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“Gottes Hand die alles regieret, hat auch dieses Projekt in den sicheren Hafen geführt”…(kt)

Feierlich wurde die Einweihung des neuen historischen Friedhofes mit einem Gottesdienst eingeläutet.

Prof.Dr. Thomas Steensen und Pastorin Friederike Heinecke geben den Weg frei...

Prof.Dr. Thomas Steensen und Pastorin Friederike Heinecke geben den Weg frei...

Pastorin Friederike Heinecke berichtete über die Arbeitsschritte zu dem umfangreichen Projekt der historischen Grabsteine, das schon 2009 begann. Ohne die Intensität und das Durchhaltevermögen der Projektgruppe, deren leitende Hände Christa Langenhan und Frank Hansen waren, hätte dieses Vorhaben nicht so zügig umgesetzt werden können. Michael Langenhan und Kurt Tönissen schlossen sich mit Eifer um dieses Kulturdenkmal der Projektgruppe an. Pastorin Friederike Heinecke dankte von ganzem Herzen allen die dazu beigetragen haben diese Arbeit zu schaffen und mit Spenden und Patenschaften dieses Projekt finanziell zu unterstützten.

Nach dem Gottesdienst eröffnete Schirmherr Prof.Dr. Thomas Steensen zusammen mit Pastorin Friederike Heinecke die Zuwegung zum musealen Teil des Friedhofes. Ein paar Regentropfen verschreckten weder Insulaner noch Gäste, die diesen besonderen Moment miterleben wollten. Zehn Friesinnen waren in Tracht gekommen und verbanden damit die historische Vergangenheit mit der immer noch währenden Tradition.

Prof.Dr. Thomas Steensen erzählte über die Geschichten und Bedeutungen der “sprechenden Grabsteine” und deren Besonderheiten. “Dank der unsagbaren Kraft vieler helfender Hände kann man sehen, wie in relativ kurzer Zeit ein umfangreiches und arbeitsintensives Projekt umgesetzt werden kann”, so der Schirmherr dieses Projektes.

Blumen für die Projektgruppe

Blumen für die Projektgruppe

Nebels Bürgermeister Bernd Dell Missier schloss sich den Worten des Dankes für die Arbeit an diesem “Kulturgut ersten Ranges” an. Mit der Inschrift auf dem historischen Grabstein von Oluf Jensen “Gottes Hand die alles regieret hat auch in den sicheren Hafen geführt”, schloss der Bürgermeister seine Rede.

Probst Dr.Kay-Uwe Bronk begleitete das Projekt, historische Grabsteine, vom ersten Tage an und war überwältigt mit welch einer Entschlossenheit und unermüdlichem Engagement die Projektgruppe dieses angegangen sei. “Ich hätte es nicht für möglich gehalten, bei unserem ersten Treffen, das eine solch umfangreiche Arbeit an einem Jahrhundertwerk in so kurzer Zeit umgesetzt werden könne, Danke”, freut sich Probst Dr. Bronk.

Stephan Schlichting, Kirchenvorstandsmitglied, kam mit einem Bollerwagen beladen mit Blumen und kleinen Geschenken als Zeichen des Dankes für alle, die geholfen haben dieses Projekt umzusetzen.

Der QR-Code wird mit dem Handy abgespannt und öffnet eine Informationsseite

Der QR-Code wird mit dem Handy abgespannt und öffnet eine Informationsseite

Grafiker Peter Lückel erklärte die neuste technische Errungenschaft an den historischen Grabsteinen, der QR-Code. Mit einem Smartphone können die Besucher an einigen der “sprechenden Grabsteine” sogenannte QR-Codes einlesen. Diese Pixelquadrate aus schwarzen und weissen Punkten werden dann in sekundenschnelle zu einem informativen Text auf dem Handy. So wird der Text auf dem jeweiligen Stein noch mal in deutlicher Schrift angezeigt und des weiteren Informationen über den Stein an den Besucher weitergegeben.

Insulaner und Gäste erkundeten bei langsam durchscheinender Sonne den “neuen” historischen Friedhof und waren begeistert von der Umsetzung eines so wertvollen und kulturhistorisch wichtigen Projektes.

Kinka Tadsen

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

Ein Kommentar

  1. Liebe Amrumerinnen und Amrumer,

    es ist ein trauriges Kapitel, dass man einem so historischen Friedhof, dem ich nun seit drei Jahrzehnten Jahr für Jahr mindestens einen Besuch abgestattet habe, das Zeitgesicht
    genommen hat und diesen zu einem Friedhofsmuseum gemacht.
    Außerdem hat man gegen Gebote des Naturschutzes verstoßen,
    indem man von den Grabsteinen alle Flechten entfernt hat, als
    wären dies Schädlinge. Es hätte genügt, bei einigen Grabsteinen,
    die ich auch fotografisch dokumentiert habe, das Schriftbild von
    Flechten zu reinigen. Den Riesenbetrag, den diese Sache gekostet hat, hätte man lieber Sozialeinricvhtungen zukommen lassen. Amrum ist mir zur Seelenheimat geworden und ich bin
    immer froh und glücklich, wenn ich meinen Fuß auf dieses Eiland setze; aber auf den Friedhof in Nebel werde ich keinen Fuß mehr
    setzen!

    Herzlichst,

    Manfred Fries

Amrumer Fotowettbewerb 2015