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Ein kleiner Jahresrückblick 2014…

Nun ist es schon wieder geschafft und das neue Jahr 2015 steht schon in den Startlöchern. Wo ist die Zeit geblieben und was ist so alles passiert im auslaufenden Jahr? Dass habe ich mich gefragt und habe ein wenig in den Berichten der „Amrum-News“ gestöbert. Es waren viele Ereignisse, die sicher alle eine Bedeutung für die Insel Amrum, ihre Bürger und die Gäste die Insel hatten. Dabei gab es sowohl erfreuliche Momente als auch denkwürdige Ereignisse und Gegebenheiten, die im Laufe des Jahres von dem Redaktionsteam unser Onlinezeitung beleuchtet wurden. Schauen sie selbst und lassen auch ihr persönliches Jahr nochmals Revue passieren, bevor uns das neue Jahr voll in Anspruch nimmt.

Am 02.04.2014 fand der letzte Abtransport per Großfrachter statt...

Am 02.04.2014 fand der letzte Abtransport per Großfrachter statt…

Die stürmischen Ereignisse von den Orkantiefs „Christian“ und „Xaver“ fanden zwar bereits im Herbst 2013 statt, doch die gewaltigen Massen an gebrochenem Holz, die aus dem Amrumer Wald abgefahren mussten, beschäftigten die Verantwortlichen Forstfachleute bis zu Ostern dieses Jahres. Die auf der Mole in Steenodde für die Verladung angefahrenen Kiefernhölzer machten das Ausmaß des Schadens für den Amrumer Wald immer wieder deutlich. Die Aufforstung mit Neuanpflanzungen, für die bereits tüchtig Spendengelder gesammelt wurden und auch werden, steht noch aus.

Allgemein als gelungen bezeichnet...

Allgemein als gelungen bezeichnet…

Mit dem Abriss des alten Seeheims im Herbst 2012 begann auf Amrum die kinofreie Zeit, die dann zum Osterfest 2014 glücklicherweise wieder endete. Die Gemeinde Norddorf hat mit dem Infrastrukturprojekt Dorfgemeinschaftshaus im Ortsmittelpunkt eine bedeutende Aufwertung des Ortes erreicht und zugleich der Insel Amrum die Bleibe für ein hochmodernes Kino mit zwei Vorführsälen beschert.

Endlich ein Sandpolster für den gebeutelten Strandbereich Ban Horn in Norddorf

Endlich ein Sandpolster für den gebeutelten Strandbereich Ban Horn in Norddorf

Im Mai setzten die Landesküstenschützer im Strandabschnitt vor dem Schullandheim Ban Horn ein Küstenschutzprojekt um, bei dem innerhalb von drei Wochen per LKW 20.000 m³ Sand zur Sicherung eines rund 350 Meter langen Küstenabschnitts bewegt wurden. Entlang des Norddorfer Badestrandes ließen die Küstenschützer des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) ein Sandpuffer vor die gebeutelten Dünen vor dem Schullandheim Ban Horn auffahren. Dabei wurde der Sand von dem Kniepsand gut 2 km weiter südlich der Badestelle Norddorf entnommen und per Spezial-LKW über den Kniepsand gen Norden transportiert.

Nicht ganz soviel Begeisterung für die Planung des LKN mochte bei den drei Amrumer Gemeindevertretungen aufkommen, als es darum ging, den Deichbereich zwischen Wittdün und Steenodde den heute möglichen Wasserständen anzupassen. Ein um mindestens zehn Jahre früherer Maßnahmenbeginn hätte mit der Schaffung von Ausgleichsflächen erkauft werden sollen. Das hätte bedeutet, dass die Nordsee durch das Öffnen des Überlaufdeiches zwischen Seezeichenhafen und Steenodde bei entsprechenden Wasserständen bis zu neu zu schaffenden Flügeldeichen hätte einschwenken können. Ein nicht zu akzeptierender Umstand. Das Projekt wurde einstimmig abgelehnt.

