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Zeugen gesucht – Lamm musste notgeschlachtet werden…

Regelrecht im Blutrausch muss am vergangenen Wochenende ein Hund gewesen sein, als er in eine fünfzig Tiere umfassende Schafsherde in Wittdün einfiel. Wie Polizeioberkommissar Ingo Reyher berichtet, muss sich der Vorfall in der Zeit von Freitag, den 25. Juli 18.30 Uhr bis Samstag, den 26. Juli 6.30 Uhr an der Straße zum Seezeichenhafen ereignet haben. Die Herde weidete auf dem Feld vor dem Hafenspielplatz, als vermutlich ein Hund die Muttertiere mit ihren Lämmern in Panik versetzte und ein Lamm so schwer verletzte, dass es notgeschlachtet werden musste. Einem Muttertier wurde zudem das linke Ohr herausgebissen und ein weiteres wurde hinter dem Ohr in den Hals gebissen. „Wir suchen für diesen Vorfall Zeugen, die in der fraglichen Zeit sachdienliche Beobachtungen gemacht haben“, so POK Reyher. Natürlich kann sich der Hundebesitzer auch selbst melden und für das Verhalten seines Hundes einstehen. Rein der finanzielle Schaden wird mit rund 300 Euro beziffert.

Horst Lüben mit dem verletzten Schaf mit nur noch einem Ohr

Horst Lüben mit dem verletzten Schaf mit nur noch einem Ohr

Horst Lüben, der die Herde mit Hermann Zimmermann hält und bereits seit dreißig Jahren Schafe züchtet, hat solch einen Vorfall noch nie erlebt. „Als ich am Morgen zur Herde kam, erwartete mich ein fürchterliches Szenario. Das fünfmonatige Lamm musste ich von seinen Qualen erlösen“, so Lüben. Der Hals war so aufgebissen, dass die Speiseröhre offen lag. „Das kann kein Dackel gewesen sein und der Hund muss blutverschmiert nach Hause gekommen sein“, merkt Horst Lüben die Tatsache an, dass sich niemand zu dem Vorfall gemeldet hat. Die Wunde am Kopf des Muttertiers hat der Hobbyschafhirte mit einem starken Antibiotikum besprüht. Ansonsten wären ganz schnell Fliegen und Maden zu erwarten, die dann den Anfang vom Ende bedeuten würden.

Sabine Grochla vom Ordnungsamt verdeutlicht, dass im Gegensatz zu dem ansonsten gültigen Gefahrhundegesetz, dass keine generelle Leinenpflicht vorschreibt, auf Amrum das Landschaftsschutz- und Naturschutzgesetz gilt und eine generelle Leinenpflicht vorschreibt. In dem Bereich des Spielplatzes hätten aber beide Gesetze das gleiche vom Hundebesitzer verlangt. Nicht auszudenken wäre gewesen, wenn der verdächtigte Vierbeiner in seinem Wahn einem Kind über den Weg gelaufen wäre.

Polizei (04682-96440), als auch Ordnungsamt (04682-941143) bitten zur Aufklärung um sachdienliche Hinweise.

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Über Thomas Oelers

Thomas Oelers wurde 1966 in Wittdün auf Amrum geboren - ein echtes Inselkind. Nach seiner Schul- und Ausbildungszeit entschied er sich auf der Insel zu bleiben. Heute arbeitet der Vater von 2 Kindern in einem Wittdüner Betrieb als Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister. Seit 2003 recherchiert und fotografiert er als freier Journalist akribisch im Amrum-News Team.

Ein Kommentar

  1. Am Abend des 25. Juli befand ich mich gegen 17:30 Uhr am Steenodder Hafen um Köder für unser Nachtangeln zu graben. Da traf ich einen Mann mit eine Jagdhündin an, der diese “unangeleint” mit sich führte. Die Hündin wetzte – nachdem es sein großes Geschäft im Sand verrichtet hatte (der Hundehalter hat den Haufen nicht entfernt) – in das naheliegende Grün und kam erst nach mehrmaligen Pfiffen auf der Hundepfeife zurück. Dann entfernte sich der Herr von mir in Richtung Muschelbänke zum Wasser, die Hündin schoss weiterhin unangeleint und laut kläffend durch den Naturpark Wattenmeer. Dadurch wurden mehrere Tiere aufgescheucht. Ein Steenodder Bürger machte sich dann in Richtung des Mannes auf den Weg und machte in auf sein Fehlverhalten aufmerksam! Erst dann nahm er die Hündin an die Leine. Auf dem Wege zurück an Land, hielt der Hundebesitzer bei mir an und auch ich machte ihn auf sein Fehlverhalten aufmerksam und fragte ihn was er sich dabei gedacht habe. Eine plausible Antwort habe ich nicht erhalten und wenn auch ich hätte es nicht begreifen können wie man sich so verhalten kann. Dann kam noch eine Frau hinzu und machte den “Naturfrevel” rund (zurecht!), sie erntete von im Sand sitzenden Bekannten des Mannes höhnischen Beifall. Sie sagte dem Herren, dass sie ihn schon mal mit der “wildernden” Hündin gesehen hätte und das sie ihn beim nächsten Mal anzeigen würde. Gegen ca. 18:15 Uhr entfernte sich die Gruppe auf Fahrrädern von der Steenodder Mole, wohin ist mir leider nicht bekannt. Ob diese Hündin vielleicht auch über das Lamm hergefallen ist, steht nicht fest – auf alle Fälle hat sie einen aggresiven Eindruck auf mich gemacht. Ist eben ein Jaghund und der kann nichts dafür, dass ist Dummheit des Hundehalters. Leider haben wir keine Personalien aber vielleicht ist ja jemand dieser Herren und Jagdhündin auch negativ aufgefallen und kann weiterhelfen.

Amrumer Fotowettbewerb 2015
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