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Temperaturen immer noch auf Gefrierfachniveau aber Sonne ohne Ende…(to+kt)

„Wir haben heute siebzig Strandkörbe am Strand stehen und über die nächsten Tage soll es auch noch sonnig bleiben“, zeigt sich Strandkorbvermieter Reinhard Boyens zuversichtlich.

Optimaler Schutz vor kaltem Wind...

Optimaler Schutz vor kaltem Wind...

Dieser Saisonstart ist wahrlich nicht die Norm. Schon seit Wochen hängen die Lufttemperaturen ungewöhnlich weit unten und der immer noch eisige Wind aus nördlichen Richtungen lässt die Lufttemperaturen dem Mittel für diese Jahreszeit hinterherhinken. Der ungetrübte Sonnengenuss ließ aber in geschützten Lagen durchaus ein warmes Sonnenbad zu und bescherte so den starken Kontrast zwischen Winterjacke und oben ohne im Strandkorb. „Die Kinder sind derweil mit ihren Schaufeln unterwegs und graben den Strand um“, zeigten sich die Eltern tiefenentspannt.

Das traditionelle Osterfeuer am Nebeler Strand besuchten hunderte von Gästen und Insulanern. Die Freiwilligen Feuerwehren hatten für das leibliche Wohl gesorgt. Ein Feuerwehrauto, das aus Sicherheitsgründen mit am Strand stand fungierte kurzfristig zu einem “Kinder-Such-Auto”, denn einige Mütter hatten in der Menschenmenge ihre Kleinen aus den Augen verloren.

Tolle Stimmung beim Osterfeuer...

Tolle Stimmung beim Osterfeuer...

Bis in den späten Abend wurde gemütlich am Feuer gestanden und für einige Tanzfreudige ging es dann noch in der Kniepsandhalle bei Discomusik weiter.

Der Ostersonntag wurde vom Familiengottesdienst in der St.Clemens Kirche eingeläutet. Im Anschluss konnten die Kinder auf Ostereier Suche am neu gestalteten historischen Friedhof gehen, während die Erwachsenen sich auf die Spuren von Amrums Geschichte anhand der “sprechenden Grabsteine” begaben. Das Kinderprogramm der Amrum Touristik hatte auch in diesem Jahr wieder viele Ostereier über die Insel versteckt und so begann in Wittdün die Eiersuche um 11 Uhr und in Nebel am Haus des Gastes um 15 Uhr.

Eiersuche auf dem Friedhof...

Eiersuche auf dem Friedhof...

Viele Kinder mit ihren Eltern waren gekommen und das Kinderprogramm Team auf Trab zu halten. Am Montag wurden die Ostereier in Norddorf gesucht. Die Mitarbeiter des Kinderprogramms hatten alle Hände voll zu tun die gesamte Kinderschar zusammen zu halten. Nach der gemeinsam erfolgreichen Ostereier Suche konnten die familiären Spaziergänge fortgesetzt werden, denn nach drinnen trieb es bei dem strahlenden Sonnenschein und Windstille niemanden.

Buddeln geht immer...

Buddeln geht immer...

„Für uns ist das Ostergeschäfft deutlich ruhiger ausgefallen“, resümiert ein Ladenbesitzer in Nebel. „Es fehlten einfach die Tagesgäste“, sieht er den verhaltenen Ansturm begründet. „Wir haben über Ostern eine hohe Auslastung und es sind dabei viele größere Gruppen dabei“, zieht eine Restaurantbetreiberin beim Blick auf ihre Tischbestellungen Ostersonntag Bilanz.

Amrums Tourismuschef Frank Timpe weiß, dass die ungewöhnliche Witterung im März Urlauber davon abgehalten hat, frühzeitig ihren Urlaub im Norden zu buchen und so eine eher unter dem Mittel liegende Auslastung zu Ostern zu verzeichnen ist. „Wir können aber trotzdem auf eine rund 65-prozentige Buchungsauslastung blicken“, überschlägt Timpe und freut sich über das derzeit überdurchschnittlich sonnige Wetter. „Dies hat auch noch viele Urlauber bewogen, kurzfristig über Ostern nach Amrum zu kommen“.

Klappbrücke klappte nur bis Ostersonntag...

Klappbrücke klappte nur bis Ostersonntag...

Die Seiteneinstiegsportale in den Häfen Wittdün und Wyk nutzten derweil die Chance über Ostern ihrem bisherigen Image gerecht zu werden und durch Ausfall den Be- und Entladevorgang bei den Fähren „Uthlande“ und „Schleswig-Holstein“ durcheinanderzubringen. „Das ist schon super ärgerlich, wenn die Fähren so viele Passagiere an Bord haben und die Technik versagt“, zeigt sich ein Urlauber am Sonntag enttäuscht. Hatte es doch erst kürzlich geheißen, dass neue Technik bei dem Wegesystem für Abhilfe sorge. Heute sollen Techniker dem Problem auf den Grund gehen und die Portale wieder flott machen.

Thomas Oelers und Kinka Tadsen

 

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

2 Kommentare

  1. Ostereiersuche auf dem Friedhof ist für mich mehr als pietätlos. Gab es keinen anderen Ort?

  2. Wo kann man das Thema “Auferstehung” besser feiern, als auf dem Friedhof!?

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