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Neujahrsempfang und Ausstellungsprogramm 2016 des Museum Kunst der Westküste…

Das Museum Kunst der Westküste konnte im Rahmen eines erstmalig durchgeführten Neujahrsempfangs in Alkersum auf Föhr nicht nur auf eine sehr positive Entwicklung der Besucherzahlen zurückblicken, sondern den zahlreichen anwesenden Gästen außerdem das verheißungsvolle Ausstellungsprogramm 2016 vorstellen.

Amrum-News hat einmal mehr über den insularen Tellerrand geschaut und sich mit Chefredakteur Peter Lückel vor Ort ein eindrucksvolles Bild der Veranstaltung verschafft.

Chef der AmrumTouristik im intensiven Gespräch mit Museumsdirektorin Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen

Chef der AmrumTouristik im intensiven Gespräch mit Museumsdirektorin Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen

Immerhin zählte das Museum in 2015 knapp 40.000 Besucher, darunter auch viele Gäste von der Insel Amrum. Bereits in der einführenden Ansprache von Museumsdirektorin Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen wurde deutlich, dass unter den vielen Förderern und Partnern des Museums auch zahlreiche Amrumer die Einrichtung aktiv unterstützen.

In diesem Jahr sind sieben Ausstellungen im Museum zu entdecken. Unter dem Motto „Große Kunst auf kleiner Insel“ bilden die vier Ausstellungen „Max Liebermann2 und Zeitgenossen“, „Lipadusa – Calogero Cammalleri“3, „Empty Rooms – Die Schönheit der Leere“4 sowie „Thomas Judisch. Interventionen im musealen Raum“5 ab dem 28. Februar (siehe Programmübersicht) den Saisonauftakt.

Im Frühsommer schließt sich ab dem 26. Juni die Fotokunst von Mila Teshaieva an, die eine neue Serie über die Inselbewohner von Föhr geschaffen hat.6 Parallel eröffnet die Schau „Jochen Hein – Über die Tiefe“. Abschließend folgt ab dem 18. September die Ausstellung „Jenseits der Zeit – Jochen Hein und die Sammlung Kunst der Westküste“.

 

Übersicht der Ausstellungen

Übersicht der Ausstellungen

Ergänzende Informationen:

1) Das 2009 eröffnete Museum Kunst der Westküste in Alkersum auf Föhr widmet sich der Malerei, die in den Ländern Norwegen, Dänemark, Deutschland und Niederlande in einem Zeitraum von 100 Jahren, von 1830 bis 1930, geschaffen wurde und die sich dem Generalthema „Meer und Küste“ stellt. Zu den bekannten Meisterwerken von Max Liebermann, darunter „Zwei Reiter am Strand“ und „Jäger in den Dünen“, gesellen sich nun weitere, in jüngerer Zeit erworbene Gemälde, Studien und Grafiken, die Liebermanns Sommer-Aufenthalte in den Niederlanden spiegeln.

Einen weiteren Sammlungsschwerpunkt gibt es: Er bezieht sich auf die Maler der Skagener Künstlerkolonie und wartet u.a. mit Gemälden von Christian Krohg sowie den Künstlerpaaren Michael und Anna Ancher sowie Marie und Peder Severin Krøyer auf.

Weitere neue Werke in der Sammlung sind solche von Künstlern wie Otto Heinrich Engel, Hans Peter Feddersen, German Grobe, Jozef Israels, Isaac Grünewald, Sigrid Hjertén, Carl Hilmers, Viggo Johansen, Kitty Kielland, Jean Pollones, Frits Thaulow u.a.

2) Im Museum Kunst der Westküste liegt der Schwerpunkt auf der Malerei in Norwegen, Dänemark, Deutschland und den Niederlanden in der Zeit von 1830 bis 1930. Das Generalthema ist „Meer und Küste“. Max Liebermann ist einer der wichtigsten Künstler in der Sammlung, die von Beginn an sechs Ölgemälde sowie zahlreiche Grafiken umfasst.

3) In seiner Fotoserie Lipadusa spürt Calogero Cammalleri (geb. 1993) dem tiefsten Wesen der Insel Lampedusa nach. Der Fotograf legt sein Augenmerk auf den ursprünglichen Charakter dieses Ortes und rückt ein manchmal alltäglich-raues, manchmal träumerisch-poetisches Lampedusa ins Blickfeld. Es sind Momente, eingefangen in Schwarz und Weiß, die zum Teil verschwommen die Wirklichkeit verklären und zum Teil tiefe Einblicke in das Leben auf der Insel gewähren.

4) Die Ausstellung „Empty Rooms – Die Schönheit der Leere“ vereint die elf Künstler/innen Nicole Ahland, Lauri Astala, Astrid Kruse Jensen, André Lützen, Alastair Mackie, Charles Matton, Julia Rothmund, Trine Søndergaard, MartijnVeldhoen, Bill Viola, Thomas Wrede.

5) Der Bildhauer und Zeichner Thomas Judisch, geb. 1974, lebt zur Zeit in Hamburg. Seine Werkgruppe der thematisch dem Alltag entnommenen Arbeiten spielen mit unseren Sehgewohnheiten, täuschen uns immer wieder vor, real zu sein, einfach zugreifen zu können. Tatsächlich sind die Objekte und Installationen aus „anderen“, unerwarteten Materialien gegossen, geschliffen, gezeichnet, gedruckt oder geschnitten u.a. So führt Thomas Judisch häufig ein wenig in die Irre und überrascht den Betrachter stets auf‘s Neue.

6) Der ukrainischen Künstlerin Mila Teshaieva (geb. 1974), die in Berlin lebt, wurde bereits Anfang 2014 eine Einzelausstellung im MKDW gewidmet. Mit einfühlsamen Blick und hoher Sensibilität für Licht und Atmosphäre schafft die Künstlerin besondere, fesselnde Fotografien, in der der Mensch regelmäßig im Mittelpunkt steht. Von 2013 bis 2015 ist eine neue Serie „Die Insel“ ausschließlich auf Föhr entstanden, die in der Ausstellung präsentiert wird.

7) Jochen Hein, geb. 1960, ist an der Westküste in Husum geboren und aufgewachsen. Die Westküste ist sein Thema: Das Meer in allen Aggregatzuständen, der Himmel, das Licht, die Weite, das Wetter, Werden und Vergehen der Vegetation, das Grün des Grases, Bäume, der Mensch.

Jochen Hein sieht seine Aufgabe gerade darin, in seinen Arbeiten jenseits der Zeit zu gelangen, und das Zeitlose, das vielmehrüberzeitlich Verbindende, zu erreichen.

Jahresprogramm 2016_Museum Kunst der Westküste

 

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