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Verantwortliche nehmen Stellung – Polizeiorganisation für die Inseln beibt erhalten…(to)

PRESSEMITTEILUNG

Der Berichterstattung regionaler Medien zu den Auswirkungen der organisatorischen Veränderungen innerhalb der Polizeidirektion Husum auf die Polizeianbindung und -präsenz auf der Insel Amrum und den damit einhergehenden Beeinträchtigungen des Sicherheitsgefühls wird ausdrücklich widersprochen.

Dienstboot  um zeitnah Unterstützungseinsätze auf Amrum wahrnehmen zu können...

Dienstboot um zeitnah Unterstützungseinsätze auf Amrum wahrnehmen zu können...

Hier stellt sich die Frage, ob eine Behörde den Empfindungen des Bürgers widersprechen kann. (Anmerkung der Redaktion)

Die beabsichtigte Zusammenführung der Polizeidirektionen Flensburg und Husum bedingt, dass die Dienststellenstruktur angepasst wird. Zum 01. April 2013 wurde daher das Polizeirevier Niebüll eingerichtet, so dass im Kreis Nordfriesland jetzt drei Polizeireviere vorhanden sind (Niebüll/ Sylt/ Husum).

Die Anschrift und Erreichbarkeit des Polizeireviers Niebüll hat sich nicht verändert, da lediglich eine organisationsbedingte Umbenennung zum Polizeirevier erfolgte. Daneben wurden die bisherigen Polizeizentralstationen Leck, Bredstedt und Wyk auf Föhr als Polizeistationen dem Polizeirevier Niebüll nachgeordnet. Die Gesamtleitung  des Polizeireviers erfolgt durch den neuen Leiter, Polizeihauptkommissar (PHK) Jürgen Zimmer.

Die Polizeidienststelle Nebel auf Amrum bleibt als Zweigstelle der Polizeistation Wyk weiter bestehen. Das Zusammenwirken der Polizeidienststellen Föhr und Amrum ist über Jahrzehnte gewachsen und verankert, so dass die Dienststelle Nebel/Amrum bereits 1998 im Rahmen einer Polizeireform der Dienststelle Wyk auf Föhr formal nachgeordnet wurde. Der Polizei in Wyk steht deshalb auch ein Dienstboot zur Verfügung, um zeitnah Unterstützungseinsätze auf Amrum wahrnehmen zu können.

Die Insel Föhr wird ganzjährig von sieben Polizeibeamten betreut. In der Zeit von Februar bis September sind zusätzlich drei Sommerverstärkungskräfte eingesetzt.  Amrum wird von drei Polizeibeamten betreut. Auch dort werden in der Zeit von Februar bis September zusätzlich zwei Sommerverstärkungskräfte eingesetzt.

Beide Inseln sind ganzjährig, insbesondere untereinander, mit einer Fährverbindung vernetzt.  Die Besonderheiten der Insellage wurden durch das Innenministerium Schleswig-Holstein anerkannt und die Polizei auf Amrum daher in 2012 um einen Beamten verstärkt (von zwei auf drei). Darüber hinaus wird die Polizei auf Föhr zum Herbst 2013  ebenfalls um zwei Beamte verstärkt (von sieben auf neun). Durch die Neuorganisation werden somit keinesfalls Planstellen eingespart, sondern sogar vermehrt, so dass die Polizei verstärkt auf den Inseln Amrum und Föhr für die Bürger präsent sein wird.

Letztlich kann festgestellt werden, dass einzig eine organisationsrechtlich bedingte Umbenennung in Zweigstelle Nebel auf Amrum erfolgt ist und diese der Polizei Föhr als Dienststelle nachgeordnet war und auch bleibt. Damit gehen zeitliche und logistische innerdienstliche Gewinne einher. Die Polizeipräsenz wurde nicht verringert, sondern ganz im Gegenteil sogar verstärkt. Veränderungen in den Karriereperspektiven sind für die Inseln Amrum und Föhr nicht vorgesehen.

Ebenso konnten die Kollegen der Polizei Nebel/Amrum den Fusionsprozess der Polizeidirektionen Husum und Flensburg, der seit 2011 auch intern veröffentlicht wurde, jederzeit  begleiten.

 

Pressestelle der Polizeidirektion

 

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

8 Kommentare

  1. Das mit dem Dienstboot ist aber ein verspäteter Aprilscherz, oder? Läuft bei höherem Wellengang dann zeitgleich der SRK in Wittdün aus, um die Polizisten von ihrem Dienstboot zu retten, wenn sie den Hafen in Wyk verlassen haben?

  2. Also viel Wind um nichts? Die Frage ist doch welche Veränderungen / Konsequenzen ergeben sich durch die Umstrukturierung / Umbenennung für die Bürger und Beamten vor Ort ? Wird hier auf – oder abgewiegelt?

  3. Ich glaube auch, dass das Bild von dem Böötchen ein Scherz ist. Oder ist das Bild zum Einpassen hier verkleinert worden? Die beiden Beamten darin sehen aus, als wenn sie eingequetscht sind in dem Ding. Kann man sich darin überhaupt bewegen? Hoffentlich gibt es bei möglichen Einsatzfahrten von Föhr nach Amrum keinen Seegang!

