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Unfall, Herzinfarkt, Knochenbrüche und viele andere medizinische Notfälle machen die schnelle Hilfe aus der Luft unentbehrlich…

Der Sommer hat in den vergangenen Tagen schon mal gezeigt, was man auch auf den Nordseeinseln an doch recht kuscheligen Temperaturen erwarten kann. Da lädt doch ein erfrischendes Bad in den Nordseefluten regelrecht ein. Doch für viele Menschen steigt mit den Wettererscheinungen und schnellen Wechseln zwischen schwül heißer Mittelmeerluft und kühler Nordluft, das Risiko an die Grenzen ihrer Belastung zu geraten. Dann und auch in Verbindung mit vielen anderen Möglichkeiten einer ernsten Erkrankung oder Unfällen ist schnelle medizinische Hilfe gefragt. Neben dem gut aufgestellten Rettungsdienst des Kreis Nordfriesland und den Ärzten und Notärzten auf Amrum sieht man häufig auch den in Niebüll stationierten Rettungshubschrauber „Christoph Europa 5″ im Einsatz. Die aktuellen Einsatzzahlen für den Monat Juni weisen allein für „Christoph Europa 5“ 139 Einsätze in der Monatsbilanz der gemeinnützigen DRF-Luftrettung aus. Damit hat die fliegende Rettungstransporteinheit, die zudem einen Notarzt an Bord hat, zwölf Einsätze mehr geflogen als im Mai 2014.

Auch am Strand werden Einsätze geflogen...

Auch am Strand werden Einsätze geflogen…

Der rot-weiße Hubschrauber ist täglich von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. „Christoph Europa 5“ wird im nördlichen Schleswig-Holstein in den Landkreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, Dithmarschen, Ostholstein, Flensburg, Kiel sowie im Westküstenbereich des dänischen Verwaltungsbezirks Syddanmark grenzüberschreitend eingesetzt.

In die Juni-Bilanz fällt auch der besondere Einsatz anlässlich des Schiffsunfalls am und auf dem Wittdüner Fähranleger am 04. Juni. Hier wurde auf beeindruckender Weise demonstriert, wie leistungsfähig die medizinische Notfallversorgung auf Amrum aufgestellt ist. Nur Minuten nach dem Unglück lief eine Rettungsaktion auf dem Fähranleger, die es in dieser Form und Umfang noch nie gegeben hatte. Der Rettungsdienst des Kreis Nordfriesland setzte seinen bestehenden Notfallplan gemeinsam mit den Kräften der Feuerwehren und der Polizei erfolgreich um.

Neben Rettungshubschraubern aus ganz Norddeutschland landeten auch “Christoph Europa 5” aus Niebüll und “Christoph 42” aus Rendsburg der DRF-Luftrettung auf dem Fähranleger, um die Kräfte vor Ort bei der Notfallversorgung zu unterstützen  und jeweils einen Akutpatienten in das Westküstenklinikum Heide und das Kreiskrankenhaus Rendsburg zu transportieren. Wie die Pressereferentin Corinna Götzmann von der DRF-Luftrettung berichtet, lobte der an dem Tag des Unglücks diensthabende Pilot und Stationsleiter in Niebüll, Jürgen Voiss, die gute Organisation vor Ort. „Die Patienten wurden in einem eingerichteten Raum medizinisch versorgt und nach der Landung der Hubschrauber den jeweiligen Besatzungen zugeteilt, sodass eine schnelle und reibungslose Übernahme der Patienten mit anschließendem Transport im Hubschrauber schnell möglich war“, so der Stationsleiter. Dank der großen Flugerfahrung der Piloten konnten sieben Hubschrauber zur gleichen Zeit auf dem Fähranleger direkt am Geschehen landen.

Mehr Hubschrauber als Autos...

Mehr Hubschrauber als Autos…

Wie manch andere nicht ihr Auto einparken könnten, landeten die Piloten ihre Rettungshubschrauber zwischen Fahnen- und Lichtmästen sicher. „Was möglich ist und wo der nächstgelegene Landeplatz liegt, entscheidet dabei allein der Pilot“, erklärt die Pressereferentin. Die Erfahrung zeigt, dass neben der Landung auf dem vorgesehenen Heliport genauso auf äußerst engen und schwierigen Plätzen als auch auf dem schier unendlichen Kniepsand direkte Hilfe aus der Luft garantiert werden kann. Es sei denn, die Witterung macht einen Strich durch die Rechnung. „Dabei besteht eine gute und routinierte Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst der Insel vor Ort“, lobt Jürgen Voiss das Team um Rettungsassistent Andreas Zawieja,
grundsätzlich erfolgt nach allen Einsätzen eine Kontrolle des Hubschraubers durch den Piloten. Eine generelle Wartung ist nach einer Landung auf dem Kniepsand jedoch nicht zwingend nötig. In regelmäßigen und festgeschriebenen Abständen erfolgt die Wartung der Hubschrauber in der Werft der DRF-Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. Diese Wartungszyklen richten sich nach verschiedenen Kriterien, wie beispielsweise der Anzahl der Flugstunden, Landungen, Anlassvorgänge der Triebwerke und den kalendarischen Laufzeiten.

Kein seltenes Bild... Landung auf dem Fähranleger

Kein seltenes Bild… Landung auf dem Fähranleger

Die DRF-Luftrettung setzt die DRF-Luftrettung an 30 Stationen in Deutschland und Österreich Hubschrauber für die Notfallrettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. An acht Stationen sogar rund um die Uhr. Bisher leisteten die Piloten, Notärzte und Rettungsassistenten der DRF-Luftrettung rund 700.000 Einsätze. Zur Finanzierung ihrer gemeinnützigen Arbeit ist sie dabei auf die Unterstützung von Förderern angewiesen. Diese Unterstützung wird auch dieser Tage wieder durch Mitarbeiter an mobilen Informationsständen eingeworben.

Mehr Informationen online unter www.drf-luftrettung.de oder www.facebook.com/drfluftrettung

 

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Über Thomas Oelers

Thomas Oelers wurde 1966 in Wittdün auf Amrum geboren - ein echtes Inselkind. Nach seiner Schul- und Ausbildungszeit entschied er sich auf der Insel zu bleiben. Heute arbeitet der Vater von 2 Kindern in einem Wittdüner Betrieb als Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister. Seit 2003 recherchiert und fotografiert er als freier Journalist akribisch im Amrum-News Team.
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