Sturmflut voraus: Fährverkehr vor schwieriger Wetterlage …

Das Meer wird unruhig, der Wind nimmt zu: Das Orkantief „Manja“ erreicht Nordfriesland und bringt den Schiffsverkehr rund um die Inseln unter Druck. Für das Wochenende werden schwere Sturmfluten und Orkanböen erwartet, mit möglichen Folgen für Fähren, Fahrzeuge und Fahrgäste. Die ersten Auswirkungen sind bereits spürbar.

MS Adler-Express zum letzten Mal in dieser Saison in Wittdün. © Gerd Arnold

„Adler-Express“ beendet Saison vorzeitig

Am Freitag zeigte sich die MS „Adler-Express“ zum letzten Mal in diesem Jahr auf Amrum. Die Weiterfahrt nach Sylt fiel ebenso aus wie die Nachmittagsverbindung. Wegen des vorhergesagten Sturmtiefs und des erwarteten hohen Wasserstandes am Wochenende wurde die Saison vorzeitig beendet.

Damit verabschiedete sich die MS „Adler-Express“ früher als geplant in die Winterpause. Für ein anderes Schiff geht die Saison dagegen noch weiter: Die MS „Adler Rüm Hart“ soll bis zum 31. Oktober wie geplant zwischen Amrum, Föhr und Langeneß unterwegs sein.

W.D.R. warnt vor Einschränkungen

Auch die Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) stellt sich auf die schwierige Wetterlage ein und warnt ihre Fahrgäste vor möglichen Beeinträchtigungen. Aufgrund des vorhergesagten Sturmtiefs und des hohen Wasserstandes kann es am Sonntag und Montag zu Veränderungen im Fahrplan sowie bei der Abfertigung der Fahrzeuge auf den Molen kommen.

Für die Fahrgäste bedeutet das: Fahrpläne können sich kurzfristig verändern. Die aktuellen Meldungen auf der Website und in der App werden regelmäßig aktualisiert. Wer am Wochenende mit der Fähre unterwegs sein möchte, sollte deshalb die aktuellen Informationen vor der Abfahrt prüfen.

Orkantief „Manja“ nimmt Kurs auf die Küste

Über Nordfriesland zieht ein stürmisches Wochenende auf. Das Orkantief „Manja“ soll in den frühen Morgenstunden des Sonntags die Region erreichen. Besonders die Küste und die Inseln stehen dabei im Fokus. Dort werden Windstärke 12 und Orkanböen erwartet. Auch im Binnenland sind schwere Böen möglich.

Der Wind kommt kräftig aus westlicher Richtung und drückt das Wasser gegen die Küste. Für den Abend wird eine schwere Sturmflut mit mehr als zwei Metern über dem mittleren Hochwasser vorhergesagt.

Bleibt der Westwind stark, kann sich das Wasser weiter aufstauen. Dann könnte das darauffolgende Hochwasser noch höher ausfallen – mit entsprechenden Folgen für die Küste und den Fährverkehr.

Über Gerd Arnold

Gerd Arnold, 1957 in Nebel auf Amrum geboren. Ein „echter“ Amrumer mit der friesischen Sprache (öömrang) aufgewachsen. Bis 1972 die Schule in Nebel besucht, danach Elektroinstallateur in Wittdün gelernt. 1976/77 in Wuppertal den Realschulabschluss nachgeholt. Ab Oktober 1977 als Berufssoldat bei der Bundesluftwaffe und seit November 2010 Pensionär. Nach vielen Jahren der verzweifelten Suche nach passenden „bezahlbaren“ Wohnraum auf Amrum endlich fündig geworden, seit Februar 2022 wieder ständig auf Amrum. 2019 ins Team der Amrum News integriert, aber das soll neben dem Angeln nicht die einzige Aktivität auf der Insel bleiben.

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