Ölverlust an der „Uthlande“ – Fahrgäste müssen umplanen …

Kaum aus dem Dock zurück, muss die Fähre schon wieder in die Werft. Ein technischer Defekt und eine weitere geplante Dockung sorgen für Engpässe im Verkehr. Warum selbst eine 31 Jahre alte Fähre die Lücke nicht schließen kann, erfahren Sie im Text.


Ersatzfahrplan gilt bis mindestens 6. März

Die Uthlande fällt erst mal aus

Seit Freitag, dem 27. Februar 2026, gilt für die Schiffe der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) ein Ersatzfahrplan.

Die Regelung gilt mindestens bis Freitag, den 6. März 2026. Sollte eine Verlängerung nötig sein, will die W.D.R. ihre Fahrgäste rechtzeitig informieren.

Für Amrumer Kunden bedeutet das: veränderte Abfahrtszeiten und weniger Kapazität auf der Strecke.

Von Wittdün fahren die Fähren nach Wyk und Dagebüll um 6:00 Uhr, 9:30 Uhr und 12:55 Uhr. Eine weitere Verbindung startet um 16:10 Uhr direkt nach Dagebüll – ohne Zwischenstopp in Wyk.

Von Dagebüll aus geht es über Wyk nach Wittdün um 7:15 Uhr, 10:45 Uhr, 14:15 Uhr und 18:45 Uhr.
Von Wyk nach Wittdün bestehen Abfahrten um 8:15 Uhr, 11:45 Uhr, 15:10 Uhr und 19:40 Uhr.

Für Föhrer Fahrgäste gibt es zusätzliche Verbindungen (siehe Website).


Technischer Defekt an der „Uthlande“

Erst im Januar war die MS „Uthlande“ zur routinemäßigen technischen Dockung bei der Husumer Dock- und Reparatur GmbH & Co. KG. Am 31. Januar kehrte das Schiff in seinen Heimathafen Wyk zurück und nahm am 2. Februar den Liniendienst wieder auf.

Am Telefon äußerte sich Geschäftsführer Axel Meynköhn zu den Gründen für den Ersatzfahrplan. An einem der vier Voith-Schneider-Antriebe wurde ein Ölverlust festgestellt. Jeder der vier Antriebe arbeitet unabhängig mit eigenem Motor, Getriebe und Propeller. Zwar kann das Schiff grundsätzlich auch mit drei Antrieben weiterfahren – im regulären Liniendienst soll dies jedoch nicht der Fall sein.

Aufgrund dieses Defekts kann die MS „Uthlande“ derzeit nicht eingesetzt werden und muss zur Reparatur in der Husumer Werft gedockt werden.


Zwei Doppelendfähren gleichzeitig außer Betrieb

Die Lage hat sich verschärft, da derzeit auch die „Norderaue“ zur jährlichen Kontrolle in Husum im Trockendock liegt. Der Unterbodencheck ist abgeschlossen, sodass das Schiff am Dienstag wieder ausgedockt und die „Uthlande“ eingedockt werden kann. Anschließend können Restarbeiten an der „Norderaue“ außerhalb des Docks erfolgen.

Damit fallen zeitgleich zwei Doppelendfähren aus, die jeweils 75 Pkw transportieren können.


Kapazitätsproblem bei der „Nordfriesland“

Die MS „Nordfriesland“ kann den zusätzlichen Bedarf nicht auffangen. Die 31 Jahre alte Fähre verfügt lediglich über eine Kapazität von 53 Pkw.

Genau darin liegt das Problem: Weniger Platz für Fahrzeuge bedeutet Engpässe auf der gesamten Insellinie.

Deshalb gilt bis mindestens zum 6. März der Ersatzfahrplan. Die Reederei geht davon aus, dass das Schiff spätestens zum Ende der kommenden Woche wieder in den regulären Fahrplaneinsatz zurückkehren kann. Es wird um Verständnis gebeten.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der Reederei: www.faehre.de.

Über Gerd Arnold

Gerd Arnold, 1957 in Nebel auf Amrum geboren. Ein „echter“ Amrumer mit der friesischen Sprache (öömrang) aufgewachsen. Bis 1972 die Schule in Nebel besucht, danach Elektroinstallateur in Wittdün gelernt. 1976/77 in Wuppertal den Realschulabschluss nachgeholt. Ab Oktober 1977 als Berufssoldat bei der Bundesluftwaffe und seit November 2010 Pensionär. Nach vielen Jahren der verzweifelten Suche nach passenden „bezahlbaren“ Wohnraum auf Amrum endlich fündig geworden, seit Februar 2022 wieder ständig auf Amrum. 2019 ins Team der Amrum News integriert, aber das soll neben dem Angeln nicht die einzige Aktivität auf der Insel bleiben.

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