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Kabarettist Sebastian Schnoy feierte seine gelungene Amrum-Premiere im Norddorfer Gemeindehaus…

Der Hamburger Kabarettist Sebastian Schnoy gehört zu einer ganzen Reihe von Kabarettisten, die in diesem Jahr erstmals im Amrumer Veranstaltungskalender zu Gast sind und somit ihre Premiere auf der Insel geben. Am vergangenen Montag war Schnoy mit seinem Solo-Kabarettprogramm „Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt“ im Norddorfer Gemeindehaus zu Gast. Das Gastspiel wurde ein voller Erfolg.

Gut besuchte Veranstaltung…

Allerdings fiel die Reise auf die Urlaubsinsel Amrum anfangs gar nicht so entspannt aus wie erhofft. Mit dem Auto von Hamburg kommend geriet Schnoy auf der B5 bei Tönning in einen Riesenstau. Als dann auch noch das Navigationsgerät mangels Empfang ausfiel wurde es doch noch etwas stressig . Folge, die Fähre um 15.00 Uhr legte leider ohne den Hamburger ab, der am Fährhafen in Dagebüll nur noch den Schornsteinen des Schiffes hinterher schauen konnte. Als er dann mit der nächsten Fähre fünf Minuten vor dem geplanten Veranstaltungsbeginn auf der Insel ankam, war natürlich Eile geboten. Mit einer kleinen Verzögerung von etwa zwanzig Minuten konnte die Veranstaltung dann im Norddorfer Gemeindehaus beginnen. Die Zuschauer zeigten jedoch Verständnis und wurden mit einem tollen Auftritt und einen breitgefächertem Kabarettabend belohnt.

Sebastian Schnoy

Sebastian Schnoy wurde im August 1969 in der Freien und Hansestadt Hamburg geboren. Er ist Kabarettist, Schriftsteller, Geschichtsjournalist und Moderator und wird gerne auch als Deutschlands schrägster Historiker bezeichnet. Der Vater von zwei Kindern ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in Hamburg-Altona. Vor mittlerweile zwanzig Jahren unternahm er 1997 als Stand-up-Comedian erste Schritte auf der Bühne. Es folgten Auftritte beim Quatsch Comedy Club oder im Schmidt-Theater auf der Reeperbahn. Inzwischen ist der Meister des gesprochenen und geschriebenen Wortes ist mit seinem abwechslungsreichen Kabarettprogrammen im gesamten deutschsprachigen Raum auf Solo-Tournee. Er war 2002 einer der Initiatoren des jährlich stattfindenden „Hamburger Comedy Pokals“, bei dem er auch als Moderator tätig ist. Darüber hinaus moderiert Schnoy bis heute regelmäßig den Quatsch-Comedy Club in Berlin und Hamburg und ist oft als Keynote Speaker für verschiedene Unternehmen im Einsatz. Als Autor von immerhin drei Werken die es bis auf die Spiegel-Bestsellerliste brachten, nähert es sich dem Thema auf sehr humorvolle Art und Weise an und sorgt so für Unterhaltung mit Niveau. Bei seinen Auftritten ist Schnoy nicht nur sehr vielseitig aufgestellt, sondern auch herrlich erfrischend politisch unkorrekt. Sein Repertoire reicht von Kabarett bis zu Comedy, von tiefschwarzem Humor bis zum politischen Tagesgeschäft.

In seinem zweistündigen Programm geht es thematisch um die irre Jagd nach dem Geld. Dabei zeigt Schnoy, mit welchen Tricks es Adel, Fabrikanten und Spekulanten in den letzten 3000 Jahren geschafft haben, sich ihre Taschen vollzustopfen und warum alle Versuche ohne das Geld zu leben, am Geld gescheitert sind. Das Thema wirft natürlich Fragen auf. Welche Rolle muss das Geld spielen, damit es keine Rolle mehr spielt? Was meinte Henry Ford, als er sagte: „Wenn die Menschen das Geldsystem verstehen würden, gäbe es eine Revolution, noch vor morgen früh.“ Schnoy gibt sich dabei alle Mühe mit kabarettistischem Blick diese Fragen zu beantworten.  Den knapp 150 Zuschauern hat dieser Abend jedenfalls sehr gefallen. Es wurde viel und vor allem herzlich gelacht. Im Anschluss ging das Programm mit viel Applaus zu Ende.

Bevor Sebastian Schnoy am Tag darauf mit der Nachmittags-Fähre zum nächsten Auftritt auf der Nachbarinsel Föhr weiterfuhr, nutzte der begeisterte Wassersportler die Chance, noch bei sommerlichem Wetter die Insel zu erkunden. Dabei hatten es ihm besonders der endlose Sandstrand und die Wassersportmöglichkeiten angetan. Ein weiterer Besuch der Insel ist bereits geplant.

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Über Andreas Buzalla

Andreas Buzalla ist ein waschechter Berliner. 1978 dort geboren, hat er unzählige Urlaube mit seinen Eltern auf der Insel verbracht. 2004 erfüllte er sich seinen großen Traum auf der Insel zu leben. Dazu absolvierte er eine Lehre zum Reiseverkehrskaufmann bei der AmrumTouristik. Heute arbeitet er als Assistent der Veranstaltungsleitung der AmrumTouristik. Seit 2004schreibt er als freier Journalist im Amrum-News Team.
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