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Löschmittelzusatz F-500 konnte voll und ganz überzeugen…(to)

Während eines Informationsabends konnten sich die für den Brandschutz auf Amrum verantwortlichen Vertreter der Feuerwehren, der Verwaltung und Kommunen davon überzeugen, dass spezielle Technologien bei der Brandbekämpfung ganz neue Möglichkeiten mit sich bringen.

Andreas Lesch demonstriert die Vorgehensweise mit F 500...

Andreas Lesch demonstriert die Vorgehensweise mit F 500...

Nach der Demonstration der Lösch- und Kühlerfolge des Löschmittelzusatzes F-500 waren sich alle Anwesenden einig, dass man umgehend eine Nachrüstung der Feuerwehren auf Amrum anstreben möchte. Zumal durch die Molekulartechnologie und der damit einhergehenden Wärmeabführung und Kühlwirkung schnelle Löschergebnisse zu erzielen sind. Die Versicherungen dürfte es zudem freuen, können doch so einhergehende Schäden durch Löschwasser erheblich reduziert werden.

Wie die dritte stellvertretende Amtswehrführerin Petra Müller erklärte, bediene man sich im Amtsbereich des Wasser- und Schifffahrtsamts Tönning der Technologie des Löschwasserzusatzes bereits in Form von Feuerlöschern. „Am Eidersperrwerk hat man nach einer überzeugenden Demonstration des Löschmittelzusatzes nicht lange gezögert und die Umrüstung vollzogen“, erklärte Außenbezirksleiter Wolfgang Stöck.

Überzeugend... nach wenigen Sprühstößen konnte das vorher fast glühende Blech angefasst werden...

Überzeugend... nach wenigen Sprühstößen konnte das vorher fast glühende Blech angefasst werden...

Daraufhin hatte man sich entschieden, den Feuerwehrkameraden Andreas Lesch, stellvertretenden Wehrführer der FF Witzwort auf die Insel einzuladen und den Löschmittelzusatz den Amrumer Feuerwehren demonstrieren zu lassen. „Die Feuerwehr Wyk setzt den Wirkstoff bereits ein und hat damit gute Erfahrungen sammeln können“, so die Brandschützerin. Die Technik hat bei der Vorführung auch den Stationsleiter und ersten Vormann der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, Sven Witzke, überzeugt. Die Wärmeabfuhr von einem erhitzten Metallteil war nach dem Besprühen mit einer Sprühflasche so enorm, dass das vorher nahezu glühende Metallteil nach nur wenigen Sprühstößen mit der bloßen Hand anfassbar war. Die DGzRS wird das F500 für alle neuen Schiffe einführen beziehungsweise entsprechend umrüsten.

Wie von Geisterhand gesteuert brannte der Haufen nur auf der nicht präparierten Seite.

Wie von Geisterhand gesteuert brannte der Haufen nur auf der nicht präparierten Seite.

Lesch besprühte einen Reethaufen zur Hälfte mit dem Löschwassergemisch aus dem speziellen Injektor Strahlrohr und zündete anschließend den Haufen an. Wie von Geisterhand gesteuert brannte der Haufen nur auf der nicht präparierten Seite. Nach über 20 Minuten Feuersbrunst stiegen große Mengen Dampf auf. „Nun müssten wir eine neue Lage von dem bis zu 3 % beimischbaren Wirkstoff aufbringen“, erklärte Andreas Lesch, während die anwesenden Brandschützer den enormen Nutzwert mit dem hohen Bestand an Reetdächern auf Amrum in Verbindung brachten. „Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten bei dem Objektschutz und der Menschenrettung“, sieht Wolfgang Stöck viele Einsatzvarianten.

Diese brennenden Reifen wurden mit einer Kübelspritze gelöscht...

Diese brennenden Reifen wurden mit einer Kübelspritze gelöscht...

Zwei im Vollbrand zu löschende Autoreifen bezwang Lesch mit einer Kübelspritze mit entsprechenden F-500 Zusatz. „Bei einem Autobrand mussten wir die gesamten 2500 Liter Löschwasser aus dem Tank aufbringen, um auch die Reifen abzulöschen“, erinnert sich ein Kamerad der Insel. „Die Arbeitsweise besteht in der Kapselung der Brandgase, die bessere Durchdringung des Brennmaterials mit dem Löschwassergemisch und der bereits bei 70 °C beginnenden Abführung der Verbrennungswärme durch Verdampfung“, zeigte Lesch die Arbeitsweise der Encapsulator Technology auf.

 

Nähere Infos zum neuartigen Löschmittelzusatz gibt es auf der Homepage http://www.f-500.eu/

Thomas Oelers

 

 

 

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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