Sie haben ihr Nest zentimetergenau in mitten des Antriebsrades für das Stirnrad der Amrumer Windmühle gebaut. Diese kleinen und sehr agilen Vögel hatten vermutlich einen Zollstock unter dem Gefieder, denn sie haben ihr Nest genau so in das Antriebsrad gezirkelt, dass es von dem Kamm, der dort einfasst um den Mühlenkopf in den Wind zu drehen, nicht berührt wird. Für die Mühle heißt das erst einmal Pause, bis die Brut geschlüpft und nach 14-16 Tagen flügge geworden ist und das Nest verlassen kann. Jedes Jahr brütet hier ein Bachstelzenpaar, allerdings normalerweise in einer kleinen Nische am Gleit- und Zahnkranz, wo sie von den Bewegungen der Mühle nicht gestört werden.
Auf Amrum hat sie sich auf die Amrumer Windmühle spezialisiert. Schon vor einigen Jahren hat die Bachstelze einen Nistplatz in der Nähe des Antriebsrades versucht zu bauen, allerdings ist die Brut nicht groß geworden, ob durch eine Störung oder andere Einflüsse ist nicht geklärt. Wollen wir hoffen, das sie dieses Jahr erfolgreich ihre Jungen groß und flügge bekommen und dann die Mühle wieder im Westwind drehen kann.
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