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Viele Besucher beim Steenodder Molenfest, dann kam der große Regen…

Volle Mole...

Volle Mole…

Eigentlich geht es im kleinen Kapitänsort Steenodde, im Osten der Insel gelegen, relativ ruhig und entspannt zu. Eigentlich, denn einmal im Jahr wird es hier im sonst so beschaulichen Steenodde richtig trubelig. Viele Autos sind dann von Süddorf aus in den kleinen Hafenort unterwegs, Hunderte von Fahrrädern stehen am Fuße des „grünen Deichs“ geparkt und Menschenmengen schlendern über bzw. verweilen auf der alten Mole.

Sieben Papierboote waren dieses Jahr am Start...

Sieben Papierboote waren dieses Jahr am Start…

Und zwar immer dann wenn hier das alljährliche Steenodder Molenfest stattfindet, für manch einen Amrumer übrigens das schönste der Amrumer Dorffeste. Am vergangenen Samstag war es nun wieder soweit und ab 15.00 Uhr wurde den zahlreichen Besuchern auf dem Sommerfest des Segelvereins ASRV wieder einiges geboten. Neben vielen Ständen zum Bummeln wurde natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt. Darüber hinaus wurden zahlreichen Attraktionen wie z.B. dem Kinderschminken beim Kinderprogramm der AmrumTouristik oder spannende Bootsregatten in der Piraten- und Optimisten-Klasse, bei denen der Wassersportnachwuchs von der Insel wieder tolle Leistungen zeigte, geboten. Der auf Amrum stationierte Seenotrettungskreuzer „Ernst Meier-Hedde“ hatte direkt am Molenkopf festgemacht und lud bis um 18.00 Uhr zum Open Ship ein. Das Interesse war zwischenzeitlich wieder so groß, dass es sogar zu längeren Warteschlangen kam.

Open Ship auf der Ernst Meier-Hedde

Open Ship auf der Ernst Meier-Hedde

Der stimmungsvolle Höhepunkt des Steenodder Molenfestes ist seit vielen Jahren die traditionelle Papierbootregatta, bei der wieder tollkühne Kapitäne und Matrosen versuchten, mit selbstgebauten Papierbooten die markierte Wettkampfstrecke möglichst schnell und unbeschadet zu überstehen. In diesem Jahr ging ein starkes Feld von insgesamt sieben Booten bei Hochwasser um 15.15 Uhr an den Start und lieferten sich einen spannenden Kampf um den Sieg! Darunter waren in diesem Jahr auch gleich drei Boote der Amrumer „Öömrang Skuul“ sowie der „Kinderfachklinik Satteldüne“. Anders als in den Vorjahren hatten die Bootsbauer im Vorfeld aber ganze Arbeit geleistet, denn trotz des harten Wettkampfs erreichten alle sieben Papierboote unbeschadet das Ziel am Steenodder Strand. Es war natürlich wieder ein Riesenspaß für alle Teilnehmer und Zuschauer.

Nach dem Regen... Shanty-Chor gebadet

Nach dem Regen… Shanty-Chor gebadet

Ab 18.00 Uhr sorgte der Amrumer Shantychor für Stimmung, jedenfalls solange bis der große Schauer mit sintflutartigem Regen einsetzte, der binnen Minuten das ganze Fest unter Wasser setzte. Zuerst versuchten die Musiker noch tapfer gegen den Wind und Regen anzukämpfen, mussten aber dann doch gegen 18.20 die weiße Flagge hissen und vor dem Wetter kapitulieren. Schlimmer noch, der Regen war so stark, dass das Wasser in Lampen, Technik und Kabel eingedrungen war. An Livemusik bzw. Musik des für die Abendstunden eingeplanten DJ`s war so natürlich leider nicht mehr zu denken.

Nach dem Regen kam der Regenbogen...

Nach dem Regen kam der Regenbogen…

Nach einer längeren Regenunterbrechung sang der Shantychor „unplugged“ noch einige Shanties bevor das Konzert leider viel zu früh aber aus verständlichen Gründen vorzeitig zu Ende ging. „Der Amrumer Shantychor ist in schwere See geraten, zum Glück nur auf der Bühne der AmrumTouristik und nicht auf offener See“, scherzte Shantychorleiter Rüdiger Sokollek nach dem Konzert. Und ergänzte mit einem verschmitzten Lächeln: “Ein großer Teil der Zuschauer ist leider über Bord gegangen, konnte sich hoffentlich aber noch ans trockene Ufer retten“!

Die Besucher des Festes versuchten sich währenddessen irgendwie und irgendwo ins trockene zu retten oder unterzustellen. Bei den Wassermassen die da vom Himmel kamen aber meist ohne Erfolg! Auch die Veranstaltungsbühne bot kaum Schutz vor dem Regen der von allen Seiten zu kommen schien. Viele Stände waren so nass geworden, dass die Händler abbauen mussten und viele der Besucher waren völlig durchnässt und machten sich vorzeitig auf dem Heimweg.

Land unter, die Schutzstation Wattenmeer nimmts mit Humor...

Land unter, die Schutzstation Wattenmeer nimmts mit Humor…

Und so musste die AmrumTouristik das Fest offiziell gegen 18.30 Uhr beenden. Einige wenige Stände unter ihnen aber auch der „Bierpilz“ ließen sich die gute Stimmung nicht verderben und  machten noch etwas weiter. Trotz des Regens war es bis dahin ein sehr schönes Molenfest gewesen, auf Wiedersehen im nächsten Jahr!

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Über Andreas Buzalla

Andreas Buzalla ist ein waschechter Berliner. 1978 dort geboren, hat er unzählige Urlaube mit seinen Eltern auf der Insel verbracht. 2004 erfüllte er sich seinen großen Traum auf der Insel zu leben. Dazu absolvierte er eine Lehre zum Reiseverkehrskaufmann bei der AmrumTouristik. Heute arbeitet er als Assistent der Veranstaltungsleitung der AmrumTouristik. Seit 2004schreibt er als freier Journalist im Amrum-News Team.
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