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Fahrräder sollen auf der Promenade geschoben werden…

„Die Promenade an der Südspitze in Wittdün ist ein Stück Idyll, auf dem man als Fußgänger davor bewahrt werden muss, beiseite geklingelt zu werden“, zeigte sich Jens Petersen aus Wittdün überzeugt. Ein entspannter Spaziergang auf der Wandelbahn, beziehungsweise auf der “Oberen Wandelbahn” entlang der Skyline von Wittdün sei ein besonderer Genuss. Zumal es unter normalen Umständen möglich sei, völlig unbedarft und entspannt an der Wasserkante entlang zu schlendern und dabei die kleinen Kinder auch mal von der Hand zu lassen. Mit dieser Eingabe an den Tourismusausschuss der Gemeinde Wittdün, im Laufe der Einwohnerfragestunde, schnitt Petersen einen Punkt an, der anscheinend immer wieder zur Diskussion steht. Die Beschwerdeliste über die regelwidrige Nutzung durch Fahrräder ist bei der Amrum Touristik in Wittdün entsprechend lang und zeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht.

Leider kein ganz seltenes Bild...

Leider kein ganz seltenes Bild…

Die Wirkung der Hinweise, die derzeit per Verkehrsschild an der Zufahrt vermittelt werden, sind laut der vielfältigen Beobachtungen der Anwohner eher als erfolglos einzustufen. Dass die Strecken der Oberen und unteren Wandelbahn nur durch Fußgänger genutzt werden dürfen und nicht mit dem Drahtesel zu befahren sind, müsste also besser vermittelt werden, so die Forderung. Hierbei sei bisher nicht ermittelt worden, ob es die Radfahrer, die teils mit erheblicher Geschwindigkeit über die Flaniermeile brausen, es nicht besser wissen und die Gebotsschilder nicht wahrnehmen oder aber zu den Zeitgenossen gehören, die das Recht für sich individuell auslegen. Gemeindevertreter Christian Klüßendorf sieht eine große Chance in dem Appell an die Fahrradfahrer, zumal der Versuch die Fahrräder entlang dem Abschnitt am Nordstrand vom und zum Fähranleger zu leiten gut funktioniert. Diesen Bereich wollte Petersen auch nicht zur Diskussion stellen, es ginge vielmehr um den Bereich um die Südspitze herum bis hin zum Piratenschiff.

„Die derzeit angebrachten Verkehrsschilder ist die derzeit zugelassene Beschilderung“, verdeutlichte Bau- und Wegeausschussvorsitzender Heiko Müller. „Bei früheren Signal-, beziehungsweise Verkehrsschauen standen die Maßnahmen zur Verdeutlichung des Fahrradfahrverbots bereits im Fokus der Ordnungsbehörden“, weiß der Gemeindevertreter. Die aufgemalten Hinweise durften zum Beispiel nicht sein und mussten entfernt werden.

Ob nun bauliche Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Verschränkung aus Sperren im Zufahrtsbereich oder bessere Aufklärung eine Verbesserung bringen kann, soll nun im Bau- und Wegeausschuss ausgearbeitet und beraten werden.

Thomas Oelers

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Über Thomas Oelers

Thomas Oelers wurde 1966 in Wittdün auf Amrum geboren - ein echtes Inselkind. Nach seiner Schul- und Ausbildungszeit entschied er sich auf der Insel zu bleiben. Heute arbeitet der Vater von 2 Kindern in einem Wittdüner Betrieb als Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister. Seit 2003 recherchiert und fotografiert er als freier Journalist akribisch im Amrum-News Team.

2 Kommentare

  1. Das Radfahren ist dort halt nicht gestattet.

    So.

    Macht Ihr Euch ernsthaft Gedanken den Radfahrern nicht die Gefuehle zu Verletzen?
    Die Beschilderung reicht nicht?
    Papperlapapp.

    Diese Zeitgenossen sind sich bewusst was sie machen,und sollten dementsprechend
    Geahndet werden.

  2. Moin, tja so ist das mit den lieben Mitmenschen auf den Rädern. Besonders “lustig” wird es regelmäßig, wenn wir auf dem Bohlenweg zum Wriakhörnsee “weggeklingelt” werden…..
    Schilder helfen da wenig – leider – müssten dann halt mal die Behörde Kontrollen durchführen.
    So, noch ein paar schöne Tage

Amrumer Fotowettbewerb 2015