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	<title>AmrumNews &#187; Satire</title>
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	<description>Online-Zeitung der Insel Amrum</description>
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		<title>Sommernachlese &#8211; Strandleben&#8230;(ck)</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 06:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Amrumer Strand &#8211; endlose Weite &#8211; Platz für alle! Hier findet jeder eine ruhige Ecke. Wir liegen auf unseren Handtüchern und genießen den Wind und das Meer und vor allem  die Ruhe. „Ach, haben wir das gut,“ murmel ich  und <a rel="nofollow" href="http://www.amrum-news.de/2009/09/14/sommernachlese-strandleben-ck/">...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px;"><span style="font-family: Arial, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, fantasy; font-size: 10px;">Der Amrumer Strand &#8211; endlose Weite &#8211; Platz für alle! Hier findet jeder eine ruhige Ecke. Wir liegen auf unseren Handtüchern und genießen den Wind und das Meer und vor allem  die Ruhe. „Ach, haben wir das gut,“ murmel ich  und seufze dabei zufrieden. </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 5.0px 0.0px; font: 10.0px Arial;">&#8220;Hier!? &#8230; hier!, &#8230;Hier!?&#8230;. oder sollen wir hier?&#8221; Genervt öffne ich mein rechtes Auge. &#8220;Ja, hier!&#8221; &#8221; Aber das ist doch wieder so nah an den Leuten da.&#8221; Ich spüre förmlich das Zeigen mit dem Kopf in unsere Richtung. Bis eben lagen wir noch entspannt auf unseren Handtüchern und dösten vor uns hin. Aus! Vorbei mit der Ruhe!&#8221; denke ich und blinzle jetzt mit beiden Augen in Richtung unserer neuen Strandnachbarn. Mutter, Tochter und Oma mit Enkelkind sind mit Sack und Pack eingetroffen und haben für die Standortwahl erst einmal den Familienrat einberufen. Warum um alles in der Welt  sich das 4-Generationen-Paket nun direkt neben uns niedergelassen hat, obwohl neben uns noch 200 m frei sind, bleibt mir ein Rätsel. Nach dem ersten Nachbarschafts-Check schließe ich meine Augen wieder. „Gleich gehen bestimmt alle zum Baden ins Wasser. Dann wird es wieder etwas ruhiger“, überlege ich, haue mich  aufs Ohr und falle in einen leichten Schlaf, bevor ich von einem Dröhnen und Vibrieren wieder geweckt werde. Wildes Rumgetrampel neben meinem Kopf &#8211; zumindest kommt es mir so vor &#8211; holt mich aus meinen Träumen. Unsere Strandnachbarn gehen mit beiden Füßen anscheinend selbstbewusst durchs Leben. Hoffentlich wohnen sie zu Hause im Erdgeschoss oder in einer eigenen Hütte. Nebenan marschiert Mutti mit der Schaufel im Kreis und scheint das Grundstück abzustecken. Wenn sie bisher kein Wohneigentum hatten, dann fangen sie spätestens jetzt an zu bauen. Wilde Schippgeräusche lösen das Dröhnen ab. Ich blinzle wieder und bereue meine Neugier auch schon. Wahrscheinlich haben sie gemerkt, dass ich luscher. Wusch, schon habe ich mit Unterstützung des Windes &#8216;ne Schippe Sand im Gesicht. &#8220;Oh, Entschuldigung&#8221; höre ich die Chefin des Bauunternehmens sagen, während ich die Lider jetzt weder auf noch zukriege. Die kleinen feinen Sandkörner gravieren gerade das Wort AUA in mein Sehorgan. Während ich mit meinen tränenden Augen beschäftigt bin, gibt Muttern aber richtig Vollgas. Scheint ein Terminauftrag zu sein. Selbst Hilfe ist unerwünscht. &#8221; Mensch Lukas, lass das, wenn ich das hier mit der Schaufel glatt mache, musst du das nicht alles wieder kaputttrampeln!&#8221;<span style="font: 12.0px Times New Roman;"><br />
