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Schlittschuhe statt Strandkörbe…(kt)

Eishockey spielen am Strand?! Kein vorgezogener Aprilscherz, sondern der sonst in den Sommermonaten von Touristen und Insulanern besuchte Kniepsand ist jetzt Schauplatz von Schlittschuhläufern und Eishockeyspielern.

Erst der Sonnenuntergang beendet das Spiel...

Erst der Sonnenuntergang beendet das Spiel...

Das Bild von bunten Strandkörben und Badehandtüchern ist Pudelmützen und Daunenjacken gewichen. Der nasse Herbst hatte auf dem Strand große “Pfützen” hinterlassen, die mit einer Tiefe von 10-20 cm bei den anhaltenden Minustemperaturen, schnell gefroren waren. Am Nebeler Strand ist die Eisfläche kilometergroß und bietet eine einzigartige Eislaufbahn. Nachmittags treffen sich Jung und Alt zum Eishockeyspielen oder gemeinsam bei einem Klönschnack ein Paar Runden auf dem Eis zu drehen. “Mit heissem Tee, Kakao und leckeren Keksen lässt es sich schon ein paar Stunden hier aushalten”, strahlt ein Mädchen im Kreise ihrer Freunde. “Wer hat das schon, in der Stadt müssen die Menschen immer im Kreis laufen und wir können um die Dünen herum fahren bei der frischen Luft, ist doch einmalig”, bestätigt ihre Freundin sie.

Genug Platz für Jeden bietet diese einzigartige Eisfläche, deren Schauplatz vor allem mit Einfallen der Dämmerung immer spektakulärer wird. Dramatische Wolkenformationen gehen ein Gefecht mit Sonnenstrahlen ein, die sich erst langsam vom Tag verabschieden möchten. Im Wattenmeer lassen sich die ersten Eisschollen blicken und er anhaltende Ostwind sorgt seinerseits für Verzögerungen der Fährabfahrtszeiten. Das auf dem Festland herrschende Schneechaos ist an Amrum bis jetzt vorbei gezogen und so liegt nur noch ein Hauch von Weiß über der Landschaft, doch das Eis wird auch in der nächsten Zeit gefroren sein und so für viel Spass beim Schlittschuhlaufen am Strand sorgen.

Kinka Tadsen
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

3 Kommentare

  1. Wunderschöne Bilder und die Sehnsucht ist schon wieder da. Man könnte sofort wieder nach Amrum fahren.
    Hoffentlich haben die Kinder noch einige Tage Freude an der Eisbahn.

  2. Mit großem Interesse habe ich den Bericht über das Schlittschuhlaufen auf Amrum gelesen.
    Da kommen Sehnsüchte auf:
    Ich bin auf Amrum geboren und habe meine Kindheit/Jugend dort verbracht
    Zu meiner Zeit lief der Winter folgendermaßen ab:
    Sobald das Eis auf der Vogelkoje bei Wittdün hielt, ging es nach der Schule zum Schlittschuhlaufen.Das ging manchmal bis zum Dunkelwerden. Auch bei uns war Eishockeyspielen angesagt. Da hat man schon das ganze Jahr in der Natur nach geeigneten Eishockeyschlägern Ausschau gehalten. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie oft die Hacken der Stiefel abgerissen waren, denn komplette Eislaufsets (Schuhe mit Schlittschuhen) hatte damals keiner. Zwerimal im Winter wurde dann die Eishockeymeisterschaft zwischen Wittdün und Norddorf ausgetragen. Austragungsorte waren jeweils die Vogelkojen in Wittdün und Norddorf. Zurück ging es dann natürlich die 10km mit dem Fahrrad.
    Im übrigen kann ich mich an keinen Winter erinnern, an dem die Vogelkoje nicht zugefroren war.

  3. jaaaa, das zieht schon mächtig nach Amrum… Bitte noch mehr so schöne Berichte und vor allen Dingen so wunderbare Aufnahmen. cu bis denne

Amrumer Fotowettbewerb 2015
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