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Erweiterungsbau der Rettungswache Amrum wurde seiner Bestimmung übergeben…(to)

Mit dem Erweiterungsbau der Rettungswache des Rettungsdienstes Nordfriesland auf Amrum wird den heutigen Anforderungen an die medizinische Erstversorgung auf der Insel Rechnung getragen.

Landrat Dieter Harrsen(li), Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier

Landrat Dieter Harrsen(li), Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier

Landrat Dieter Harrsen übergab als Dienstherr des kreiseigenen Rettungsdienstes den Erweiterungsbau seiner Bestimmung. Dabei dankte er Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier für die gute und flexible Zusammenarbeit bei der Planung und Umsetzung des 330.000 € teuren Um- und Erweiterungsbaus und übergab ihm die mitgebrachte Kreisflagge. Landrat Harrsen betonte, dass die Notversorgung in den ländlichen Räumen und auf den Inseln, wo in der Saison ein Vielfaches der Einwohnerzahl noch an Urlaubsgästen hinzukommt, ernst genommen wird. „In Schleswig-Holstein wird allein im Kreis Nordfriesland der Rettungsdienst in Eigenregie betrieben. Wir Friesen sind es gewohnt Aufgaben zu bewältigen“, zeigte sich Dieter Harrsen überzeugt.

Einsatzfahrzeuge haben endlich eine Unterkunft...

Einsatzfahrzeuge haben endlich eine Unterkunft...

Rettungsdienstleiter Jens-Peter Lindner dankte den Mitarbeitern der Rettungswache für ihr Engagement und die während des Umbaus gezeigte Flexibilität. „Egal wie turbulent gerade die Lage während des Umbaus war, die Mannschaft um Stationsleiter Andreas Zawieja war immer guter Dinge und ließen sich keinesfalls aus der Ruhe bringen. Während der fast einjährigen Umbauphase wurde der Dienstbetrieb auf der Wache unter entsprechend widrigsten Umständen fortgeführt. Dabei galt es trotz der Baumaßnahme, die hohen Anforderungen der Hygiene stets umzusetzen. „Dies geschah in vorbildlicher Sorgfalt, sodass die medizinische Ausrüstung jederzeit für einen möglichen Einsatz optimal genutzt werden konnte“, erklärte Werner Bruhn, Hygienefachkraft von der Kliniken Nordfriesland gGmbH.

„Letztlich sind Ideen, Anregungen und eigene Vorstellungen der Mitarbeiter in den Umbau mit eingeflossen und nicht zuletzt auch ihre tatkräftige Unterstützung zeigen als Ergebnis eine funktionale, für den Dienstbetrieb auf Amrum optimal zu nutzende Rettungswache. Diese ist mit vier Mitarbeitern als Stammbesetzung und einer ständigen „Springerkraft“ für die notfallmedizinische Versorgung auf der Insel rund um die Uhr besetzt“, erklärt der Rettungsdienstleiter.

Seit dem Bau der Rettungswache 1986 in Nebel wurden die Fahrzeuge ständig der Weiterentwicklungen der Notfallmedizin angepasst. Zudem verlangten umfangreiche gesetzliche Vorgaben in Bezug auf die Ausstattung und Einrichtung einer modernen Rettungswache nach Veränderungen. Vor einigen Jahren war die niedrige Fahrzeughalle, dessen Stellfläche zudem unter der Erdgleiche lag, den Abmaßen der neuesten Rettungstransportwagengeneration nicht mehr gewachsen. Die zwei auf Amrum stationierten RTW‘s, wovon ein Fahrzeug als permanent betriebenes Allradfahrzeug ausgeführt ist, mussten vor der Wache ihren Stellplatz einnehmen. „Durch die Witterungseinflüsse mit starken Temperaturschwankungen mussten die Medikamente in den Fahrzeugen regelmäßig erneuert werden. Ein unhaltbarer Zustand. Daher sind wir sehr froh die Einsatzfahrzeuge wieder wettergeschützt in der neuen Fahrzeughalle unterstellen zu können“, zeigt sich Lindner von dem Erweiterungsbau angetan. Mit der Fertigstellung wurden neben den beiden Garagenplätzen ein Lager nebst neuem Apothekenraum, ein neuer Desinfektionsbereich sowie die Vergrößerung der Angestelltenwohnung umgesetzt“, umreißt Lindner die Maßnahme.

„Die funktionierende medizinische Notfallversorgung auf Amrum lebt natürlich auch durch die sehr gute Zusammenarbeit mit den ansässigen Inselärzten. Zwei von ihnen haben sich vor knapp zwei Jahren bereit erklärt (wir berichteten), auch die Notarztversorgung für die Insel zu übernehmen. Das Notarzteinsatzfahrzeug des Rettungsdienstes wird an deren Arztpraxis in Nebel vorgehalten.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
Amrumer Fotowettbewerb 2015