</span>Mittlerweile kann ich wieder gucken. Lukas ist noch klein und greift nach der Schippe. Schließlich bauen doch die Kinder die Strandburgen, ist in seinem kleinen Trotzgesicht zu lesen. &#8221; Laaangweilich&#8221; sagt Lukas und schaufelt mit seinen Füßen Sand in meine Richtung. Der Wind erledigt den Rest. AUA!<span style="font: 12.0px Times New Roman;"><br />
</span>Mutti kriegt nichts mit. Sie ist im Bauwahn. Eins muss ich ihr lassen. Sie ist schnell und sie baut tief, denn sie ist in ihrer Kuhle nicht mehr zu sehen. Das lässt vermuten, dass die Burg wohl einen Keller bekommen soll. Jetzt wird der Rest der Familie zum Muschelsuchen geschickt. Aha! Anscheinend soll noch verklinkert werden. Jaja, der gute alte Muschelklinker. Oma ist kurze Zeit später wieder zur Stelle und erklärt Lukas gerade ein L aus den unterschiedlichsten Kalkschalen. &#8221; Laaaangweilich!&#8221; sagt Lukas und buddelt mit den Füßen im warmen Sand. Ich bin lernfähig und schaffe es rechtzeitig meine Augen zu schließen. Der Sand im Ohr stört mich weniger. &#8221; Hier hast du einen Keks!&#8221; wird Lukas abgefertigt. Damit ist er erstmal beschäftigt &#8211; 2 Minuten. Ich beobachte ihn aus meiner Liegeposition, wie er sich den Butterkeks komplett in den Mund stopft und ihn anschließend großflächig um die Lippen schmiert. Ihm schmeckt´s!  Erneut spielt er mit den Füßen im Sand und testet mein Reaktionsvermögen bei jeder Windbö. Mittlerweile habe ich mich auch auf sein „laaaaangweilich“! eingeschossen. Meine Reaktion ist nun wirklich fantastisch. Oma erhöht allerdings den Schwierigkeitsgrad. &#8221; Lukas, komm schnell gucken, eine Qualle!&#8221; ruft sie plötzlich aufgeregt. Lukas sprintet los. Wusch! AUA! Das ist unfair, wo war das &#8220;laaaangweilich&#8221;.<span style="font: 12.0px Times New Roman;"><br />
</span>Nun hab ich doch endgültig die Nase voll. Ich setze mich auf und beobachte unsere Kinder im Wasser. &#8221; Du hast Sand im Ohr&#8221;, macht mein Mann mich darauf aufmerksam. Er hat anscheinend nichts von der Baustelle nebenan mitbekommen. Unsere Kinder haben vom Baden auch genug und kommen angerannt. Ich genieße es , dass die beiden alt genug sind, um sich selbst zu beschäftigen und keinen Keks mehr brauchen. Ich lege mich entspannt wieder auf mein Handtuch und schließe die Augen, die sich vom vielen Blinzeln langsam erholen. &#8221; Mama, ich habe Hunger&#8221; lässt mein Jüngster verlauten. Und ich höre mich sagen: &#8221; Dann nimm dir &#8216;nen Keks!&#8221; Ich öffne mein rechtes Auge und blinzle ihn an. &#8221; Langweilig&#8221; sagt er und verpasst mir mit seinen Füßen eine Ladung Sand ins Gesicht. Oh man! Jetzt reichts aber!&#8221; schreie ich und springe wütend auf. Und während mich meine Familie erstaunt ansieht, höre ich Oma von nebenan: &#8220;Meine Güte, was ist die Frau gereizt, die hat den Urlaub aber dringend nötig!&#8221;</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 5.0px 0.0px; font: 10.0px Arial;">Carmen Kein für Amrum-News</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 10.0px Arial; min-height: 11.0px;">
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		<title>Wenn wir unsere Journalistin Carmen Klein mal von der Insel lassen&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 07:38:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein außergewöhnliches kosmetisches Erlebnis.
