Die Öömrang Skuul hat eine lange Baugeschichte hinter sich. Nun können Schüler und Lehrer die modernisierten Räume nutzen – und dabei gibt es einiges zu entdecken. Auch die Beteiligten ziehen Bilanz.

Ein langer Weg bis zur neuen Schule
Die Eröffnung der Dörfergemeinschaftsschule (heutige Öömrang Skuul) im Jahr 1968 bedeutete für die Amrumer Schulkinder eine große Veränderung. Zuvor gab es drei Grundschulen, und nur die älteren Kinder ab der 7. Klasse besuchten in Nebel die Real- oder Hauptschule. Mit der Eröffnung der DGS gab es eine zentrale Schule für alle Altersklassen von der 1. bis zur 10. Klasse und auch eine große Turnhalle.
Schon bald kam die Schule an ihre Kapazitätsgrenzen, und es zeigten sich auch bauliche Mängel. Nach einem Architektenwettbewerb im Jahr 2008 wurde 2011 mit der ersten Bauphase begonnen. Der neue Grundschultrakt und die Vergrößerung der Sporthalle wurden 2015 fertiggestellt. Während der Bauarbeiten wurde jedoch deutlich, dass große Teile des Baukörpers in einem sehr schlechten Zustand waren und dringend saniert werden mussten. Nach zwei weiteren Bauphasen ab 2021 wurde nun die Öömrang Skuul neu eröffnet.

18 Jahre, drei Bauphasen
„Insgesamt 18 Jahre haben die drei Bauphasen gedauert, ein langer Weg“, so Schulleiter Björn Tadsen. Er bedankte sich bei den Architekten und Planern, bei der Bauaufsicht, den Mitarbeitern des Amtes Föhr-Amrum, die viele Ausschreibungen durchgeführt haben, bei Uwe, der sich um die Elektrik gekümmert hat, und bei Daniel, der sich unermüdlich um die Heizung und Installationen gekümmert hat.

Dank an die vielen Helfer
„Ein großes Dankeschön geht auch an Ivo Dwornik und sein Team, die oft auch in anderen als ihrem eigenen Gewerk ausgeholfen haben“, so Jörn Tadsen. „Mit Mario Bruns und Martina Hansen haben auch ehemalige Schüler an der Sanierung mitgeholfen.“ Sein Dank ging auch an Cornelius Hinrichsen für die Dach- und Zimmerarbeiten.
„Ein ganz besonderes Dankeschön geht an unseren Bauleiter Peter Heck-Schau. Ohne ihn wären wir heute nicht hier“, so Tadsen. „Jeden Dienstag war Bausitzung, insgesamt über 150 Sitzungen hat es gegeben. Man konnte das Gefühl bekommen, dass Peter hier gelebt hat.“
Amtsdirektor Christian Stemmer machte deutlich, dass die Amrumer Schule etwas Besonderes ist: „Schulen mit Schülern von Klasse 1 bis 10 sind heute sehr selten. Hier wurde ein Ort geschaffen, an dem die Amrumer Kinder zehn Jahre ihres Lebens verbringen.“
19 Millionen Euro für die Zukunft
Er machte deutlich, dass der Umbau beziehungsweise Neubau für den Haushalt des Amtes Föhr-Amrum eine große Herausforderung darstellt. „Insgesamt 19 Millionen Euro hat uns der Umbau/Neubau insgesamt gekostet. Leider gab es nur eine sehr geringe Förderung von etwa 1,0 Millionen Euro.“
Stemmer machte deutlich, dass diese Investition ein klares Bekenntnis zur Zukunft von Amrum ist und die Schule nicht nur ein Gebäude, sondern eine wichtige Institution für Eltern, Lehrer und Kinder ist. Er beendete seine Rede mit dem Wunsch, dass die neue Schule noch viele Generationen von Amrumer Schülern begleitet und sie auf ihr zukünftiges Leben vorbereitet.
Schulrat Thomas Noorn beglückwünschte die Amrumer Lehrer und Kinder zu ihrer neuen Schule und vergab Schulnoten und Zeugnisse für alle Beteiligten: „Unter den erschwerten Bedingungen kann man ohne Probleme ein ‚Gut‘ vergeben, alle Beteiligten sind versetzt.“
Auch der Schulausschussvorsitzende Boy Rethwisch zeigte sich begeistert von den neuen Räumlichkeiten und der Ausstattung der Klassenräume: „Wenn man sieht, was hier entstanden ist, kann man nur den Hut ziehen.“
Heller, moderner und ganz neu
Die Räume sind deutlich heller geworden, moderne Technik hat Einzug gehalten, und Kunstraum, Werk-/Technikraum, Computerraum, der neue Aula-Mensa-Bereich sowie die großräumige Schulküche erstrahlen in neuem Glanz.
Den Abschluss der Ansprachen machten die beiden Schülerinnen Leefke und Amina: „Die letzten drei Jahre Baustelle waren manchmal schwierig, und wir danken den Lehrern und Lehrerinnen, dass es trotz einer großen Baustelle immer guten Unterricht gegeben hat. Wir kennen noch die Schule von vor drei Jahren und wissen es zu schätzen, wie es jetzt geworden ist.“
Alle Fotos: Kinka Tadsen
AmrumNews Online-Zeitung der Insel Amrum

