Der Öömrang Ferian gehört zu den sechs ersten Preisträgern des neuen Bundespreises Heimatengagement.
Zum ersten Mal hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) den Bundespreis Heimatengagement verliehen. Aus 26 nominierten Projekten wählte eine Jury sechs Initiativen aus – darunter den Öömrang Ferian aus Norddorf auf Amrum.

Ein Preis für gelebte Heimat
Mit dem neuen Bundespreis zeichnet das BMLEH Vereine und Initiativen aus, die regionale Identität stärken, Menschen zusammenbringen und das kulturelle sowie natürliche Erbe bewahren. Der Preis ist Teil der Heimat-Agenda „Miteinander ist es Heimat“.
Bundesminister Alois Rainer würdigte das Engagement der Preisträger. Heimat lebe von Menschen, die anpacken, Verantwortung übernehmen und Traditionen mit Zukunft verbinden.
Sechs Initiativen aus ganz Deutschland
Die sechs ausgezeichneten Projekte zeigen, wie vielfältig Heimatengagement sein kann. Die Themen reichen von Kultur und Sprache über Naturschutz und Kulturlandschaft bis hin zum Erhalt wichtiger Begegnungsorte.
Auch der Öömrang Ferian steht für diese Verbindung. Der Verein bewahrt historische Zeugnisse, handwerkliche Traditionen und die Amrumer Sprache und verbindet diese Arbeit mit dem Schutz von Natur und Landschaft.
Jede der sechs ausgezeichneten Initiativen erhält ein Preisgeld von 1.000 Euro. Eine besondere Würdigung sprach die Jury außerdem dem Bund Bairische Sprache e. V. zu.

Amrumer Tradition in Berlin
Bei der Preisverleihung in der Bayerischen Vertretung in Berlin war der Öömrang Ferian mit dem Vorsitzenden Jens Quedens, Schriftführer Gerald Schmiedeke und der stellvertretenden Leiterin des Naturzentrums Teresa Benzing vertreten. Begleitet wurden sie von Marret Dethlefsen (Leiterin der Amrumer Trachtengruppe), Kerstin Quedens und Göntje Quedens in Amrumer Friesentracht.
Direkt nach der Preisverleihung richtete Moderatorin Katja Auer ihren Blick auf die besonderen Amrumer Traditionen. Sie wollte mehr über die Tracht und den Pottwal „Momme“ erfahren. Jens Quedens gab die Antworten und brachte damit ein Stück Amrum nach Berlin.

Wenn Heimat sichtbar wird
Die Auszeichnung würdigt nicht nur einzelne Projekte, sondern macht auch die Menschen sichtbar, die hinter ihnen stehen. Beim Öömrang Ferian sind es zahlreiche Ehrenamtliche, die sich auf unterschiedliche Weise für die Insel einsetzen.
Neben Preisgeld und Urkunde gab es deshalb eine weitere besondere Anerkennung: Ein knapp vierminütiger Videoclip stellt die vielfältigen ehrenamtlichen Arbeiten des Vereins vor.
Damit wird deutlich, wie breit das Engagement des Öömrang Ferian aufgestellt ist – und wie eng Heimatpflege, Kultur und Naturschutz auf Amrum miteinander verbunden sind.
Der Bundespreis ist mit der ersten Verleihung nicht abgeschlossen. Bundesminister Alois Rainer möchte die sechs Preisträger im Rahmen der Grünen Woche 2027 (15. bis 24. Januar) erneut auszeichnen und ihre Projekte einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.
Für den Öömrang Ferian bedeutet die Auszeichnung damit mehr als Urkunde und Preisgeld. Sie rückt die ehrenamtliche Arbeit auf der kleinen Nordseeinsel ins Licht – weit über Amrum hinaus.
Zusätzlich zum Preisgeld und zur Urkunde gab es auch einen fast vierminütigen Videoclip über die vielfältigen ehrenamtlichen Arbeiten des Öömrang Ferian. Dieser ist auf dem YouTube-Kanal unter https://www.youtube.com/watch?v=rQcbZ30TDgo zu finden.
Quelle: © Bund Heimat und Umwelt / Baschlakow
AmrumNews Online-Zeitung der Insel Amrum


