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Das klassische Liedermacher-Duo “Jean & Marie” präsentierten ihre erste CD …

Das Record Release Konzert vom Duo Jean & Marie im Amrum Spa lockte am vergangenen Mittwochabend viele Besucher an. Der deutsch-französische Sänger, Gitarrist und Liedermacher Jean Vallette und die japanische Konzertpianistin Marie Klée sind zwei Künstler, die aus ganz unterschiedlichen musikalischen Richtungen auf Amrum zusammengefunden haben, seit ca. zwei Jahren miteinander probten, texteten und musizierten, und nun dem öffentlichen Publikum das Ergebnis präsentierten.

Jean & Marie im Amrum Spa

Ihr Debütalbum mit dem Namen “Alles sind Kreise” verbindet deutschsprachiges Singer- und Songwriting mit klassischen Kompositionen zu einer spannenden Mischung aus Poesie und Klang.

Jean Vallette wurde 1983 in Nordhessen geboren, und wuchs in Marseille auf. Als Kind bekam er seine erste Gitarre geschenkt, und begann schon früh mit dem komponieren. In der Jugend als Bassist in einer Punkband tätig lernte er zusätzlich noch Klavier und Orgel spielen. 2003 gründete er in Bielefeld die Band “Plastikwasser” und sang dort eigene Stücke und veröffentlichte mit dieser Band auch sein erstes Studioalbum “30 Knoten”. Es zog ihn dann für eine Zeit lang nach Mexico, wo Vallette Gitarrenbau erlernte. Im Jahr 2007 ging er dann nach Berlin, um seine Musik weiter voranzutreiben. Im Jahr 2008 ging er unter dem Namen “Jean Lemon” auf Tour, spielte in Deutschland, Indien und Namibia. Ein Jahr später wurde Vallette Teil des Berliner Kunst und Kulturvereins Kollage e.V. und hatte seine eigene Bühne, in der er Konzertreihen veranstaltete und eine eigene CD produzierte. Neben der Musik begann Vallette 2010 noch ein Studium in Psychologie. Dann zog es Vallette zum leben, arbeiten und musizieren auf die Insel Amrum.

Marie Klée, Pianistin, Komponistin und Multi-Instrumentalistin wurde in Japan geboren und verbrachte dort ihre junge Kindheit. Bereits mit drei Jahren spielte sie Klavier. Sie erlangte den höchsten Preis in dem berühmtesten Klavier-Wettbewerb, dem PTNA in Japan in der jüngsten Kategorie der unter 7 jährigen. Sie selbst war da einmal gerade 5 Jahre alt. Ab dem sechsten Lebensjahr lebte Klée mit ihrer Familie in Seattle, USA und studierte später an der Toho School of Music in Tokyo. Der bekannte Pianist Bernard Roberts hörte Marie Klée spielen und bot ihr einen Studienplatz am Royal College of Music in London an. Weitere Studien folgten am Oberlin Conservatory of Music in Ohio, USA. Im Jahre 2004 waren alle Studien beendet, und sie begann ihre Karriere als Konzertpianistin historischer Tasteninstrumente, und lebte vier Jahre lang in New York. In Boston spielte sie in dem Kammerensemble “The Kalliope”, und begann zur gleichen Zeit eine eigene Konzert Serie “Beethovens Klavier Musik auf Original Instrumenten” in der Historical Instrumente Collection in Cambridge, England. Im Jahr 2008 ging Klée nach Deutschland um ihre Forschung an Beethoven und seinen Instrumenten zu intensivieren. 2011 wurde sie für den Westfield Fortepiano Preis in Amerika nominiert. Ein Besuch auf der Insel Amrum im Jahr 2014 brachte binnen drei Tagen ihre Entscheidung, auf Amrum zu bleiben, und begann hier damit erstmals eigene Stücke zu komponieren. 2015 lernten Vallette und Klée sich auf der Insel durch gemeinsame, musikalische Kontakte und Formationen kennen, begannen alsbald ihre Arbeit miteinander, und hatten im vergangenen Sommer ihr erstes gemeinsames Konzert als Duo Jean & Marie.

“Wir möchten Euch auf eine Reise mitnehmen, Euch berichten wie die Songs entstanden sind, und sich alles

Stück für Stück entwickelt hat”, so Vallette in seinen Begrüßungsworten an das Publikum. “Hier schließen sich heute die Kreise, sowie auch der Name unserer CD schon sagt”, so Vallette weiter.

Sanfte, leise Töne und Worte über das Leben und die Liebe, aber auch schwungvoll und rhythmisch vertonte Texte und Tangoklänge wie zum Beispiel “Sommermilango” oder “Nektar” gehörten zum musikalischen Repertoire. Zwischen den einzelnen Liedern erzählten Vallette und Klee kleine Geschichten, über die verschiedenen Inspirationen und die Improvisation der Stücke bis hin zum fertigen Ergebnis. “Für mich ist diese Form zu musizieren und die Musik noch einmal anders zu entdecken etwas ganz Neues. Es war und ist etwas ganz Besonderes und war das erste Mal”, erklärte Marie Klée den Zuhörern. Beide Künstler sind sich einig, dass das Zusammenbringen zweier Sichtweisen verschiedener musikalischer Hintergründe, das Hören, Fühlen, Denken, die Umsetzung und Improvisation eine spannende Herausforderung war, ist und bleiben wird. Viel wird es in Zukunft noch von dem klassischen Liedermacher-Duo zu hören geben. Auch wenn Jean Vallette die Insel als seinen noch jetzigen Lebensmittelpunkt bald verlassen wird, “Für gemeinsame Proben und Konzerte werde ich immer wieder auf die Insel kommen, und wir machen weiter zusammen Musik”, verspricht Vallette am Ende des Konzertabends dem Publikum.

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Über Susanne Jensen

Susanne Jensen wurde 1965 in Hamburg geboren. In Appen bei Pinneberg aufgewachsen, kam sie nach der Erzieherausbildung 1985 auf die Nordseeinsel. Die Mutter von zwei erwachsenen Söhnen arbeitete anfangs einige Jahre in der Fachklinik Satteldüne. 1992 begann sie im Kindergarten Wittdün, wechselte 1998 in den neuen Kindergarten Amrum e.V., den sie dreizehn Jahre bis 2015 geleitet hat. Jetzt leitet Susanne das Jugendzentrum in Nebel.
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