Mit dem offiziellen Ansegeln stiegen am Wochenende die Kinder und Jugendlichen des Amrumer Segel- und Regatta Vereins in die Segelsaison 2008 ein (Artikel vom 04.06.2008)
Zur Zeit verwöhnt das anhaltende Hochdruckwetter mit strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Wer verspürt da nicht den Drang an, ins oder aufs Wasser zu gehen. Für die Kinder und Jugendlichen des Amrumer Segel- und Regatta Vereins fand am vergangenen Sonntag, bei optimalen Windverhältnissen, das offizielle Ansegeln vor Steenodde statt. Voller Segeldrang wurde für die Optimisten, Jollen und Laser (Jollen) und Hobiecats aus Privat- und Vereinsbeständen der Winterschlaf beendet. Der zweite Vorsitzende des Vereins, Peter Lückel, freute sich über den traumhaften Start und wünschte den Segel-Fans eine durchweg schöne Sommersaison 2008. Zudem begrüßte er fünf Jungen und zwei Mädchen als Neuzugang der Optimistengruppe recht herzlich und forderte für sie Hilfe und Rücksichtnahme bei denen ein, die schon länger dabei sind. Beim Ansegeln halfen dann auch alle tüchtig mit, um die Boote aufzutakeln. Immerhin hat der ASRV zur Saison rund 40 Kinder und Jugendliche auf dem Wasser.
Für weitere Interessierte besteht zwar die Möglichkeit zur Anmeldung, doch sei das mögliche Kontingent für diesen Sommer voll ausgeschöpft, so Lückel. Das Material des Vereins ist zudem begrenzt. Altersuntergrenze für Bewerber- und Bewerberinnen ist aktuell die zweite Schulklasse.
Die Stufung des Segelnachwuchses in verschiedene Alters,- und Leistungsklassen hat sich bestens bewährt. Als Grundlage steht der Einstieg, je nach Leistungs- und Kenntnisstand, in die Optimistenklasse. Um den Jugendlichen eine altersgerechte Steigerung zukommen zu lassen und sie so dauerhaft für den Segelsport zu begeistern, verfügt der Verein über eine neun Personen starke Jollengruppe.
Dieser hat sich Heike Krüger angenommen, die seit dem Frühjahr durch Henning von der Weppen (Jugendwart des Amrumer Yacht Club) tatkräftig unterstützt wird. Die Teilnahme an einer Segelregatta auf Föhr liegt bereits hinter ihnen. “Wir bauen die Gruppe von unten komplett neu auf. Fast alle die bisher in der Jollengruppe waren, sind durch den Besuch von Schulen oder Ausbildung auf dem Festland erstmal ausgestiegen. Das bedeutete für die Crews, dass sie erstmal ins “kalte Wasser” springen mussten und nicht auf erfahrene Segler zurückgreifen konnten”, erklärte Krüger.
Das klare Ziel des Vereins ist es, die Kinder- und Jugendlichen der Insel an den Segelsport heranzuführen und ihnen damit einen positiven Freizeitaspekt zu bieten. Dass dies auch gut angenommen wird, zeigt die gute Segelkameradschaft in den Gruppen. Lückel vertritt hier klar die Meinung, “wenn man schon auf einer Insel wohnt, sollte eine Wassersportart auf alle Fälle zum Freizeitinhalt gehören. Und mit dem Areal vor Steenodde hat der Verein einen idealen Segel- und Ausbildungsstandort”.
Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers