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Signierstunde und Autorenlesung im Doppelpack…

Gut gelaunte Autorinnen im Doppelpack… Foto: Peter Lückel

Gleich zwei Autorinnen konnte Leif Quedens in seiner Buchhandlung begrüßen. Gabriella Engelmann und Marie Matisek stellten ihre neuen Sommerromane vor und gaben bereits am  Donnerstagmorgen eine Signierstunde in der Norddorfer Buchhandlung Quedens.  Am Abend fand dann in der Wittdüner Buchhandlung vor voll besetzten Stuhlreihen ihre Lesung statt. In der ersten Hälfte stellte Gabriella Engelmann ihren neu erschienenen Roman „Strandfliederblüte“ vor, und las später noch eine Szene aus ihrem Roman „Wolkenspiegel“.

„Strandfliederblüte“ ist ein Roman wie auch die vorangegangenen mit der Kulisse „Nordsee“, und spielt diesmal auf einer Hallig. Hier geht es um eine junge Frau, die gerade viel Enttäuschungen und Verluste in ihrem Leben erfährt. Plötzliche Wendungen im Lebensplan folgen. Engelmanns Heldin Juliane erbt unverhofft von ihrer Großmutter einen Bauernhof nebst Leuchtturm auf der Hallig Fliederoog. Sie setzt sich dort mit dem vergangenen Leben ihrer Großmutter auseinander und erfährt, das es ein Familiengeheimnis gibt, welches sie im weiteren Verlauf der Geschichte Stück für Stück aufdeckt. Erkenntnisse und Erfahrungen in diesem Prozess, bringen Juliane dazu, nun auch endlich in ihrem Leben „aufzuräumen“, und sie dazu animieren, ein achtsameres Leben mit sich, anderen Menschen und der Natur zu führen.

Eine Amrum-Urlauberin besorgt ein Autogramm für ihre Tochter…

Für Gabriella Engelmann ist dies das zentralste Thema ihres Buches. „ Ich versuche in allen meinen Romanen eine Botschaft mitzuteilen, denn es sind nicht alles nur reine Unterhaltungsromane. In diesem Buch geht es speziell um Achtsamkeitstipps. Es geht einfach darum sich zu fragen, was es mit Menschen anrichtet, wenn man Dinge verschweigt und nicht nachfragt“, berichtet Engelmann.

Nach einer kleinen Pause, in der beide Autorinnen wieder fleißig signieren mussten, ging es mit dem Roman „Mirabellensommer“  und am Ende einem Auszug aus dem Küstenroman Teil 2 „Mutter bei die Fische“ von Marie Matisek weiter. Mirabellensommer baut auf ihren vorangegangenen Roman „Sonnensegel“ auf, indem Marie Matisek bereits die Amrumerin Marita in die Provence geschickt hat. „Mirabellensommer“ ist die Geschichte über Marita und Lucien und zwei weiteren eng befreundeten Familien in der Provence, den alteingesessenen Verbiers und den Babajous von der Elfenbeinküste. Bis die Liebe zwischen der Enkelin Julie der Verbiers und dem Sohn der Babajous entflammt. Doch die kulturellen Gräben sind zu tief…Nach einem bösen Streit beider Familien sind die jungen Leute plötzlich verschwunden…Natürlich fliesst auch hier wieder das nordische Element Nordsee und Amrum ein- denn wohin fliehen die jungen Leute – natürlich nach Amrum.

Gespräche mit Lesern…

Elfenbeinbeinküste, Südfrankreich und Amrum vereint in einem Roman. Orte, an denen man sich wohlfühlt: „Ich war zwar noch nie in Afrika, aber Amrum und Südfrankreich sind Orte für mich, an denen ich mich gern befinde, und zu denen ich persönliche Beziehungen habe. Man lebt mit dem Roman, den man schreibt und verbringt den ganzen Tag damit, sich da hineinzuversetzen“, so Marie Matisek. „“Und mir geht es einfach immer so, das ich gerne Romane schreibe, in denen ich mich selber wohl fühle“.

Am Ende der Lesung hatte ich noch die Gelegenheit mit beiden Autorinnen kurz persönlich zu sprechen – hier noch ein Mini-Interview:

Wie haben Sie beide sich kennengelernt und entschieden, Lesungen gemeinsam zu gestalten?

M+E: Wir sind mit unseren Romanen beim gleichen Verlag, bei Droemer-Knaur. Durch eine Marketing-Kampagne unseres Verlages, auf der unsere Romane vorgestellt wurden, haben wir Kontakt miteinander aufgenommen. Im letzten Jahr sahen wir uns direkt vor unserer ersten Lesung, sozusagen ein Sprung ins kalte Wasser. Aber: wir haben uns gesehen, gelesen und es war gut.  

Wie lange brauchen Sie für ein Buch bis alles richtig fertig ist?

Reine Schreibzeit ca. ein halbes Jahr, bis alles komplett als Buch fertig ist, insgesamt ein Jahr. 

Was unterscheidet Sie voneinander?

M: Ich bin die bodenständige Schreiberin. In meinen Romanen wird getrunken, gegessen, gestritten und manchmal gibt es auch eine kleine Prügelei.

E: Ich bin eher diejenige, die den Hang zur Spiritualität und Mystik hat, auch die friesische Mythologie interessiert mich sehr. 

Und was haben Sie beide gemeinsam?

Wir lieben es gut zu kochen und zu essen! Und natürlich unsere gemeinsame Liebe zur Nordsee und ihren Inseln!

Herzlichen Dank!

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Über Susanne Jensen

Susanne Jensen wurde 1965 in Hamburg geboren. In Appen bei Pinneberg aufgewachsen, kam sie nach der Erzieherausbildung 1985 auf die Nordseeinsel. Die Mutter von zwei erwachsenen Söhnen arbeitete anfangs einige Jahre in der Fachklinik Satteldüne. 1992 begann sie im Kindergarten Wittdün, wechselte 1998 in den neuen Kindergarten Amrum e.V., den sie dreizehn Jahre bis 2015 geleitet hat. Jetzt leitet Susanne das Jugendzentrum in Nebel.
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