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Abbrennverbot für Feuerwerkskörper der Klasse II

Wegen einer erhöhten Brandgefahr für reetgedeckte Gebäude und andere brandgefährdete Objekte ordne ich hiermit für den 31.12.2012 und den 01.01.2013 ein Abbrennverbot für pyrotechnische Gegenstände der Klasse II (Kleinfeuerwerk wie z.B. Raketen, Kanonenschläge, Knallfrösche, Schwärmer usw.) wie folgt an:

Feuerwerk - so auf Amrum nicht zu sehen...

Feuerwerk - so auf Amrum nicht zu sehen...

  • •Für die gesamte Insel Föhr mit Ausnahme der Strände und Deiche. Von der dort gelegenen Bebauung ist zusätzlich ein Sicherheitsabstand (Radius) von 200 m einzuhalten.
  • •Für die gesamte Insel Amrum ohne Ausnahme.

Die Benutzung von Signalmunition ist im gesamten Gebiet des Amtes Föhr-Amrum -auch an den Stränden und Deichen- strengstens untersagt.

Dieses Abbrennverbot stützt sich auf § 24 Abs. 2 der 1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz vom 31.01.1991 in der z.Z. geltenden Fassung. Ich weise zusätzlich auf das daneben generell bestehende Abbrennverbot vom 02. Januar bis zum 30. Dezember eines jeden Jahres hin. Verstöße gegen diese Abbrennverbote können mit einer Geldbuße bis zu 10.000,00 Euro pro Einzelfall geahndet werden.

Gemäß § 1 der Landesverordnung über den Betrieb von unbemannten Heißluftballonen (Heißluftballonverordnung – HlbVO) vom 04.08.2009 ist es weiterhin verboten, sogenannte Himmelslaternen, bei denen die Luft mit festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen erwärmt wird, aufsteigen zu lassen.

Das Abbrennverbot gilt hiermit als öffentlich bekannt gemacht.

Wyk auf Föhr, 27.12.2012

Amt Föhr-Amrum
-Die Amtsdirektorin-
als Ordnungsbehörde

 

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

4 Kommentare

  1. Leider leider hat es mal wieder kaum was genutzt! Und leider sind es auch viele Insulaner, die sich – wie in den Vorjahren auch – über das sinnvolle Verbot hinwegsetzen. Nach nunmehr 25 Jahren wünschen wir uns eine strengere polizeiliche Kontrolle – die Hoffnung stirbt zuletzt. SCHADE !!!

  2. @Gunther Wallrath: eine Frage an Sie:

    Ich war jetzt zum 2. Mal über den Jahreswechsel auf Amrum – u.a. meines knallgeschädigten Hundes wegen.

    Ich habe genau 3 Mal einen Knaller gehört. Das ist doch wirklich vernachlässigbar. Und auch mein Hund war absolut nicht gestresst.

    Wo auf der Insel verhalten sich viele Insulaner denn Ihrer Meinung nach unangemessen?

    Ich kann mir in der Tat nicht vorstellen, dass es VIELE sind, die sich über das Verbot hinwegsetzen. Schließlich kommen ja grade wegen des Verbots viele Hundebesitzer auf die Insel. Die Insulaner werden doch nicht ihre Gäste verprellen.

    Meine Gastgeber verteilten um Mitternacht Wunderkerzen, das war’s.

    Dass Jugendliche evtl. über die Stränge schlagen am Strand…. mag sein.

    Ich jedenfalls werde wiederkommen: das Quartier ist für den Jahreswechsel 2013/14 bereits gebucht – nicht nur wegen der himmlischen Ruhe!

  3. Ein Verbot auszusprechen ist eine Sache, eine andere ist die Einhaltung zu kontrollieren. Sicherlich werden die haupt- und nebenamtlich verantwortlichen Gemeindev- und Verwaltungsvertreter über die Ergebnisse der Neujahrsnacht diskutieren. Vordergründig mit Brandschutz, aber eigentlich mit dem Argument der ruhesuchenden eigens deshalb anreisenden Gäste wird das traditionelle Verbot begründet., Dabei ist eben nicht erwiesen, ob ohne Verbot ggfs. nicht auch mehr Gäste anreisen würden. Die AT könnte dieses im Rahmen ihrer Zufriedensheitserhebung bei den Gästen abklären.
    Aus der Verfügung der Gemeindedirektorin wird deutlich, dass anderorts, eben auf Föhr ein kontrolliertes Abbrennen von Feuerwerkskörpern u.a.in Wyk genehmigt war. Auch auf Sylt bestand für einen begrenzten Strandabschnitt diese Option. Die gleiche Möglichkeit böte sich auch auf dem Kniepsand bzw. auf den äußersten Teilen der Wittdüner Promenaden mit einem tolerierbaren Abstand zu den beiden einzigen Reetdachhäusern im Außenbereich des Ortes an.
    Das Pyromanenverhalten von Jugendlichen und deren Übermut, den wir in der Neujahrsnacht an den Bushaltestellen in Norddorf und Nebel und im Ort erlebten, wurde mit dem Verbot jedenfalls nicht verhindert. Feuerwerkskörper wurden leider auch auf die Straße geworfen, sogar als sich Fahrzeuge näherten. Um Feuerwerkskörper von der Insel zu verbannen müsste schon eine Personen- und Gepäckkontrolle wie an Flughäfen vorgenommen werden. Das ist sicherlich nicht wünschenswert und kaum machbar für die Insel der Freiheit (oder der Freiheitsgrade?). Es könnte ggfs. nur helfen, wenn sich ehrenamtlich Insulaner oder auch Gäste unter diese Gruppen mischen, ähnlich wie Fanverantwortliche oder Polizisten in Stadien, um die Pyromanen benennen zu können. Vor allem aber sind die Erziehungsberechtigten verantwortlich auf Ihre Kinder einzuwirken bzw. sollte die Gemeinde durch Filme über Brandsschäden und Opfer präventiv agieren. Vielleicht könnte auch eine sinnvolle Gemeinwesenarbeit oder ein zeitlich begrenzter Ausschluss aus Vereinen bzw. Vereinsaktivitäten, also der Entzug von Gruppenzugehörigkeit, zu einem neuen Verständnis bzw. Einsichten führen.

  4. Ein Nachtrag:

    mein Lebensgefährte meint, dass es ruhiger war als im Jahr zuvor. Das ist natürlich eine subjektive Beobachtung.

    Wir nehmen Quartier in Süddorf. Möglicherweise geht es dort in der Tat ruhiger zu als “in den Touri-Hochburgen”.

    Dass es in Norddorf durchaus laut war, kann mein Lebensgefährte aus der “Ferne” Süddorf bestätigen, weil er sich mit Pyrotechnik auskennt.

    Um das Dilemma Knallerfan vs.Ruhesuchende/r zu entschärfen, kann den Pyro-Fans nur empfohlen werden, Amrum über Silvester zu meiden.

    In diesem Sinne:

    “Same procedure as every year and…

    cu next New Year’s Eve in total quietness”

Amrumer Fotowettbewerb 2015
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