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Wieder eine gute Gelegenheit die Arbeit der Seenotretter kennenzulernen…

Auch in diesem Jahr stellte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Tag der Seenotretter ihre Arbeit der Öffentlichkeit vor.

Im Seezeichenhafen stationiert...

Im Seezeichenhafen stationiert…

Auf zahlreichen Stationen an Nord- und Ostsee sowie in der Zentrale in Bremen konnten sich die Organisatoren über einen großen Zulauf an interessierten Besuchern freuen. Auf der Station Amrum spielte sich auch in diesem Jahr das Geschehen im Seezeichenhafen rund um den Liegeplatz des Seenotrettungskreuzers „Vormann Leiss“ ab.

Mit der Unterstützung durch die freiwilligen Rettungsmänner der Station und der eigenen Partnerinnen der Besatzung konnte den vielen Besuchern ein buntes Programm aus Information, Open Ship und Unterhaltung angeboten werden.    Zwischendurch konnte man sich zudem mit Kaffee, Kuchen, Pommes und Bratwurst stärken. „Wir mussten schon Bratwürstchen nachordern“, zeigte sich Stationsleiter Sven Witzke über den enormen Ansturm auf den Grill beeindruckt.

Den unteren Fahrstand erklärt Rettungsmann Rolf Pultz

Den unteren Fahrstand erklärt Rettungsmann Rolf Pultz

Kleine und große Besucher konnten ganz aus der Nähe einen Einblick in die Technik des Seenotrettungsdienstes gewinnen. Im Fokus stand dabei erwartungsgemäß die Besichtigungsmöglichkeit des 23 Meter langen Seenotrettungskreuzers mit seinem Tochterboot „Japsand“. Die Seenotretter beantworteten gerne die unzähligen Fragen zu ihrer Arbeit.

Um den geduldig Anstehenden die Wartezeit zu verkürzen, demonstrierte Rettungsmann Lars Jensen die Funktion der Rettungsweste, die zur Sicherheitsgrundausstattung im Einsatz der Rettungsmänner gehört. Vormann Sven Witzke erklärte entsprechend die Ausstattung der Hightech-Weste. Im Einsatz auf See hängt das Überleben im Notfall von ihr ab. „Sobald die Weste sich durch den Kontakt mit Seewasser automatisch aufbläst, wird durch eine Sicherheitsleine ein Notpeilsender aktiviert“, so Witzke.

Rettungsmann Lars Jensen und Vormann Sven Witzke demonstrieren die Funktion der Rettungsweste.

Rettungsmann Lars Jensen und Vormann Sven Witzke demonstrieren die Funktion der Rettungsweste.

Da sich die DGzRS ausschließlich durch Spenden finanziert, steht neben der originären Aufgabe der Menschenrettung auf See auch die stetige Einwerbung von Spendern und fördernden Mitgliedern im Interesse der Organisation. Die erneut gut angenommene Außendarstellung im Wittdüner Seezeichenhafen, ist dabei ein wichtiger Baustein der Philosophie der Gesellschaft. „Das Wetter war nach einem Wolkenbruch am Morgen dann voll auf unser Seite und somit optimal um das vielfältige Angebot aus Open Ship, Informationen, Spiel und Spaß für die Kinder und das Angebot für das leibliche Wohl anzubieten“, freut sich Rettungsmann Rolf Pultz. „Wir haben glücklicherweise eine große Schar an ehrenamtlichen Rettungsmännern, die die 9-köpfige Stammbesatzung nach Bedarf unterstützt. Wenn zum Beispiel die Rettungsmänner zu einer der vielen und umfangreichen Ausbildungen aufs Festland müssen, springen auch die gut ausgebildeten freiwilligen Rettungsmänner ein. Es wird ein 14 Tage dauernder Schichtdienst geleistet, bei dem die Hauptamtlichen auf dem Seenotrettungskreuzer übernachten. Dadurch wird jederzeit eine 24-Stunden-Auslaufbereitschaft gewährleistet“, erklärt Vormann Witzke.

Rettungsinsel zum Ausprobieren

Rettungsinsel zum Ausprobieren

Für den Einsatz in Seenot ist seit 2009 der Seenotrettungskreuzer der 23-Meter-Klasse „Vormann Leiss“ mit dem Tochterboot „Japsand“ als Ersatz für die ausgemusterte „Eiswette“ im Seezeichenhafen stationiert. In 2015 wird der erste Seenotrettungskreuzer des neuen Typs der 28-Meter-Klasse auf Amrum stationiert. Durch neue Anforderungen auf See und die Einsatzvielfalt der Rettungseinheit wird entgegen dem derzeitigen Trend, eher kleinere Rettungskreuzer an der schleswig-holsteinischen Westküste zu stationieren, die Station Amrum aufgestockt.

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Über Thomas Oelers

Thomas Oelers wurde 1966 in Wittdün auf Amrum geboren - ein echtes Inselkind. Nach seiner Schul- und Ausbildungszeit entschied er sich auf der Insel zu bleiben. Heute arbeitet der Vater von 2 Kindern in einem Wittdüner Betrieb als Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister. Seit 2003 recherchiert und fotografiert er als freier Journalist akribisch im Amrum-News Team.
Amrumer Fotowettbewerb 2015