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Fast wie im Film…(kt)

Ein Übungseinsatz der Freiwilligen Feuerwehren Amrum sorgte in den Abendstunden am Norddorfer Kino für filmreife Szenen.

Rauch aus allen Öffnungen...

Rauch aus allen Öffnungen...

Der baldige Abriss des mitten im Ortskern von Norddorf gelegenem Seeheim bot den Feuerwehren auf Amrum die Möglichkeit einen Großeinsatz zu üben. Leerstehend und ganz ausgeräumt konnten am späten Nachmittag die Wehrführer den künstlichen Rauch in die Räumlichkeiten des “alten Kinos” pusten. Innerhalb von Minuten verteilten sich die Rauchschwaden vom Keller bis in den ersten Stock. Der Einsatz begann.

Die Absprache vor Ort mit den verschiedenen Einsatzkräften ging reibungslos. Das Seeheim wurde von allen Seiten beleuchtet und  eine Wasserversorgung vom Hydranten bis zum Verteiler aufgebaut. Atemschützer bereiteten sich vor und gingen durch die Kellerräume in das Gebäude.

Sicht gleich Null...

Sicht gleich Null...

Thilo Heymann übernahm die Atemschutzüberwachung. Der einzige Eingang zum Seeheim war durch den Keller, von dort aus mussten sich die Atemschützer durch das Gebäude tasten. Bei einer Sicht, die gleich Null war sollten Hindernisse überwunden, vernagelte Türen geöffnet, “Verletzte” gefunden, versorgt und transportiert werden. “Man konnte keine Hand vor Augen sehen, ein mulmiges Gefühl und das Wort Kameradschaft hat gleich eine ganz andere Bedeutung, denn da muss man sich voll aufeinander verlassen können”, erzählt ein Atemschützer, der bei dieser Übung seinen ersten Einsatz hatte.

zweiter Zugang über die Leiter...

zweiter Zugang über die Leiter...

Den Feuerwehrmännern und -frauen, die draussen gearbeitet hatten, war nach Beendigung der Übung die Möglichkeit gegeben, einmal durch das Gebäude zu gehen. Sie konnten sich ein Bild davon machen, was die Atemschützer gerade vorher noch auf der Leinwand hatten, nichts ausser Rauch und Nebel.

Norddorfs Wehrführer Andreas Knauer hatte diesen Übungseinsatz mit den Wehrführern der Nachbarwehren abgesprochen und freute sich, das alle so gut zusammen gearbeitet haben.

Zum Glück nur eine Übung...

Zum Glück nur eine Übung...

Bei einer anschließenden Abschlussbesprechung gingen die Freiwilligen Feuerwehren von Amrum das Szenario noch einmal durch. Der Einsatz der über 50 Feuerwehrmänner und -frauen war an diesem Abend im schwarzen Gewitterhimmel und durchscheinendem Vollmond war fast wie eine Szene aus einem Kinostreifen und alle waren froh, das es kein Notfall war, sondern eben ….fast wie im Film.

Kinka Tadsen

Anm. d. Redaktion

Alle Feuerwehren auf Amrum haben erhebliche Nachwuchssorgen. Bedingt durch die Insellage sind die Amrumer Feuerwehren immer auf sich alleine gestellt und benötigen so entsprechend viel Kräfte.

Wer interesse hat, kann gerne unverbindlich an einem Übungsabend teilnehmen.

Weitere Informationen, Kontaktdaten und Übungstermine finden Sie auf der offiziellen Website der Amrumer Feuerwehren: www.feuerwehr-amrum.de

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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