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St. Martin hoch zu Roß

Kurz vor fünf, es wurde langsam dunkel, kamen viele kleine und große Kinder mit ihren Eltern und Freunden zur St.Clemens Kirche in Nebel und erhellten mit ihren Laternen das Dorf. Doch bevor Pastorin Thurid Pörksen die Gemeinde begrüßte, kam noch schnell das NDR Dorfgeschichten Team in die Kirche, die an diesem Nachmittag Nebel besucht hatten. Schnell und spontan spielte der Posaunenchor und die Kinder mit Eltern stimmten „ Ich geh mit meiner Laterne“ ein. Mit einem herzlichen Dank rauschte das NDR wieder ab, denn sie mussten noch die letzte Fähre bekommen.

Pastorin Pörksen hieß nun alle „Fernsehstars“ willkommen. Sie erzählte die Geschichte rund um St.Martin, der schon ganz ganz ganz alt sei und doch die Geschichte bis heute so präsent ist. Freudig erwartend rutschten die Kleinen auf den Bänken hin un her und konnten es kaum erwarten mit ihren Laternen los zu laufen. Begleitet vom Posaunenchor ging es durch Nebel, doch leider setzte der Regen ein. Zum Glück nur ein kurzer Schauer und alle waren der Jahreszeit entsprechend gut angezogen. So konnte auf dem Parkplatz des Kaufhaus Bendixen das kleine Schauspiel von St.Martin gezeigt werden: Der arme Bettler, Matthies Bendixen, streifte über den Platz. Er fror schrecklich und bekam zwar Handschuhe und Mütze doch das half nicht so recht. Die Kinder warteten gespannt und hörten dann das Pferdegetrappel von weitem. St.Martin, Liv Bendixen, kam hoch zu Roß mit einem langen Mantel. Er sah den armen Mann, teilte seinen Umhang und schenkte dem Bettler die Hälfte.

So wie vor hunderten von Jahren, doch ist es auch in der jetzigen Zeit immer noch ein aktuelles Thema. Wurden die Kinder mit ihren Laternen verzückt von dem Pferd, dachten vielleicht doch die älteren Kinder und Eltern einmal kurz nach was St.Martin da gemacht hatte. Gemeinsam ging es weiter zum St.Clemens Gemeindehaus. Hier lockte der Duft von warmen Kakao, Tee und leckeren Rosinenbrötchen die aus der nassen Kälte kommenden kleinen und großen Besucher des St.Martin Laternenumzuges hinein.

Auch in Norddorf machten die Mütter, Väter und Kinder der AOK Nordseeklinik einen Laternenumzug durch den Ort. Am Gemeindehaus wurde gesungen und mit vielen vielen bunten Laternen bot sich ein wundervolles Bild.

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Über Kinka Tadsen

Kinka Tadsen erblickte 1972 in Hamburg das Licht der Welt. Aufgewachsen ist sie dann auf Amrum. Abitur hat sie auf Föhr gemacht und sich für eine Fotografenlehre in Bad Oldesloe entschieden. Fotografen- und Lebenserfahrung hat sie in der großen weiten Welt auf diversen Kreuzfahrtschiffen als Bordfotografin gesammelt. 2003 folgte dann die Rückkehr nach Amrum. Seit 2008 gehört sie als freie Journalistin zum Amrum-News Team.

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