr 2011. Dabei gehörten sowohl bedeutende Einsätze wie die Brände im Alkersumer Museum und Haus Schöneberg als auch große Jubiläen und die Beschaffung neuer Einsatzfahrzeuge auf Amrum und Föhr dazu. Zudem standen genauso die Tauglichkeitsprüfungen der Atemschutzgeräteträger und Übungen im Brandcontainer auf dem Terminplan, wie der Wechsel einiger Wehrführer beziehungsweise derer Wiederwahl, so Christiansen. Zum Schutz von Kameraden im Brandeinsatz setzte sich der Amtswehrführer für die Anschaffung von sogenannten EX-OX-Warngeräten ein. Diese warnen zum Beispiel vor tückischer Chlorwasserstoffsäure (Salzsäure). „Ich werde, genauso wie für die Anschaffung von weiteren Wärmebildkameras, die Werbetrommel rühren, um Spendengelder für die Beschaffung solcher Warngeräte, einzuwerben. Hier geht es klar um den Schutz von Menschenleben“, zeigt sich Christiansen überzeugt.

Als besonderen Gast an diesem Abend begrüßte Christiansen Feuerwehrseelsorger Carsten Brinkmann aus Garding. Dieser berichtete von der Einrichtung der Feuerwehrseelsorge und psychosozialen Unterstützung, einer Kampagne des Kreisfeuerwehrverbandes Nordfriesland. Kameraden und Kameradinnen können bei ihren Einsätzen physisch als auch psychisch enormen Belastungen ausgesetzt sein, die mit dem Ende des Einsatzes nicht immer abgearbeitet sind. „Unter dem Motto Einsatz vorbei: Kopf frei, leisten wir wichtige Arbeit, um die Einsatzkräfte möglichst vor langwierigen seelischen Beeinträchtigungen zu schützen.  Wir stehen in Form einer Traumaambulance in Rufbereitschaft und man sollte sich nicht scheuen uns zu alarmieren“, appellierte Brinkmann. Für Amrum durchläuft derzeit ein Kamerad die PSU-Ausbildung, sodass dann ab September zwei Personen für die psychosoziale Unterstützung bereitstehen werden.

Amtsdirektorin Renate Gehrmann dankt den Aktiven...

Amtsdirektorin Renate Gehrmann dankt den Aktiven...

Dass die Reglung der Führerscheinklassen nach EU-Norm trotz gegebener Erleichterungen auch weiterhin eine Herausforderung für die Feuerwehren bedeutet, wurde bei dieser Sitzung einmal mehr deutlich. Jörg Michelsen vom Amt Föhr-Amrum konnte der Versammlung berichten, dass in Zusammenarbeit mit der Fahrschule Pergande in Wrixum eine kleine Schulung mit Fahrprüfung angeboten werden kann. Diese befähigt dann zur Führung der Feuerwehrfahrzeuge bis 7,5 to, was ansonsten nach der neuen Klassifizierung nicht möglich wäre.

Christiansen nahm stellvertretend für den Kreiswehrführer Christian Albertsen die Beförderung von Löschmeister Marko Freiberg aus Borgsum zum Oberlöschmeister vor.

Als Vorsitzender der Föhr-Amrumer Feuerwehrkameradschaft gab Gerd Arfsten einen Überblick und warb für einen gemeinsamen Kameradschaftstag am 26.08.2012 in Wrixum, der den Mitgliedern der Reserve und den Ehrenabteilungen gewidmet sei. Klaus Martin Petersen gab in seinem Kassenbericht einen Einblick in die Finanzen der Kameradschaft und Arfsten sah schon für 2013 die Chance auf ein Kameradschaftsfest.

Die Versammelten bestätigten schließlich Arfsten als Vorsitzenden, Nils Twardziok in Abwesenheit als dritten Vorsitzenden und Schriftführer Jan Hinrichsen in ihren Ämtern.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

 

Print Friendly, PDF & Email

Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com