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Gesegnetes Weihnachtsfest mit meist beständig schlechtem Wetter…(to)

Wie schon in der Vorweihnachtszeit zeichnete sich das Wetter im Norden dieser Tage durch facettenreiche Wettererscheinungen aus.

Trotz Schmuddelwetter trifft man immer Spaziergänger...

Trotz Schmuddelwetter trifft man immer Spaziergänger...

Diese machten es den Frischluft Liebenden nicht immer ganz leicht trockenen Fußes wieder in die gemütliche Stube zu kommen. So schneite es am vergangenen Samstag noch, um dann am 4.Advent von gefrierenden Regen abgelöst zu werden. Die Besucher des Jäger-Weihnachtsmarktes in Norddorf, bei dem auch küchenfertige Wildspezialitäten erworben werden konnten, ließen sich zum Beispiel nicht von der nasskalten Witterung abhalten. „Bisher verlief allerdings der Wildverkauf im Gegensatz zum vergangenen Jahr noch eher schleppend“, stellte Jäger Kai Dethlefsen noch am frühen Nachmittag fest. Insgesamt gestaltete sich der Verkauf, dessen Erlös für die aufwendige Restaurierung der Amrumer Mühle gespendet wird, dann doch noch zufriedenstellend.

In der Nacht zu Heiligabend funkelten den Nachtspaziergängern die Sterne bei Windstille um die Wette, bevor pünktlich zu den Christvespern am Nachmittag die Regenschleusen geöffnet wurden. Die Insulaner und Gäste konnten wählen, ob sie den Familiengottesdienst mit Krippenspiel feiern wollten oder aber eine der folgenden feierlichen Gottesdienste im Norddorfer Gemeindehaus, der St. Clemens Kirche in Nebel oder der Kapelle in Wittdün besuchen wollten. Dabei begleiteten der Norddorfer Gesangsverein, der Posaunenchor und der Kirchenchor drei der insgesamt vier Christvespern.

Der Posaunenchor in der Kirche in Nebel

Der Posaunenchor in der Kirche in Nebel

Pastorin Friederike Heinecke freute sich über die vielen Besucher, wenn auch sich die St. Clemens Kirche am Nachmittag als zu klein herausstellte und trotz allem Zusammenrücken nicht alle Besucher Platz fanden. „Überschlägig konnten wir mit rund 1100 Besuchern den Heiligen Abend zu den Christvespern und dem Familiengottesdienst feiern“, zeigte sich die Pastorin beeindruckt. Auch in diesem Jahr wurde sie von Amrums ehemaligen Pastor Henning Kiene unterstützt.

Leider sorgten Wind und Regen derweil für eine beständig durchwachsene Wetterlage, die nur kurze trockene Phasen und am zweiten Weihnachtstag sogar sonnige Momente bescherte. Diese nutzten dann die Insulaner und Gäste auch um die recht milde Luft um die Nase strömen zu lassen, bevor sie in die gut geheizte Stube zurückkehrten und den Anblick ihres Weihnachtsbaums genossen.

Der Amrumer Party Service wartete am 1. Weihnachtstag traditionell mit einer Weihnachtsdisco in der Nebeler „Kniepe“ auf und bot so Jung und Junggebliebenen die Möglichkeit die vielen Leckereien abzutanzen. Zudem bietet sich dort die Gelegenheit für die jungen Leute, die in die Welt ausgezogen sind und ihre Ausbildung durchlaufen, neben ihren Weihnachtsbesuch bei der Familie auch Freunde wiederzutreffen.

Der kleine aber feine Amrumer Weihnachtsmarkt auf der Terrasse des Hotel Seeblick bietet auch über die Weihnachtstage hinaus in der Norddorfer Fußgängerzone einen gemütlichen Anlaufpunkt. Hier trifft man sich gerne auf einen Schnack bei Glühwein, Bratwurst und Stockbrot für die Kinder. In Nebels Ortskern sorgt die Ortsfeuerwehr Nebel traditionell für heißen Punsch.

Thomas Oelers

 

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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