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Außenbecken des Dünenbades wird nun bald Geschichte sein…(to)

Wie Norddorfs Bürgermeister Peter Koßmann auf Anfrage erklärte, werde derzeit der Beschluss der Gemeindevertretung aus dem September 2012 umgesetzt und das Außenbecken des Dünenbades abgerissen.

Hier zieht keiner mehr seine Bahnen...

Hier zieht keiner mehr seine Bahnen...

„Wir haben uns für einen kompletten Rückbau des ehemaligen „Dünenbades“ entschlossen, da das Angebot des Abbruchunternehmens nur unwesentlich über der bis dahin favorisierten Version des Teilrückbaus lag“, erklärte Koßmann. Bis dahin war angedacht, die Beckenränder und die Hochbauten des Sprungturms bis unter die Erdgleiche abzubrechen, Drainage-Abläufe zu bohren und das Becken zu verfüllen. Für diese doch eher kosmetische Lösung hatte die zuständige Naturschutzbehörde (Umweltamt) des Kreis Nordfriesland schon grünes Licht gegeben.

Wenn nun aber der Baukörper komplett entfernt ist, stellt sich die Fläche wieder als unbelastet dar. Das Abbruchunternehmen muss auch die um das Becken verlaufende Rohrtechnik freilegen und entsorgen, erklärt der Mitarbeiter auf dem Bagger und verweist auf die Sandmassen am Beckenrand. Unter der ersten Betonschicht kam die ursprüngliche Beschichtung des Schwimmbeckens zutage, die per Bagger mühselig abgeschabt werden musste. „Wenn wir alle Stoffe, wie Kunststoff, Stahl und Beschichtungen vom Beton getrennt haben, können wir den Abbruch vor Ort knacken“, erklärt der Mitarbeiter weiter.

„Ich rechne mit einer zügigen Abwicklung“, schätzt Bürgermeister Koßmann den Ablauf ein. Nach dem Abbruch werden dann sukzessive Sandmassen eingebracht, um das Terrain ausgleichen zu können. Dafür wurden bereits etliche Ladungen angefahren. Die weitere Verfüllung wird dann geschehen, wenn die von der Gemeinde ohnehin zu räumenden Flächen am Strandübergang frei geschoben werden müssen. „Hier möchte und muss ich die Finanzmittel der Gemeinde Norddorf schonen und dafür einen längeren Zeitraum für die Arbeiten in Kauf nehmen“.

Nach der abgeschlossenen Verfüllung werde sich sowohl der Öömrang Ferian als auch die Amrum Touristik Norddorf in die Nutzung und Gestaltung der zurückgewonnenen Fläche einbringen. In der einstigen Einschwimmhalle wird sich dem Besucher unter anderem eine Sammlung von über 200 Vogelexponaten präsentieren. Zudem wird das einstige Schwimmbecken umgestaltet und in die gern besuchte Maritur-Ausstellung integriert, so die mittelfristige Planung.

Seit der Schließung des Norddorfer „Dünenbades“ im Spätsommer 2006 hat nun das Warten auf die endgültige Abwicklung des Außenbereichs des ehemaligen Meerwasserbades mit Sprungturm und 50 Meter Bahn sein Ende gefunden.

Mit der Schließung des hoch defizitären „Dünenbades“ hatte die damalige Gemeindevertretung die Notbremse gezogen, um einer weiteren finanziellen Lähmungen des Kurbetriebes und somit auch der verlustausgleichsverpflichteten Gemeinde entgegen zu wirken. Der durch nüchterne Zahlen verdeutlichte Verlust erzeugte zuletzt ein Defizit von rund 315.000 Euro.

Thomas Oelers

 

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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