Haben sie auch manchmal das Gefühl, sich mal was richtig Gutes gönnen zu müssen? Eine entspannende kosmetische Behandlung für das Gesicht zum Beispiel? „Genau das Richtige“, hatte ich mir so im Urlaub auf dem Festland gedacht. „Nur <a rel="nofollow" href="http://www.amrum-news.de/2009/02/10/wenn-wir-unsere-journalistin-carmen-klein-mal-von-der-insel-lassen/">...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein außergewöhnliches kosmetisches Erlebnis.</p>
<p>Haben sie auch manchmal das Gefühl, sich mal was richtig Gutes gönnen zu müssen? Eine entspannende kosmetische Behandlung für das Gesicht zum Beispiel? „Genau das Richtige“, hatte ich mir so im Urlaub auf dem Festland gedacht. „Nur für mich“, schwelgte ich dahin. Bei den Preisen kam ich dann auch zu dem Entschluss, dass es auch nur für mich reichen würde. Egal, ich wollte mich mal so richtig verwöhnen lassen.</p>
<p>„Mit unserer hochwertigen Kosmetik und den ausgefeilten Behandlungsmethoden bieten wir Ihnen ein außergewöhnliches kosmetisches Erlebnis mit einem optimalen Resultat für Ihre Haut“ prangte es mir am Tresen des Beautybereichs unserer Ferienanlage entgegen. Ich war beeindruckt und schlängelte mich gedanklich auf der Angebotsliste durch Extrem-Harmonie-Behandlung, Rosenquarz-Gesichtmassage und Schokoladenmaske und entschied mich für die 80-minütige Schönheitsbehandlung Luxus. Wenn Titanic, dann erster Klasse! Wenn meine Haut hinterher so schön glatt ist, wie die neuen 50 Euro Scheine, die ich über den Tresen schob, dann hätte sich die „Krötenwanderung“ in die Kosmetikkasse ja gelohnt.</p>
<p>Mit der Aussicht auf diesen Beauty- und Wellness-Genuss folgte ich der wandelnden Werbepuppe für Superkosmetik mit dem makellosen Porzellan &#8211; Make-up, den Trauerrändern um die Lider und dem knalligen Erdbeermund in die Beauty-Gemächer. Sphärische Klänge, Räucherstäbchen und Kerzenlicht tauchten um mich herum auf. Erwartungsvoll nahm ich Platz in einem großen weißen Stuhl. „Jetzt geht’s los mit dem Verwöhnen!“, dachte ich und entspannte mich zusehends. Frau Superschön deckte meinen Oberkörper mit Handtüchern ab. „Soll ich ihnen die Wimpern schwarz färben?“ Wimpern schwarz färben? Ich hatte doch schwarze Wimpern. „Dann wirken sie länger und etwas voller“, empfahl sie mir diese Beauty-Idee. Na, denn mal los. Zuvor unterzog sie mich noch einer Hauttypanalyse. „Sie sollten nicht soviel rauchen, ihre Haut ist sehr grau!“ Ich konnte mich nicht daran erinnern, jemals eine Zigarette geraucht zu haben und erst gestern hatte meine Freundin mir bestätigt, dass ich immer noch so schön braun sei, oder hatte sie grau gesagt? Leider konnte die aufrichtige Dame nicht meinen entsetzten Blick sehen, denn ich war mit Wattepads schon völlig lahm gelegt. Von meinen Augen lugten nur noch die Wimpern hervor. „Ich mach jetzt die Farbe drauf. Die muss dann eine halbe Stunde einwirken. Bitte machen sie auf keinen Fall die Augen auf!“, ermahnte sie mich eindrücklich, während ein Wasserkocher relativ warme feuchte Luft in mein Gesicht dampfte. „Ich lasse sie jetzt 30 Minuten allein. Bitte öffnen sie auf keinen Fall die Augen, sonst läuft ihnen die Farbe hinein und das brennt sehr stark!“ „Na super“, dachte ich. Nun lag ich da, zugedeckt mit Handtüchern, Wattepads und Wasserdampf. Über mir sprudelten sphärische Klänge, die sich nach fünf Minuten &#8211; oder waren es schon 10 Stunden? &#8211; immer wieder gleich anhörten. Mir ging das unmusikalische Gebimmel aus den Lautsprechern über mir jedenfalls langsam auf die Nerven. Also konzentrierte ich mich darauf, meine Augen nicht aufzumachen, während ich vom Wasserdampf langsam aufweichte.</p>
