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Schiffsunglück der “Adler-Express” am Wittdüner Fähranleger…

“Achtung festhalten”, diese Ansage kam für viele Schiffspassagiere der “Adler-Express” zu spät.Durch einen technischen Defekt konnte sich der Motor nicht richtig ausrichten und es kam zu einem heftigen Aufprall mit zu hoher Geschwindigkeit beim Anlegemanöver an den Wittdüner Fähranleger.

234 Passagiere waren an Bord, von denen schon viele zum Ausstieg aufgestanden waren. Durch den starken Aufprall konnten sie sich nicht halten, stürzten und fielen. Umgehend wurde das Rettungswesen auf Amrum alamiert. Ärtze, Rettungssanitäter, Seenotrettungskreuzer “Vormann Leiss” und  die Freiwilligen Feuerwehren waren sofort vor Ort.

In den Räumen der WDR wurde ein Behandlungszentrum eingerichtet, wo Verletzte und auch unter Schock stehende Passagiere behandelt und betreut wurden. Bei den Verletzten handelte es sich vorwiegend um Erwachsene und ältere Menschen. 20 Leichtverletzte und 3 Schwerverletzte Passagiere. In kürzester Zeit kam der erste Rettungshubschrauber auf den Fähranleger geflogen, es folgten noch sieben weitere. Die Hubschrauber der Bundeswehr SAR von Helgoland und der Bundespolizei aus Fuhlendorf brachten Rettungspersonal und Rettungsmaterialien vom Festland auf die Insel.

Auf dem Flugplatz Schwesing wurde ein Behandlungsplatz eingerichtet, wo die leicht verletzten Passagiere, nachdem sie ausgeflogen wurden, weiter behandelt wurden. Die Hubschrauber des ADAC, der Luftrettung des Bundesinnenminesterium, DRF-Luftrettung, und dem Off Shore Hubschrauber aus St.Peter Ording brachten die Schwerverletzten Passagiere in Schwerpunktkliniken. Durch die gute und schnelle Zusammenarbeit aller Rettungskräfte vor Ort, vom Festland und aus der Luft konnten alle Passagiere schnellstmöglichst versorgt werden. Der Sachschaden an der Adler Express beläuft sich auf ca 20.000 Euro.
Amrum News wird weiter berichten.

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Über Kinka Tadsen

Kinka Tadsen erblickte 1972 in Hamburg das Licht der Welt. Aufgewachsen ist sie dann auf Amrum. Abitur hat sie auf Föhr gemacht und sich für eine Fotografenlehre in Bad Oldesloe entschieden. Fotografen- und Lebenserfahrung hat sie in der großen weiten Welt auf diversen Kreuzfahrtschiffen als Bordfotografin gesammelt. 2003 folgte dann die Rückkehr nach Amrum. Seit 2008 gehört sie als freie Journalistin zum Amrum-News Team.

2 Kommentare

  1. Kenne und liebe die Insel seit vielen Jahren als Urlauber. So eine Nachricht schockt auch einen Außenstehenden. Mein Respekt gilt den Rettungskräften, die es unter diesen besonderen Umständen schaffen, einen derart großen Einsatz abzuwickeln. Den Verletzten wünsche ich schnelle Genesung und bin dankbar, dass keine Toten zu beklagen sind.

  2. Wir waren da und Hochachtung wie schnell alle versorgt worden sind.Es war keine Hektik zu spüren. Wir waren sehr lange auf Amrum, aber 7 Rettungshubschrauber, am Hafen, haben wir noch nie gesehen.Ein Wahnsinn wie die Piloten auf so einem engen Raum landen können. Gott sei Dank geht es den Schwerverletzten wieder gut und sind aus ausser Lebensgefahr. LG Eva und Sigi Stoye

Amrumer Fotowettbewerb 2015