TV-Tipp: “Generation Zukunft – Mein freiwilliges Jahr für die Natur”. Fünfteilige Doku-Reihe zeigt Freiwilligendienst auf Amrum …

Jetzt bloß nichts fallen lassen… Selbst bei der Wattkartierung im tiefen Schlickwatt war das Filmteam mit dabei. ©Angela Graas-Castor

Ein Jahr lang begleitete ein Filmteam des deutsch-französischen TV-Senders arte zwei Freiwillige der Schutzstation Wattenmeer während ihres Freiwilligendienstes auf Amrum. Nun ist die fertige Reportage in der arte Mediathek zu sehen.

Vom Abschied von der Familie, über die Ankunft auf der Insel, die ersten zaghaften “Gehversuche” in Richtung Selbständigkeit bis hin zu routinierter Gelassenheit und schließlich der Einarbeitung der Nachfolger*innen war das kleine Drehteam im Auftrag von arte an der Seite der FÖJ-lerinnen Svenja und Liv mit dabei. Vom Sommer 2023 bis August 2024 kamen Redakteurin Angela Graas-Castor und ihr Team insgesamt viermal für einige Tage auf die Insel und erlebten so den Wechsel der Jahreszeiten und die Entwicklung der jungen Leute mit. Wichtige Erlebnisse, bei denen das TV-Team nicht dabei sein konnte, hielten die Freiwilligen in einer Art Videotagebuch mit ihrer Handykamera fest.

Noch bis zum 06.09. kann man Svenjas FÖJ-Erfahrungen und ihre Entwicklung in der arte-Mediathek verfolgen. ©Angela Graas-Castor

“Die Dreharbeiten waren eine schöne und spannende Erfahrung für mich. Am Anfang musste ich mich erst daran gewöhnen, die Kameras auszublenden und nicht ständig reinzuschauen. Außerdem war es gerade in der Einarbeitungszeit auch mal anstrengend, wenn zu all den neuen Eindrücken auch noch eine Kamera dazukam. Aber mit der Zeit ging das alles immer besser.”, fasst Svenja die ersten Drehtage zusammen.

Liv (links) und Svenja (rechts) beim Interview am Strand. Neben all den Herausforderungen stand der Spaß am Ende immer im Vordergrund. ©Angela Graas-Castor

Lange überlegen musste sie trotzdem nicht, ob sie bei der Dokumentation mitmacht. “Im Frühjahr 2023 bekam ich eine Email von unserem FÖJ-Leiter, ob ich mir vorstellen könnte, von einem Filmteam begleitet zu werden. Ich fand es eine schöne Vorstellung, dass mein FÖJ-Jahr professionell dokumentiert und für die Zukunft festgehalten wird – also habe ich zugesagt.” Mit dem Ergebnis ist Svenja auch sehr zufrieden: “Ich hoffe, dass die Dokumentation dazu beiträgt, mehr Leute in meinem Alter von einem FÖJ zu überzeugen, da ich es wirklich jedem absolut empfehlen kann!”, resümiert Svenja ihr Jahr auf der Insel.

Die erste eigene Wattführung bleibt jetzt nicht nur in Svenjas Erinnerung, sondern ist dank des Filmteams auch für Ewigkeit dokumentiert. ©Angela Graas-Castor

Neben Svenja und Liv begleitete das Drehteam auch weitere Freiwillige. Insgesamt fünf Jugendliche aus Deutschland und Frankreich stehen im Fokus der fünfteiligen Reihe “Generation Zukunft – Mein freiwilliges Jahr für die Natur”. Ihre Einsatzorte sind eine Auffangstation für verletzte Seevögel und ein Bio-Bauernhof in Frankreich, sowie ein Walderlebniszentrum und ein Schulbauernhof in Süddeutschland. Sie alle eint die Motivation, etwas sinnstiftendes und ökologisch wertvolles in ihrem Jahr Auszeit zu machen.

Auch im Winter war das arte-Team da – die Minusgrade machten so manchen Dreh zur echten Herausforderung. ©Angela Graas-Castor

Die meisten, so wie Svenja, haben gerade die Schule beendet und nutzen die Zeit zur Selbstfindung und Orientierung. Ob sich die Erwartungen der Freiwilligen an die Einsatzstelle und sich selbst erfüllt haben, können Sie noch bis zum 06. September 2025 in der arte Mediathek in “Generation Zukunft – Mein freiwilliges Jahr für die Natur” sehen. Und wer selbst Lust bekommen hat, einen Freiwilligendienst bei der Schutzstation Wattenmeer zu machen, oder jemanden kennt, der findet weitere Informationen auf der Webseite.

Hier kommen Sie direkt zur ARTE Dokumentation: https://www.arte.tv/de/videos/113162-001-A/generation-zukunft-mein-freiwilliges-jahr-fuer-die-natur-1-5/

 

Über Nina Löschner

Nina Löschner kam 1989 kurz vor dem Mauerfall in Ost-Berlin zur Welt. Aufgewachsen auf dem Brandenburger Land zog es sie nach der Schule zurück in die Hauptstadt. In Berlin studierte sie Kunstgeschichte und Englisch, arbeite anschließend im Projektmanagement eines Auktionshauses und schließlich sieben Jahre lang als Redakteurin für Funk und Fernsehen. 2022 nahm sie sich eine berufliche Auszeit und absolvierte einen Freiwilligendienst im Naturschutz auf Amrum. Doch die Insel ließ sie nicht mehr los - und so brach sie alle Zelte in der Hauptstadt ab. Heute arbeitet Nina als Leiterin der Schutzstation Wattenmeer in Wittdün.

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