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Große Hoffnung auf ein absehbares Ende der Behelfssituation an der Öömrang Skuul…

„Wir freuen uns in diesem Fall tatsächlich über den zu hörenden Baulärm, es geht endlich wieder weiter“, zeigten sich Eltern erfreut über die Wiederaufnahme der seit Dezember 2012 brachliegenden Rohbauarbeiten.

Wieder Bewegung auf der Baustelle...

Wieder Bewegung auf der Baustelle...

Unüberwindbare Probleme bei der Ausführung der Vertragsvereinbarungen zwischen dem Bauherrn und dem Rohbauer hatten zu einer juristischen Auseinandersetzung geführt und den Rohbau zur Erstellung einer neuen Turnhalle und einen Grundschultrakt an der Öömrang Skuul zum Erliegen gebracht. Geplant war ursprünglich mal die Fertigstellung für Ende 2013. Doch der Anblick der bisher erstellten Bauteile verrät auch dem Bauunkundigsten, dass dieser Termin geplatzt ist und wohl eher für 2014 die Einweihung einzuplanen ist.

„Was uns bei diesem Dilemma am meisten auf die Palme bringt, ist die Tatsache, dass der gescheiterte Rohbauer sich in der Zeit ein ansehnliches Vermietungsobjekt auf Amrum erstellt hat“, zeigen sich viele Eltern verärgert. Zumal sich die Kinder nun einen weiteren Winter mit einem Notbehelf zur Aufrechterhaltung des Sportunterrichts arrangieren müssen. Um die Defizite in der Bewegung wenigstens ein Stück auszugleichen, wird es im Winter eine Sportwoche in der Sportschule Malente geben. Für die 25.000 Euro, die an Kosten für die Schule und Eltern anfallen, sammeln die Kinder der Öömrang Skuul bei jeder gegebenen Gelegenheit Spenden- als auch Entlohnungen für verrichtete Jobs. „Eine große Leistung unserer Kinder, die genau genommen von dem Rohbauer, der den Baufortschritt behindert und die Probleme ausgesessen hat, getragen werden sollte“, so das allgemeine Unverständnis bei den Betroffenen.

Trotz des ganzen Ärgers und den Unwegsamkeiten für die Kinder und Schule besteht nun die große Hoffnung, dass noch vor dem Winter die Bauarbeiten weit genug vorangetrieben werden, um nicht wieder einen witterungsbedingten Baustillstand erleben zu müssen.

Wie Christian Stemmer vom Amt Föhr-Amrum in einer Pressemitteilung erklärt, ergab die Angebotsprüfung der Ausschreibung der Ersatzmaßnahme zur Fortsetzung der Rohbauarbeiten, dass ein Unternehmer aus der Region den Zuschlag bekommen hat.

Die Baustelle wurde in der Zwischenzeit aufwendig beräumt, sodass der nachfolgende Rohbauunternehmer mit seinen Arbeiten beginnen konnte. Eine angrenzende Grünlandfläche, die dem Amt Föhr-Amrum privat zur Schaffung weiterer Lagerungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt worden ist, wurde wiederhergestellt und kann übergeben werden.

Die Bautätigkeiten laufen seit nunmehr drei Wochen. In den ersten zwei Wochen wurden jedoch ausschließlich vorbereitende Maßnahmen zur Fortsetzung der Hauptarbeiten durchgeführt. Die vorbereitenden Maßnahmen sind durch den langen Stillstand notwendig geworden.

Nach deren Abschluss beginnt die Herstellung der Verblendschale auf der Nordseite der Sporthalle. Die Arbeiten in diesem Bereich müssen vorgezogen werden. Damit ist gewährleistet, dass die Fertigstellung einer Rampenanlage, als rollstuhlgerechter Zugang zur Sporthalle, und auch die Herstellung von notwendigen Kranstandflächen, die zum Einbau von Betonfertigteilen im Gesamtkomplex zwingend erforderlich sind, umgesetzt werden können. Die Arbeiten an der Verblendung der Nordseite werden voraussichtlich in der kommenden Woche abgeschlossen sein.

Die Herstellung der Verblendschale am Gesamtbau für Sporthalle und Grundschulteil erfolgt im Anschluss.

Voraussichtlich können die verbliebenen Betonfertigteile etwa in der 40. Kalenderwoche eingekrant werden. Der Beginn der noch ausstehenden Ortbetonarbeiten (Sporthalle und Grundschulteil) sind für diese Woche angesetzt. Zeitgleich mit den Arbeiten an der Verblendschale beginnt der Einbau der Fensterprofile im Grundschultrakt.

Die vielen juristischen und baustofflichen Prüfungen haben laut des Amtes eine schnellere Wiederaufnahme der Arbeiten leider verhindert.“ Wir blicken nun hoffnungsvoll in die Zukunft und auf einen störungsfreien Bauverlauf“, zeigt sich Christian Stemmer optimistisch.

 

Thomas Oelers

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Über Thomas Oelers

Thomas Oelers wurde 1966 in Wittdün auf Amrum geboren - ein echtes Inselkind. Nach seiner Schul- und Ausbildungszeit entschied er sich auf der Insel zu bleiben. Heute arbeitet der Vater von 2 Kindern in einem Wittdüner Betrieb als Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister. Seit 2003 recherchiert und fotografiert er als freier Journalist akribisch im Amrum-News Team.
Amrumer Fotowettbewerb 2015