Flohmarkt für den guten Zweck: Spende für das JUZ …

Was tun mit Dingen, die zu schade zum Wegwerfen sind?
Zwei Amrumerinnen haben eine gute Idee: Sie organisieren einen Flohmarkt – und unterstützen damit das Jugendzentrum in Nebel.
Wie daraus eine „mega“ Aktion wurde, erzählt diese Geschichte.

v.l. vorne Tim Pütter, Josina Maréchal,Ellin Pütter und Michael Hoff
hinten Martina Hoff, Anja Schremmer

Eine spontane Idee mit Wirkung

Freudestrahlend und mit einer herzlichen Umarmung begrüßten sich Martina Hoff (Leitung des Jugendzentrums), Anja Schremmer (ehrenamtliche Mitarbeiterin), Michael Hoff (1. Vorsitzender des Amrumer JUZ-Vereins), Josina Maréchal und Ellin Pütter im JUZ.

Josina Maréchal und Ellin Pütter haben mit einem Flohmarkt gemeinsam eine tolle Spende von 850 Euro für das JUZ gesammelt. Auf die Frage, wie sie eigentlich auf diese Idee kamen, berichteten die beiden:

„Wir hatten aus vier Haushalten schöne und hochwertige Sachen, die viel zu schade gewesen wären, um sie wegzuwerfen. Davon sollte einfach nichts verloren gehen. Um die Menschen zu motivieren, auf den Flohmarkt zu kommen, hatten wir die Idee, die Einnahmen zu spenden – ein Flohmarkt für den guten Zweck. Dass das dem JUZ zugutekommen soll, darüber waren wir uns ganz schnell einig.“

Warum das JUZ ihnen so wichtig ist

Die beiden finden nämlich, dass das JUZ in Nebel eine ganz tolle Sache ist. Sie hätten sich so etwas früher auch gewünscht, aber in ihrer Jugend gab es das leider noch nicht. Treffpunkte wie beispielsweise die Bushaltestelle waren damals ganz normal.

Dass Kinder und Jugendliche heute schon ab der ersten Klasse einen sicheren und schönen Ort haben, an dem sie sich treffen, austauschen und gemeinsam Zeit verbringen können, müsse unbedingt unterstützt werden.

Ein Flohmarkt, viel Spaß und ein „mega“ Tag

Nicht nur der Flohmarkt und die dabei gesammelte Spendensumme waren einfach „mega“. In den fünf Stunden hatten Martina Hoff und die beiden Initiatorinnen auch einen wirklich schönen und fröhlichen Tag mit sehr viel Spaß.

Um den Kuchenverkauf kümmerte sich ganz großartig Tim Pütter, Ellins Sohn, der selbst sehr gerne ins JUZ kommt. Tim bekam von Martina Hoff ein extra dickes Lob dafür, wie gut er das alles selbstständig gemeistert hat.

Josina Maréchal sagte noch lachend: „In unserem Wortschatz ist seit dem Flohmarkt und dank Martina das Wort ‚mega‘ eingezogen!“ Denn genau das war diese Aktion.

Ein neuer Tischkicker fürs Jugendzentrum

Josina und Ellin spielten im JUZ auch gleich eine Runde Tischkicker und gewannen gegen die Jugendlichen. „Das hat so viel Spaß gemacht! Tischkicker ist echt was Tolles!“

Und weil die Jugendlichen am alten, inzwischen defekten Tischkicker gerade wieder herumschraubten, da einige Teile locker waren, berichtete Michael Hoff: „Wir haben geplant, von dem Spendengeld einen neuen Tischkicker zu besorgen.“

Mehr Öffnungstage in Aussicht

Außerdem ergänzte er, dass das JUZ ab April wieder mit einer hauptamtlichen Mitarbeiterin rechne. Das bedeutet auch, dass dann wieder an fünf Tagen in der Woche geöffnet werden kann.

Denn auch wenn es Tage gibt, an denen alle Schulkinder kommen dürfen, ist es wichtig, dass es sowohl für die „Kleinen“ als auch für die „Großen“ eigene Zeiten gibt. Dann kann man im JUZ auch einmal „unter sich“ sein und Dinge machen, die besser zum jeweiligen Alter passen. So machen die gemeinsamen Tage noch mehr Spaß.

Über Susanne Schwarz

Susanne Schwarz kam 1981 in der Vorderpfalz zur Welt- aufgewachsen am Haardtrand, mit Blick auf den Pfälzer Wald, inmitten eines Weinbaugebietes. Sie verbrachte in ihrer Kindheit viele glückliche Sommerferientage auf Amrum, wodurch der Wunsch immer größer wurde, nur einmal für längere Zeit dort zu leben. Nach dem Abitur 2001 kam sie zum ersten Mal für ein FSJ auf die Insel. Ein weiterer Aufenthalt folgte nach ihrer Ausbildung in Stuttgart. Die Sehnsucht nach der Insel aber blieb. 2015 lies sie das Festland also hinter sich und zog zusammen mit ihrem Mann zurück nach Amrum, wo sie heute mit ihrem Sohn in Wittdün wohnen.

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