<p>Ich schwöre! Ich habe die Augen zu keiner Zeit auch nicht einen klitzekleinen Spalt geöffnet. Wasser sucht sich nun mal seinen Weg. Auch die Tropfen auf meiner Haut, die sich durch den Kocher neben mir in meinem Gesicht bildeten. Und da! Es musste ja passieren! Er lief direkt darauf zu! Ein Tropfen! Auf mein Auge! Mitten rein und hatte &#8211; richtig &#8211; Farbe im Schlepptau! Jedes einzelne Farbpigment konnte ich spüren, während die halbe Stunde zu einer Ewigkeit wurde. Dann kam die Erlösung. Das Porzellangesicht nahm mir die Watte von den Augen und tupfte an mir herum. „Sehr schön, das sieht ganz toll aus“, freute sie sich. Ich war beruhigt. Na, das schien sich ja schon mal gelohnt zu haben. Auch der Wasserkocher belästigte mich nicht mehr.</p>
<p>Frau Superschön machte sich an meine Haut. Während sie in meinem Gesicht rumdrückte, wünschte ich mir wieder die Farbe ins Auge. Anscheinend holte sie die Mitesser aus der untersten Hautschicht. Jedenfalls rutschte ich fast vom Stuhl. “Was machen sie da eigentlich?“, quäkte ich kaum verständlich zwischen ihren Fingern hindurch, während sie gerade links neben meinem Nasenloch quetschend, scheinbar mit ihrem gesamten Körpergewicht, mit dem Mitesser kämpfte. Mir schossen die Tränen samt Farbpigmente in die Augen. Völlig erschöpft und halbwegs blind setzte ich mich wieder aufrecht in den Stuhl. „Jetzt nur noch die Augenbrauen zupfen“, erklärte Frau Superschön. Ich atmete auf, nur noch Augenbrauenzupfen. Eine Minute später wusste ich, wie sich ein Huhn fühlen muss, wenn es lebendig gerupft werden würde. Ich weiß nicht, was ich für Augenbrauen hab, aber nach den Schmerzen zu urteilen müssen sie Wurzeln wie Dünengras haben. Frau Superschön war begeistert. Ich würde jetzt ganz toll aussehen, meinte sie und versuchte meine Schönheitsfolter Luxus mit einer angenehmen Kopfmassage wettzumachen.</p>
<p>Kurze Zeit später schaute ich in den Spiegel und betrachtete meine wunderschön geschwollene Haut. Besonders an Kinn und Nase sorgten die roten Schwellungen für ein erfrischendes Farbspiel. Die graue Haut war verschwunden. Unter meinen Augen machten sich meine Augenringe aus Wimpernfarbe wirklich gut. Auch mein Mann fand, die Behandlung hätte sich gelohnt. „Super, Schatz! Deine Tränensäcke sind jetzt viel besser zu sehen“, freute er sich für mich.</p>
<p>Die Qualität der Farbe war fantastisch. Meine Augenringe hielten sich fast fünf Tage. Die Schwellungen und Rötungen ließen dann allerdings doch rasch nach und meine graue Haut kam wieder zum Vorschein. Da nützte auch die von Frau Superschön empfohlene Intensiv-Pflegeserie Faltenfrei für die Mischhaut mit Hyper-Hybrid-Anti-Aging-Kügelchen, Microsilver 3000-Wirkstoff und dem bekannten Hula-Hula-Serum der Firma Ultrateuer nichts. Trotzdem, es hatte sich wirklich gelohnt &#8211; für das Kosmetikstudio!</p>
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