Sie strahlen so viel Zufriedenheit aus.

 

Ankommen, einatmen, durchatmen, im Moment und mit sich im Reinen sein….
Genau das vermitteln sie – die Strandschönheiten von Matthias Menk.

“Herzlichen Glückwunsch zu 15 Jahren Strandschönheiten!” Ein Strahlen geht über Matthias Gesicht. “Das ist für mich der schönste Tag im Jahr!” Stolz ist er auf seine neuen Figuren, die so viel Lebensfreude und gleichzeitig Ruhe ausstrahlen, dass sie ansteckend ist. Mit viel Liebe zum Detail hat Matthias Menk auch dieses Jahr wieder kleine Geschichten gezaubert.

Matthias Menk mit all seinen Kalendern vorm „Hoonwerk“

Mehrere Tage dauert alleine das Modellieren nur mit dem Ton. Kopf und Körper werden zuerst auf der Drehscheibe gedreht und müssen dann erstmal antrocknen. Nach und nach werden dann die Teile angesetzt. Der Grundton wäre sonst viel zu weich. Die Haare kommen zum Schluss, die sind nämlich ganz schön schwer. Dafür muss der Hals schon gut getrocknet sein, um das Gewicht tragen zu können. Nach Fertigstellung werden sie noch einmal eingepackt, um am folgenden Tag von Matthias erneut begutachtet zu werden. Erst dann entscheidet er, ob er mit dem Ergebnis zufrieden ist. Während dem Arbeiten vergisst er ein bisschen die Zeit um sich und lässt sich leiten von seinen Ideen. Manchmal haben die kleinen Kunstwerke schon während dem Entstehen Charakter. Der Kopf ist mal etwas schiefer oder der Mund lächelt ein wenig verschmitzter als geplant. Und das darf dann auch so sein. Zumindest, wenn Matthias die Eigenwilligkeit der neuen Figur gefällt, dann geht er auch gerne auf den Ton ein. So kommt mit der Zeit Leben in die kleinen Wesen.

Manchmal sind bestimmte Menschen und deren Kleidung Inspiration für Matthias Menk, ein anderes Mal sind es bestimmte Orte auf der Insel, die eine Strandschönheit entstehen lassen. Erstmal nur in seinem Kopf und mit viel Herzblut entwickeln sie sich dann zu kleinen Persönlichkeiten.

Sie fühlen sich wohl in ihrer Haut, sei es die Badenixe im Bikini am Strand oder der voll behaarte Mann, der zufrieden lächelnd in seiner Badewanne Zeitung liest. Gerade bei ihm war Matthias Menk sich nicht sicher, wie gut er ankommen wird. Ich finde ihn großartig. Also eigentlich finde ich sie alle toll. Sie sind alle sympathisch und liebenswert.

Zu bestaunen sind sie gerade im „Hoonwerk“ in Nebel. Seit 2010 betreibt Matthias Menk zusammen mit Cornelia Garbe den kleinen Laden im Uasterstigh 9a. Seine Kalender gehen schon ins 16. Jahr. Die Figuren für das nächste Jahr, sind sogar schon in Arbeit. So wird für den Kalender der August immer schon ein Jahr im Voraus in der blühenden Heide abgelichtet. Die aktuelle Ausstellung der “Strandschönheiten” läuft bis 15.9.25 und der Besuch lohnt sich wirklich sehr.

Matthias ist es wichtig eine Verbindung seiner Figuren zu unserer wunderschönen Insel und deren Natur zu schaffen. Dafür ist er manchmal mehrere Stunden mit seiner Kamera und einer der Strandschönheiten unterwegs, um das perfekte Foto für seinen Kalender zu erhaschen. Er scheute sich auch nicht in Gummistiefeln durch das Schlick zu waten, um „Fernweh“ mit dem Fähranleger im Hintergrund entstehen zu lassen. (Kalendermotiv März) Das Ergebnis hat sich auf jeden Fall gelohnt -er selbst hinterher war dreckig, der Schlick ging bis Oberkante Gummistiefel, aber Matthias war glücklich über das Foto. Der Bezug zu Amrum spiegelt sich wirklich in jedem Bild wider. Sei es das Kalendergirl, das mit Picknickkorb und Cocktail in den Dünen vor dem Leuchtturm 15 Jähriges feiert, die Dame, die mit ihrem aufblasbaren Leuchtturm am Strand den Sommer genießt oder der „Funkelwinter“, der auch die Schönheit der kalten Jahreszeit zeigt. Witzig und sehr detailverliebt ist auch der Dezember, ein kleines Weihnachtsbaumoutfit, die Kugeln findet man im Schal. Wer sich wohl an Weihnachten über sie freuen darf?

Funkelwinter, Weihnachtsbaumfrau, aufblasbarer Leuchtturm, PEACE

So wichtig ist auch „PEACE“. Matthias wollte in den heutigen Zeiten ein Statement setzen. Die Hand in den Hüften und etwas genervt von der Entwicklung der Zeit, fordert sie auf: “Hey Leute, soweit waren wir doch schonmal! Wir brauchen Frieden!“ So ist es gar nicht verwunderlich, dass „PEACE“ schon ein neues Zuhause gefunden hat. Aber bis zum 15.9. darf sie noch alle Besucher der Ausstellung zum Frieden aufrufen. Und sonst kann sie auch im Kalender oder als Postkarte, wie viele weitere „Strandschönheiten“ erworben werden.

Wer keine Möglichkeit hat die aktuelle Ausstellung zu besuchen, oder gerade nicht auf Amrum ist, kann auf der Homepage unter www.strandschoenheiten.com vorbeischauen.

 

 

Über Susanne Schwarz

Susanne Schwarz kam 1981 in der Vorderpfalz zur Welt- aufgewachsen am Haardtrand, mit Blick auf den Pfälzer Wald, inmitten eines Weinbaugebietes. Sie verbrachte in ihrer Kindheit viele glückliche Sommerferientage auf Amrum, wodurch der Wunsch immer größer wurde, nur einmal für längere Zeit dort zu leben. Nach dem Abitur 2001 kam sie zum ersten Mal für ein FSJ auf die Insel. Ein weiterer Aufenthalt folgte nach ihrer Ausbildung in Stuttgart. Die Sehnsucht nach der Insel aber blieb. 2015 lies sie das Festland also hinter sich und zog zusammen mit ihrem Mann zurück nach Amrum, wo sie heute mit ihrem Sohn in Wittdün wohnen.

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