MOINBoard 2.0: Digitale Plattform und Koordination der Arbeitskräftegewinnung auf den Inseln …

Die Wirtschaftsförderung Nordfriesland führt die Koordination ab 2027 fort – mit klarem Ansprechpartner, digitalen Lösungen und verlässlicher Vernetzung. 

Fach- und Servicekräfte sind der Engpass in der Wirtschaft wie im öffentlichen Dienst auf den nordfriesischen Inseln. Sylt, Föhr, Amrum, Helgoland, Pellworm und die Halligen konkurrieren um Talente – regional und international. Der Umzug auf eine Insel ist dabei die eigentliche Hürde: Wohnungssuche, Behördengänge, fehlende Ansprechpersonen vor Ort. Nicht der Job hält Neubürger fern – sondern der Weg dorthin. 

MOINBoard ist die Antwort: eine digitale Plattform, die den Weg erleichtert. Seit April 2026 online, verbindet MOINBoard drei Säulen – die Jobsuche mit dem KI-gestützten Job-Finder, die digitalen Amtsgänge mit dem Move Planner und eine digitale Willkommenskultur für Neubürger mit dem Inseltyp-Checker und den Insel-Guides. Die Bilanz der ersten 180 Tage ist durchweg positiv. Die Plattform wird deutschlandweit genutzt. Meistgenutztes Tool ist bislang der Job-Finder. 

Grund für den Erfolg: MOINBoard basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Eine Workforce-Mobility-Studie mit 2.000 Erwerbspersonen zeigt: Die Wechselbereitschaft sinkt, sobald ein Umzug auf eine Insel oder Hallig geplant wird. Interviews mit 120 Betrieben offenbaren: Personalgewinnung und -bindung sind die größte Herausforderung. Gelöst wird das nicht mit besseren Jobanzeigen, sondern mit Lösungen für Wohnraum, digitalen Behördenlösungen und einer bekannten Ansprechperson vor Ort. 

Ab 2027 startet MOINBoard Phase 2: Eine inselübergreifende Koordination für die kommenden drei Jahre. Auf jeder Insel soll es künftig eine Ansprechperson für Zuzügler geben – die „Lotsin für Neu-Insulaner“ – sichtbar und erreichbar. Sie begleitet Neubürger beim Ankommen, organisiert Stammtische mit Arbeitgebern und gibt der digitalen Plattform ein menschliches Gesicht. Parallele Strukturen werden gebündelt. 

Die Wirtschaftsförderung Nordfriesland wird diese Koordination ab Januar 2027 tragen – und damit das Projekt aus der Förderphase in die Verstetigung bringen. Das ist kein kleiner Schritt: Es bedeutet, dass ein regionaler Wirtschaftsakteur sich verbindlich zum Thema Arbeitskräftegewinnung bekennt und die digitale Lösung mit lokaler Präsenz koppelt. 

Freuen sich über die gute Entscheidung, eine Kümmererfunktion für Neu-Insulaner ins Leben zu rufen: Dr. Matthias Hüppauff und Christian Stemmer (v.l.) (Foto: AmtFA)

Bis Ende 2026 läuft das MOINBoard-Rollout auf allen Inseln – alle drei Tools, alle Inseln, barrierearm und mehrsprachig (Leichte Sprache, Gebärdensprache, Fremdsprachen). Eine LinkedIn-Kampagne mit regionalen Persönlichkeiten und ersten Zuzugsgeschichten zeigt: „Arbeiten, wo andere Urlaub machen – mit digitaler Unterstützung und klaren Ansprechpersonen vor Ort.“ Das finale Verstetigungskonzept wird im Dezember 2026 vorgestellt. 

MOINBoard hat Modellcharakter für Schleswig-Holstein. Alle entwickelten Lösungen werden nach Projektabschluss 2026 als Open Source verfügbar gemacht – für Küstenregionen, Flächenländer, überall dort, wo Fachkräfte fehlen und Mobilität eine Hürde ist. Inseln sind Modellräume für Lösungen, die später auch Dorf, Mittelstadt und Region nutzen können. 

Für Betriebe auf den Inseln bedeutet das: Zugang zu Talenten über ein professionelles, digitales System – und eine Ansprechperson, die Verfahren vereinfacht und Netzwerke bündelt. Für Neubürger: glasklare Informationen, digitale Wege und eine vertraute Ansprechperson von Tag eins an. Für die Inseln selbst: stabiles, qualifiziertes Personal in Pflege, Gastronomie, Handwerk und Verwaltung – und damit die Sicherung von Daseinsvorsorge und Wirtschaftskraft. 

