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Neujahrsgrußwort des Amtes Föhr-Amrum

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Inseln Amrum und Föhr, verehrte Gäste!

Wieder liegt ein ereignisreiches Jahr hinter uns. Ziehen wir Bilanz und schauen auf das, was uns erwartet. Die prägenden Themen des Jahres 2014 waren „Tourismus“ und „Wohnraum“.

Nachdem die Frage der Neugestaltung des Tourismus auf Föhr im Jahr 2013 auf den Prüfstand gestellt wurde, war das Jahr 2014 geprägt von vielen Arbeitsgesprächen, Workshops und Sitzungen. Im Mai 2014 lag dann das erarbeitete Informationspapier zu den künftigen Tourismusstrukturen für die Nordseeinsel Föhr vor. Nachdem sich alle Gemeinden für die Umsetzung entschieden hatten, wurden die Vorbereitungen für die anstehenden Veränderungen getroffen. Da es noch Bedenken von Seiten des Finanzamtes auszuräumen gilt, werden die neuen Strukturen erst ab dem 1. März 2015 vollständig umgesetzt werden. Der Zweckverband „Tourismusverband Föhr“ wurde aber wie geplant gegründet.

Auf Amrum wird es ebenfalls einen neuen Zweckverband geben. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass dem Amt aus einem Katalog von 16 Selbstverwaltungsaufgaben nur fünf Aufgaben übertragen werden dürfen. Bei der Verwaltungsfusion wurden vom damaligen Amt Amrum Aufgaben übernommen, welche nach der neuen Rechtsprechung als eigene Selbstverwaltungsaufgaben anzusehen sind. Diese wurden nunmehr zusammengefasst und werden im Zweckverband „Sicherheit und Soziales auf Amrum“ verwaltet.

In diesem Jahr wurde die Wohngenossenschaft „Üüs Aran eG i. G.“ auf Amrum gegründet, um preisgünstigen und bedarfsgerechten Dauerwohnraum für die auf Amrum lebenden Wohnungssuchenden zu schaffen und dauerhaft zu sichern. Die Gemeinde Wittdün auf Amrum unterstützt dieses Ziel und stellt das gemeindeeigene Grundstück in der Mittelstraße per Erbbaurechtsvertrag zur Verfügung.

In Norddorf auf Amrum wird zurzeit für den Bereich des ehemaligen Schwimmbades und der Strandversorgungseinrichtungen der Bebauungsplan Nummer 9 aufgestellt. Geplant ist eine angemessene Ergänzung des Gebäudekomplexes zur Unterbringung von Einrichtungen für ein Ausstellungs- und Erlebniszentrum. Fertiggestellt werden konnte das Dorfgemeinschaftshaus.

Ebenfalls fertiggestellt wurde nach langen Verzögerungen der Um- und Neubau der Öömrang Skuul auf Amrum. Die offizielle Einweihung ist für Februar geplant. Auf Föhr wird uns in den kommenden Jahren die Eilun-Feer-Skuul beschäftigen. Hier ist eine Entscheidung notwendig, ob das bestehende Gebäude saniert oder eine andere Lösung angestrebt werden soll.

Im Amtsbereich werden im kommenden Jahr von einzelnen Gemeinden Feuerwehrfahrzeuge im Wert von insgesamt mehr als einer Million Euro angeschafft, um den bestehenden Fuhrpark zu verjüngen.

In der Stadt Wyk auf Föhr konnten die planungsrechtlichen Abläufe für ein neues Baugebiet südlich des Kortdeelsweges weitgehend zum Abschluss gebracht werden, so dass im kommenden Jahr mit der Erschließung begonnen werden kann. Hinsichtlich einer Erweiterung des Gewerbegebietes sind erste Planungsschritte auf den Weg gebracht worden. Das Projekt „Kartbahn“ wurde planungsrechtlich zu einem Abschluss gebracht, so dass eine Verwirklichung im kommenden Jahr erfolgen könnte.

In Nieblum wurde ein Architektenwettbewerb für ein „Restaurant und Strandversorgung“ durchgeführt. Die Gemeinde beabsichtigt, den ersten Preis umzusetzen und stimmt zurzeit weitere Schritte ab. Ziel ist dabei nicht nur die Aufwertung der touristischen Infrastruktur am Nieblumer Badestrand, sondern ein übergreifendes Konzept für alle Badestände auf Föhr.

In Utersum wurde mit dem Abschluss der Bauleitplanung für den „Campingplatz für Wohnmobile“ ein neues touristisches Angebot auf den Weg gebracht. In Kürze wird der Bauantrag vom Vorhabenträger erwartet. Somit kann die Insel Föhr zukünftig auch als Urlaubsziel von Wohnmobilisten angesteuert werden, die ein schön gelegener Campingplatz in unmittelbarer Nähe zum Utersumer Strand erwarten wird.

Auch im Bereich des Amtes Föhr-Amrum wurden im Jahr 2014 wieder zahlreiche Flüchtlinge und Flüchtlingsfamilien aufgenommen. Die Aufnahmen erfolgten im vergangenen Jahr ausschließlich auf der Insel Föhr. Nach einer umfangreichen Instandsetzung der vorhandenen Notunterkünfte auf der Insel Amrum können diese nun ab Anfang 2015 genutzt werden. Ein Dachgeschossausbau der amtseigenen Notunterkünfte im Ziegeleiweg in Wyk auf Föhr ist geplant. Dank einiger freiwilliger Helfer befindet sich zurzeit ein Netzwerk im Aufbau, welches eine über die Unterbringung hinausgehende Betreuung der Flüchtlinge gewährleisten soll.

An dieser Stelle unseren herzlichen Dank für dieses ehrenamtliche Engagement. Ohne dieses könnte das Amt Föhr-Amrum den aus der Flüchtlingspolitik des Bundes und der Länder auf die Kommunen zukommenden Herausforderungen nicht gerecht werden.

Wir wünschen Ihnen allen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2015.

Heidi Braun                                    Renate Gehrmann

Amtsvorsteherin                           Amtsdirektorin

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