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Wer meint, dass Ganoven vor der Inselidylle Amrums haltmachen würden, sei gewarnt…(to)

Wir haben bereits im November 2008 vor einer betrügerischen Scheckbetrugsmasche im Vermietungsgewerbe gewarnt.

Vorsicht... Scheckbetrug!

Vorsicht... Scheckbetrug!

Nun wurden wir von einer Vermieterin aus Norddorf gebeten, aktuell auf die bereits aus 2008 bekannten Masche von Betrug hinzuweisen. „Ich selber habe im Jahr 2008 2000 Euro Lehrgeld zahlen müssen und möchte natürlich verhindern, dass, jetzt wo schon wieder solche Anfragen kursieren, es nun jemanden anderen aus dem Gastgewerbe trifft“, erklärt die Norddorferin ihr Bedürfnis.

Es handelt sich bei den betrügerischen Machenschaften um banale Buchungsanfragen aus London, bei denen eine kleine Reisegruppe für zehn Tage auf der Insel verweilen möchte. Es wird ein Angebot erbeten. In diesem Fall wurde dem Gesuch nachgekommen und für den entsprechenden Zeitraum im April eine Offerte verschickt.

Daraufhin erfolgten die Bestätigung und die Erklärung, dass man gerne einen Scheck schon bald zuschicken würde. Es handele sich um eine „milde“ Gabe eines Sponsors, der den Aufenthalt in Deutschland finanzieren würde. In diesem Falle sollte der Scheck über eine Summe von 7.000 Euro ausgestellt sein. Also ein Vielfaches von dem, was das Arrangement des Hotels ausgemacht hätte. Da von dieser Summe auch alle Nebenkosten, wie Flugtickets, Autovermietung und Ausflugsprogramm bezahlt werden sollten und das Hotel solche Komplettbetreuung nicht anbietet, bat man freundlichst dann die überzählige Summe an ein Logistikunternehmen weiter zu leiten.

Vom Prinzip her ein eindeutiger Klassiker. Das ist doch so offensichtlich, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt. Doch wie die Norddorferin erklärt, lag damals ihr Mann im Sterben und sie konnte den nötigen klaren Gedanken nicht fassen, um diesen Betrug zu durchschauen. „Mit meinem Schritt an die Öffentlichkeit möchte ich andere davor bewahren, in ihrer vielleicht auch unbedarften Gutmütigkeit finanziellen Schaden zu nehmen“. Entsprechende Informationen hat sie auch an die Hotel- und Gaststätten-Verbände weitergeleitet und die Polizei hat sie ebenfalls kontaktiert.

Wie der Leiter der Polizeidienststelle in Nebel Polizeioberkommissar Ingo Reyher erklärte, habe er bei der Kripo nachgefragt, ob es weitere konkrete Fälle gäbe. „Die Kollegen hatten aber bisher noch keine Anzeigen zu verbuchen“, so Reyher.

In den Reihen der Amrumer Vermieter sind allerdings noch weitere Fälle solcher dubiosen Anfragen aufgetaucht. Das Besondere an solch einer Scheckeinlösung ist nämlich, dass das Geld zwar zuerst auf dem Konto gutgeschrieben wird. Aber richtig sicher ist einem die Summe erst, wenn der Scheck auch gedeckt ist. Wenn dann eine Rückbelastung wegen eines nicht gedeckten Schecks erfolgen würde, säße die Person, die aufgrund der kurzfristigen Gutschrift die Differenzsumme überwiesen hat, mit dem finanziellen Schaden alleine da.

Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

2 Kommentare

  1. So ein Angebot aus London erhielt ich bereits vor über 10 Jahren. Damals wollte man mir einen Scheck über DM 10.000,– zusenden. Ich habe gar nicht auf die Anfrage reagiert, weil es mir gleich suspekt war. Wußte damals nicht, dass auch andrere Vermieter so angeschrieben wurden. Scheinbar sind diese Menschen damit immer noch am Werk.

  2. Ich hatte im letzten Jahr die gleiche Anfrage aus London.Ich habe allerdings den Kontakt nach einem kurzen Emailkontakt abgebrochen,weil ersichtlich war,das eine betrügerische Absicht dahinter steckt.
    Also Achtung,die arbeiten und betrügen immer noch!!!

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