Kontakt: 

Christian Stemmer, Amtsdirektor Amt Föhr-Amrum (Projektträger) | c.stemmer@amtfa.de | 

Daniel Müller, Pressesprecher Staatskanzlei S-H | daniel.mueller@stk.landsh.de | 

Dr. Matthias Hüppauff, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung NF | m.hueppauff@wfg-nf.de | 

Michael Lohmann, Geschäftsstellenleiter IHK Husum | michael.lohmann@flensburg.ihk.de | 

Jörg Singer, Koordinator MOINBoard.de | i2k Services GmbH | js@i2ks.com | 0174 – 9909099 | 

www.moinboard.de | LinkedIn: MOINBoard 

Förderung: EU/ELER, Land Schleswig-Holstein, AktivRegion Uthlande 

Stimmen zum Projekt: 

Christian Stemmer, Amtsdirektor Amt Föhr-Amrum „Digitalisierung ohne Menschen ist nur die halbe Miete. MOINBoard ist digitale Plattform plus eine echte Ansprechperson vor Ort – das ist die Kombination, die funktioniert. Wir haben das wissenschaftlich validiert und wurden vom Markt bestätigt. Dieser Weg soll Vorbild für ganz Schleswig-Holstein werden.“ 

Dr. Matthias Hüppauff, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Nordfriesland „Fachkräfte sind das wertvollste Gut in unserer Region – ohne sie funktioniert weder Tourismus noch Daseinsvorsorge. Mit MOINBoard und einer klaren Koordination vor Ort geben wir den Inseln eine echte Chance. Die Wirtschaftsförderung Nordfriesland übernimmt diese Verantwortung gerne – weil wir an die Zukunft unserer Region glauben.“ 

Dirk Schrödter, Digitalisierungsminister Schleswig-Holstein „MOINBoard ist nicht nur ein digitales Projekt – es ist eine Antwort auf eine der großen Fragen unserer Zeit: Wie sichern wir Daseinsvorsorge und Wirtschaftsfähigkeit in kleineren Regionen? Die Zusammenarbeit zwischen dem Land und der Modellregion Amt Föhr-Amrum ist eine gelebte Kooperation und eine Erfolgsgeschichte. Die Inseln zeigen es. Ihre Lösungen können wir in ganz Schleswig-Holstein nutzen.“

Michael Lohmann, Geschäftsstellenleiter IHK Husum „Wer etwas Neues beginnen möchte – ein Projekt, einen neuen Job oder ein eigenes Unternehmen – findet im echten Norden jetzt alles an einer Stelle: MOINBoard komplettiert digitale Services wie ‚Startuphafen.sh‘ oder die Förderscouting-Plattform ‚Projektkompass‘.“ 

 

Über Pressemitteilung Amt Föhr-Amrum

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One comment

  1. Ja “Tolle Scholle” würde ich mal sagen. Kein direkter Link hier im Artikel und die ausgeschnittene URL gestern aufgerufen führt zu einer (Internen?) API-Dokumentation die rein gar nicht weiter hilft. Mail an Admin geschickt und heute noch mal probiert. Jetzt funktioniert’s. Aber, der “Job-Finder” kommt mir mehr wie eine vorgeschaltete Werbeseite für $Insel vor und führt unten drunter doch nur zu genau ZWEI anderen Portalen, im Beispiel Föhr und Amrum zu einem Lokalen und einer Auswahl bei einem anderen Dienst – die man sicherlich auch direkt erreichen könnte (wenn man den Link dahin findet). Da bleibt ja nur zu hoffen das die anderen Dienste (Move-Planner u.a.) die eigentliche und Wichtigere Hilfe sind denn das kurze rein schauen fände ich persönlich nicht als “Mehr-Wert”. Aber, ich lebe und Arbeite ja schon ein Leben lang auf Amrum und bin als gebürtiger Insulaner vielleicht nicht objektiv genug. 😉 Ob das wirklich eine Effektive Hilfe ist sollte man mal die dadurch vermittelten Fragen.Die “Wissenschaftlichen Erkenntnisse” halte ich übrigens beim Umgekehrten Weg für genau so relevant. Sogar schlimmer, wenn man weg ziehen wollte bekommt man evtl. keine bezahlbare Wohnung mehr um zurück kommen zu können. Wer hilft in solchen Fällen eigentlich? K.M.

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