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Es tut sich was…(kt)

Norddorfs Bürgermeister Peter Kossmann begrüßte die rund 30 Bürgerinnen und Bürger, die der diesjährigen Einladung zur Einwohnerversammlung Norddorf in das Hotel Hüttmann gefolgt waren.

Noch sieht es nicht so aus aber im Sommer soll alles fertig sein...

Noch sieht es nicht so aus aber im Sommer soll alles fertig sein...

Mit dem Stand zu abgeschlossenen und anstehenden Projekten der Gemeinde Norddorf informierte Peter Kossmann und nahm Stellung zu einigen Fragen.

Der durch den Frost verursachte Bauverzug am ehemaligen Seeheim im Ortsmittelpunkt, milderte jedoch nicht die Zufriedenheit gegenüber der Baufirmen. Peter Kossmann bestätigte eine gute Zusammenarbeit und hofft auf einen Abschluss der Baumassnahmen bis zum Sommer 2013.

“Das Gebäude der Amrum Touristik wird in diesem Jahr ebenfalls ein neues Dach bekommen und sich zusammen mit dem “neuen” Seeheim äußerlich harmonisch in das Norddorfer Ortsbild einfügen”, so der Bürgermeister.

Die Erneuerung der Bolenwege zur Aussichtsdüne und die “autofreie” Strasse zum Strand hinaus waren Punkte, die nicht viel Erklärungsbedarf hatten. Jedoch hinterfragte eine Bürgerin die Sondererlaubnis zum Befahren dieser Strasse, wenn ein Gast gehbehindert sei. Es wurde ihr bestätigt, das nur bei einer 80%Behinderung eine Sondererlaubnis vom Amt Föhr/Amrum ausgestellt werden dürfe. “Ich bekomme immer wieder Beschwerden, dass dort Autos fahren, auch ohne Erlaubnis. Es stört die Gäste und Insulaner. Aber ich bekomme kaum Beschwerden, dass dort keine Autos fahren dürfen”, erklärt Peter Kossmann.

Gerd Schau nahm Stellung zu den Gäste- und Übernachtungszahlen und freute sich, ein kleines Plus verkünden zu können. Allerdings sind noch nicht alle Gästekarten von 2012 zurück gekommen.

Finanzausschußvorsitzender Tino Johannsen erläuterte die finanzielle Seite der Gemeinde Norddorf. “Bis heute steht eine gesunde Gemeinde da, allerdings liegen noch einige finanziell große Projekte an”, erklärt Tino Johannsen. Ein neues Feuerwehrfahrzeug und der Anbau am Feuerwehrgerätehaus sind die beiden größeren Baustellen im Jahr 2013. “Kopfschmerzen wird uns in den nächsten Jahren noch das neu gebaute Konstrukt am Fähranleger bereiten, das Geld verschlingt und nicht einmal funktioniert”, ärgert sich Tino Johannsen.

Das inzwischen langjährige Projekt “Schwimmbad” mit seinem Abriss stieß ebenfalls auf Unzufriedenheit bei den Einwohnern. Die Verzögerung des Abrisses, zieht herumliegende Planen und abbröckelnde Wände hinter sich – kein schönen Anblick. Peter Kossmann versprach, das es hier weiter gehen wird und bis zum Frühjahr das Schwimmbecken wieder eine wunderschöne Dünenlandschaft sein wird. Die behördliche Mühle drehe hier sehr langsam.

Der Strassenzustand von “Letj Nuurd”, fehlende Strassenbeleuchtung an einigen Ecken, die Erweiterung und Erneuerung des Naturzentrums und die Verlegung eines Glasfaserkabels für schnelleres Internet waren weitere Themen, die die Bürger beschäftigten. Immer wiederkehrender Vandalismus im Lesezimmer der Amrum Touristik wird jetzt durch eventuelle Videoüberwachung hoffentlich ein Ende finden. “Es sollte ein Ort der Ruhe sein und die Gäste fühlen sich in den renovierten Räumen sehr wohl. Dem Vandalismus muß hier ein Ende gesetzt werden”, meint Peter Kossmann.

Ein Dankeschön kam von Jens Quedens an die Gemeindevertretung,”Jeder sucht nur ein Haar in der Suppe, aber dass sie gut schmeckt sagt keiner…. in diesem Sinne Dankeschön, dass ihr uns so gut vertretet.” Frank Timpe von der Amrum Touristik informierte noch kurz über die Entwicklung der Kurkarte, den Newsletter, der den Gast immer über seine Lieblingsinsel informiert und bedankte sich über die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Norddorf. Abschließend wünschte Bürgermeister Peter Kossmann allen einen guten Start in die neue Saison 2013, deren Beginn schon fast wieder vor der Tür steht.

Kinka Tadsen

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

Ein Kommentar

  1. Leider wurde in dem Beitrag über die anderen Themen nur berichtet, dass diese in der Einwohnerversammlung von Bürgern angesprochen wurden. Inhaltliche Aussagen dazu bzw. Ergebnisse zu den Themen, die in den amrum.news schon zu lesen waren und einer Wiedervorlage bedürfen, fehlen jedoch. Niemand sagen “Letj Nuurd“ oder auch „Blöögam und Madelwais“ spontan etwas. Zur Erinnerung wird hier noch einmal der Artikel aus dem Archiv der amrum.news vom 7.11.12 „Wenn eine Straße eine ewige Badewanne ist“… zum Nachlesen empfohlen. Eine Andeutung, dass „der Fähranleger (in Wittdün?) das Geld verschlingt und nicht einmal funktioniert“ und damit offensichtlich die Amrumer Gemeindehaushalte belastet sind, ist zu vermuten. Zu lesen ist auch, dass über die Entwicklung der Kurkarte (Amrum-Card?) berichtet wurde. Aber wirkliche Information zu diesen Themen wurden damit nicht preisgegeben. Ein Wiedervorlagesystem für Themen einzuführen, wie es beispielsweise das Hamburger Abendblatt pflegt, um über Fortschrittssachstände in zeitlichen Abständen zu berichten, wäre wünschenswert.

Amrumer Fotowettbewerb 2015