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Schnelles Internet – auch wenn die Quote knapp verfehlt wurde……

Das ehrgeizige Breitband-Projekt für die Inseln Pellworm, Föhr, Amrum sowie die Halligen Langeneß, Oland und Gröde wird umgesetzt.

Bei den Kabelarbeiten Ende April wurde bereits ein Leerrohr für ein Glasfaserkabel mit verlegt.

Bei den Kabelarbeiten Ende April wurde bereits ein Leerrohr für ein Glasfaserkabel mit verlegt.

Wie bereits von Beginn an vorgesehen, wird die Umsetzung in Etappen durchgeführt. Mit anderen Worten: Je nach der zählbaren Resonanz bei den Abschlüssen von Vorverträgen mit der LüneCom, staffelt sich der Baubeginn. „Wir sind zuversichtlich, dass wir alle zehn teilnehmenden Gemeinden bis Ende 2013 mit einem bis zu 16000 Mbit/s schnellen Breitbandanschluss versorgen können“, erklärt Michael Mollenhauer von der LüneCom. Das Unternehmen wird die Infrastruktur erstellen und das Netz anschließend betreiben. Speziell auf Amrum hat sich die Resonanz in den zu versorgenden Gemeinden Norddorf und Wittdün eher zurückhaltend dargestellt. Insgesamt wurden noch nicht einmal einhundert Vorverträge abgeschlossen.

Insgesamt sahen sich leider viel zu viele Bürger und Bürgerinnen von dem zukunftsweisenden Breitband-Projekt für die Uthlande nicht angesprochen. „Für uns ist die derzeitige Versorgung auskömmlich argumentierten die Einen, während wiederum andere sich scheuten einen konkreten Vorvertrag mit dem Unternehmen abzuschließen. So stand das gesamte Projekt zwischenzeitlich auf der Kippe.

Jetzt, wo die Ansprüche auf die Fördergelder auszulaufen drohten, schafften es Politiker und Verantwortliche doch noch eine Umsetzung zu vereinbaren. Die Bewohner der Inseln Pellworm, Föhr, Amrum sowie der Halligen Langeneß, Oland und Gröde dürfen sich nun auf schnelles Internet freuen.

„Die schwierigsten Hürden haben wir alle genommen“, zeigt sich Projektberater Ralph Fritz, Geschäftsführer einer Hamburger Consulting-Gesellschaft erleichtert. Er unterstützt die Ämter Föhr-Amrum und Pellworm bei der Projektierung. Diese haben die niedersächsische Firma LüneCom GmbH damit beauftragt, ein flächendeckendes Breitband-Versorgungsnetz in den Gemeinden Alkersum, Borgsum, Langeneß, Midlum, Nieblum, Norddorf, Oevenum, Oland und Gröde, Pellworm und Wittdün aufzubauen. Die Voraussetzung für die Realisierung: Mindestens 600 unterzeichnete Nutzer-Vorverträge für einen Breitbandanschluss sollten eingehen, damit das Solidar-Projekt der nordfriesischen Insel- und Halliggemeinden realisierte wird.

Obwohl dieses Ziel knapp verfehlt worden ist, geht es jetzt dennoch los. „Es ist alles in Sack und Tüten“, fasste Ralph Fritz zusammen und konnte vermelden, dass die Fördergelder vom Land in voller Höhe gesichert werden konnten.“

Die Baumaßnahmen für das 3,2 Millionen Euro teure Projekt müssen noch in diesem Jahr begonnen werden, um der Nachweispflicht für die Zuschüsse des Landes in Höhe von 490 000 Euro nachzukommen. Die gleiche Summe bringen die Gemeinden auf, die verbleibenden 2,2 Millionen Euro trägt die Lünecom. Geschäftsführer der Lünecom, Norbert Hill betonte, dass die Finanzierung zu 100 Prozent steht. Angesichts des Zeitdrucks ist auch er erleichtert, das erste Etappenziel erreicht zu haben: „Es war ein ambitioniertes Ziel, in einem so kurzen Zeitraum die erforderliche Anschlussquote zusammenzubekommen. Daniel Schenck vom Amt Föhr-Amrum bestätigte: „Es musste sehr viel Überzeugungsarbeit geleistet werden und es gibt noch immer sehr viele, die abwarten.

„In den Gemeinden Wittdün und Norddorf werden wir im Winter noch weitere Informationsgespräche anbieten“, verspricht Michael Mollenhauer. Derweil können die ersten Nutzer auf Pellworm die Tage zählen, bis sie an das neue Breitbandnetz angeschlossen werden. Wenn mit Blick auf die anstehenden Tiefbauarbeiten auch das Wetter mitspielt, wird schon Ende Frühjahr 2013 mit der Versorgung gerechnet.

Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

4 Kommentare

  1. eine erfreuliche Entwicklung. Das Internet ist in der heutigen Welt ebenso wichtig, wie früher es das Telefon einmal war.

  2. Als Einwohner von Nebel finde ich schade, daß es diese Option für uns nicht gibt. Zwar haben wir zur Zeit mit 6 MBit einen ganz guten Anschluß, aber in wenigen Jahren schauen wir dann neidisch auf die Anderen. Die Telekom baut ihren Knoten sicher nicht aus. Aber vielleicht “dürfen” die Nebeler später doch noch mitmachen.

  3. Nur noch mal zur Klärung: Angeboten werden 16000 KBit/s, nicht MBit/s, wie es im Artikel stand. Deswegen schrieb ich auch von 6 MBit/s (ca. 6000 KBit/s) und nicht 6000 MBit/s. Denn 16000 MBit/s wären etwa effektive 1-2 GigaByte je Sekunde (kleine DVD) und ganz so schnell ist das Internet heute doch noch nicht. Allerdings war 1990 ca. 300 Bit/s Standard, also könnte 16000 MBit/s wohl 2025-2030 Standard sein. Nun genug gebittet…

  4. Hallo Herr Jahn,
    haben wir nicht in Nebel bereits 16 Mbits/s ? Oder nur teilweise ?

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