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Rückblick auf Erfolge und Sicherheit auf See – Mitglieder der Insel- und Halligkonferenz zu Gast auf Gröde

Volker Mommsen, Bürgermeister Gemeinde Gröde (li.) und Manfred Uekermann, Vorsitzender der Insel- und Halligkonferenz (re.) vor Gröde.
(oto: Eckelt/IHKo

Der Einladung von Bürgermeister Volker Mommsen auf Gröde zu tagen, sind wir sehr gerne gefolgt, begrüßt der Vorsitzende Manfred Uekermann die Mitglieder der Insel- und Halligkonferenz (IHKo) zu ihrer Frühjahrsversammlung. Hier beginnt das abwechslungsreiche Programm der Mitgliederversammlung mit einem Rundgang über die Hallig und Informationen zu aktuellen Projekten und Herausforderungen auf Gröde wie Warftverstärkung, Denkmalschutz oder demographischer Wandel und die Möglichkeiten zum Erwerb von Wohneigentum in Erbpacht. Spannende Themen, die auch auf den anderen nordfriesischen Inseln und Halligen sowie Helgoland intensiv diskutiert werden und das Wirken der Gemeinden bestimmen.

In seinen 30 Jahren als Bürgermeister hat Mommsen als einer der wenigen noch heute im Verein Aktiven, die Insel- und Halligkonferenz seit ihrer Gründung 2002 begleitet. „Der Erfolg der Insel- und Halligkonferenz beruht auf der starken Gemeinschaft, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Mit dem geschlossenen Auftreten nach außen sind auch die Bedeutung und das politische Gewicht gewachsen. Davon profitieren gerade die kleinen Insel- und Halliggemeinden“, betont Mommsen bei seiner Begrüßung auf Gröde.  Auf die vielfältigen Themen und Erfolge der vergangenen 16 Jahre blickt auch Uekermann mit einem guten Gefühl zurück. „Wir haben sehr viel erreicht, auch wenn die Erfolge nicht immer sofort sichtbar sind. Veränderungen brauchen ihre Zeit“, gibt er den Mitgliedern zu bedenken. Im Mittelpunkt aller Aktivtäten und Projekte steht das Ziel, gemeinsam die Region Uthlande und die Insel Helgoland weiterzuentwickeln und für die Herausforderungen der Zukunft sicher aufzustellen. Daraus ergibt sich eine Vielfalt an Themen mit denen sich die Insel- und Halligkonferenz beschäftigt. Das Spektrum erstreckt sich von Küstenschutz, Mobilität, Verkehrsanbindung, über Breitband- und WLAN-Versorgung bis zu touristischen Konzepten, Nationalpark Partner sowie die medizinischen Notfallversorgung der Inseln und Halligen.

Ein Erfolg der IHKo ist beispielsweise, dass sich die Luftrettungszeiten durch eine Änderung der Alarm- und Ausrückeordnung verkürzt haben, wovon nicht nur die Halligen profitieren. Zur Unterstützung der Arbeit der Insel- und Halligkonferenz werden Studien und Projekte durchgeführt, aber auch sehr viel Wert auf die Vernetzung mit anderen Organisationen gelegt. Durch die Mitarbeit in verschiedenen nationalen und internationalen Gremien – wie beispielsweise der Arbeitsgruppe Strategie Wattenmeer 2100 oder dem Wattenmeerforum, ist der Verein gut vernetzt und kann damit seinen Wirkungsbereich vergrößern. Zudem hatte die Insel- und Halligkonferenz eine wesentliche Rolle bei der Einrichtung des Havariekommandos in Cuxhaven. „Auch wenn es hier immer noch Verbesserungsbedarf gibt, wie die schlechten Erfahrungen aus der Rettung der „Glory Amsterdam“ zeigen, so sind wir mit der Arbeit des Havariekommandos überwiegend zufrieden“, sagt die Geschäftsführerin Natalie Eckelt.

Um ihre Unverständnis zu unterstreichen, dass die Strandung der „Glory Amsterdam“ trotz eines bestehenden maritimen Unfallmanagements nicht verhindert werden konnte, unterstützen die Mitglieder der Insel- und Halligkonferenz einen Beschluss des nordfriesischen Kreistages. Darin werden unter anderem von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die zeitnahe und umfassende Aufklärung der Hintergründe für diesen unfassbaren Vorgang sowie dringende Verbesserungsmaßnahmen beim Unfallmanagement erwartet.  Gleichzeitig erneuert die Insel- und Halligkonferenz ihre Forderungen nach einer nationalen Küstenwache und der Sicherung der Nordflanke durch einen zusätzlichen vor der nordfriesischen Küste stationierten Notschlepper. Aktuell wird die mangelhafte Sicherheit auf der Nord- und Ostsee durch einen Engpass bei der Schifffahrtsverwaltung deutlich. Die beiden Nordsee Mehrzweckschiffe „Mellum“ und „Neuwerk“ sind in der Werft und die „Scharhörn“ wurde vorübergehend von der Ostsee nach Helgoland verlegt. Das ist für die Insel- und Halligkonferenz jedoch keine akzeptable Lösung, da somit die Sicherheit auf der Ostsee gefährdet wird. Uekermann hat die leise Hoffnung, dass durch das Versagen bei der Sicherung der „Glory Amsterdam“, Bewegung in die Bundes- und Landesbehörden kommt.

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