  4. Nun, zunächst einmal ist die Kritik der Öffentlichkeit bei den Verantwortlichen zumindest wahrgenommen worden. Dieses Erfolgserlebnis wird allerdings getrübt durch die Feststellungen der Pressestelle der Polizeidirektion und das Bild des Seezwerges, mit dem man eine “zeitnahe” Unterstützung der Dienststelle Amrum sicherzustellen beabsichtigt. Da keine technische Daten eingestellt wurden, darf man bezweifeln, ob dieses schwimmende Etwas bei mehr als 3 Bft. oder 0,5m Welle noch den schützenden Hafen von Wyk verlassen darf. Beträgt die LÜA des Motorschiffes “HABEL” überhaupt 3 Meter ? Daran kann der kritische Bürger die Diskrepanz zwischen der Realität und den Beschwichtigungsversuchen erkennen, und wie die Erlasse der Obrigkeit wirklich zu beurteilen sind.

  5. Vasco von Aster

    Nun, wie man dem Bild entnehmen kann, handelt es sich um ein Boot der Firma “Tage Gustafson” Model “TG-6500”. Dieses ist rund 6,3 m lang und 2,4 m breit und ist laut Hersteller “das perfekte Boot für schnelle und sichere Fahrten unabhängig von Wetter und Wind.”

    Es soll ferner 6 Personen Platz bieten. Dann dürfte es aber “kuschelig” werden.

  6. Was sind denn an diesem Konstrukt “zeitliche und logistische innerdienstliche Gewinne “–das ist doch nur Wortgeschwurbel.
    1. Wer hat nun letztlich Entscheidungsvollmacht ?
    Kiel? Föhr?oder Amrum selbst.
    2.Warum sagte bisher keiner dass Amrum angeblich schon länger
    Föhr unterstellt ist ?
    3. Warum wird eine Pressemitteilung der Landesregierung verteilt,
    die offensichtlich das Gegenteil der jetzigen neuen Aussagen
    darstellt?
    War das alles nur heisse Luft oder der heimliche Versuch uns zu übertölpeln? und was sind die wirklichen Absichten —-ausser die Polizeikräfte aufzustocken?? und zu welchem Zwecke ist das alles inszeniert????

  7. Liebe Polizeidirektion.
    Löblich ist zwar das mehr Beamte hier her kommen, nur: Was bedeutet es bitte für das Personal einen “Fusionsprozess zu begleiten”? Das ist meines Erachtens Inhaltsleer oder Bedarf einer näheren Erläuterung.

    Und “den Beeinträchtigungen des Sicherheitsgefühls” mögen Sie ja “wiedersprechen” aber ausgeräumt sind sie damit nicht. Im Gegenteil sage ich: Derartige “Versuche” des Eingriffs in meine Personlichkeit; insbesondere des Subjektiven Empfindens; verbitte ich mir entschieden!

    Es fällt dagegen auf das 1. offensichtlich niemand damit rechnet das die Föhrer einmal Hilfe von Amrum bräuchten, sonst müsste es hier auch ein Dienstboot geben. 2. Ist dieses eine Offensichtlich nur für nächtliche Noteinsätze angedacht da an anderer Stelle auf die Gute Vernetzung durch die Fähren verwiesen wird.
    3. dieses “Dingi” wirkt eher wie ein Privatboot das mit einem winzigen Polizei-aufkleber Schnell requiriert wurde. Wer wollte sich damit ernsthaft nachts aus dem Hafen trauen – frage nicht nur ich mich.

  8. Die Abbildung des Bootes ist in der Tat verzerrt. Daher hatte sich der Eindruck eines Winzlings eingestelt.
    Allerdings halte ich die Einsatzfähigkeit im Wattenmeer deshalb für eingeschränkt, da der Antrieb durch einen am Heck angebrachten und dort weitgehend ungeschützten Aussenbordmotor erfolgt. Ein Innenborder wäre wesentlich sicherer. Daher würde ich den Einsatz auf Schönwetterfahrten beschränkt beurteilen.
    Hier die technischen Daten und die Beschreibung des Bootes:
    Länge: 6,3 m Breite: 2,4 m Kraftstoff: 90 l Gewicht: 800 kg
    Motor: Suzuki 4 Takt Außenborder
    Personen: 6
    Der TG-6500 Sport Cruiser ist ein finnisches Produkt. Die Kabine hat Stehhöhe. Es bietet Sitzplätze für 6 Personen. Eine Sitzgruppe bietet Platz zum Essen für 4 Personen, ferner Garderobe, Pantry, chem. WC und Stauraum. Weiter ist ein Schiebedach und ein Geräteträger vorhanden. Die Kabine hat Türen zum Vor- und Achterdeck. Das Vor- und Achterdeck sind Regen- und Spritzwasser lenzend. Das Achterdeck hat eine Badeplatte und Badeleiter. Das Boot ist von Hand gebaut aus Glasfiberlaminat mit Bodenbalken, Bug- und Heckreling sowie beiseitigen Handläufen am Dach. Das Boot ist für Außenbordmotoren von 50-90 PS vorgesehen. Konstrukteur ist Tage Gustafson.
    Wer das Boot im Einsatz sehen möchte, kann im Web dazu ein kleines Video anschauen:
    https://www.youtube.com/watch?v=-ZkCQgnJUP8

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