Bug schwer beschädigt

Bug schwer beschädigt

Im Juni sorgte ein defekter Joystick auf der Brücke des Ausflugsschiffs „Adler Express“ für einen folgenschweren Unfall am Wittdüner Fähranleger. Das Schiff krachte im Zuge des Anlegemanövers ungebremst frontal in den Anleger. Von den 234 Passagieren verletzten sich bei dem Aufprall viele. Eine bisher nicht in solch einem Ausmaß gekannte Rettungsaktion lief an. Der Rettungsdienst des Kreises, die Amrumer Notärzte und Ärzte sowie die Feuerwehren und die Polizei arbeiteten den Notfall professionell ab. Bis zu acht Hubschrauber verschiedener Organisationen landeten auf dem Fähranleger, und sorgten für den Abtransport der Verletzten in Krankenhäuser in ganz Schleswig-Holstein.

großes Aufgebot an Rettungshubschgraubern

großes Aufgebot an Rettungshubschgraubern

Ein besonders nettes Highlight erlebten Gäste als auch Insulaner in diesem Sommer. Mit großer Wärme, viel Sonnenschein und nahezu karibischen Verhältnissen zeigte das Wetter, dass es auch an der Nordsee Sommer kann. Das bis zu 22 °C warme Nordseewasser lud zum herrlichen Badevergnügen ein. Lange Strandabende mit tollen Sonnenuntergängen gehörten 2014 dazu.

Die neue Turnhalle - schön groß...

Die neue Turnhalle – schön groß…

Ein weiterer Lichtblick dürfte die Fertigstellung der Sorgenbaustelle an der „Öömrang Skuul“ gewesen sein. Bereits mit dem Abriss der Turnhalle und des Grundschultraktes im Herbst 2011 begannen die Unwegsamkeiten der Aufwertung des Schulstandortes Amrum. Die für 2013 geplante Fertigstellung verzögerte sich durch verschiedenste Pannen auf der Baustelle um ein sattes Jahr. Die Schüler und Lehrer hatten in dieser Zeit viele Provisorien und Unzulänglichkeiten zu kompensieren und zu ertragen. Seit Ende November ist der großzügige Neubau in Schüler und Lehrerhand und begeistert diese.

Etwas länger hat auch die Erstellung des Ausbaus des Breitbandnetzes in den Gemeinden Wittdün und Norddorf gedauert. Nicht getroffene Entscheidungen über den Standort in Norddorf beziehungsweise die Verlegung des für die Richtfunkstrecken nötigen Antennenmastes in Wittdün sorgten für Verzögerungen. Im Dezember konnte das verantwortliche Unternehmen dann nach Abschluss der Netztarbeiten den Betriebsbeginn verkünden. Mit bis zu 16.000 Mbit/s können nun auch die Teilnehmer in Norddorf und Wittdün im weltweiten Internet surfen. Zudem steht für mobile Geräte schon in Kürze der zukunftsweisende LTE-Standard auf Amrum bereit. Die Nutzer der modernen Medien wird es freuen.

Gäste aus Bayern sie begrüßen die Orientierungshilfe im Notfall

Gäste aus Bayern sie begrüßen die Orientierungshilfe im Notfall

Es gab sicher viele weitere nennenswerte Ereignisse, zu denen unter anderem auch die Viruserkrankung vieler Seehunde, die Einrichtung eines Notfallschildersystems und der über 500 Läuferinnen und Läufer starke Mukoviszidose-Benefizlauf gehören, aber der Jahreswechsel rückt immer näher und ich wollte ja nur kurz mal unsere Gedanken an das Jahr 2014 anregen.

Mit den besten Grüßen und einem “a seegent nei juar” im Namen des Redaktionsteams verabschiede ich mich für dieses Jahr.

 

 

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Über Thomas Oelers

Thomas Oelers wurde 1966 in Wittdün auf Amrum geboren - ein echtes Inselkind. Nach seiner Schul- und Ausbildungszeit entschied er sich auf der Insel zu bleiben. Heute arbeitet der Vater von 2 Kindern in einem Wittdüner Betrieb als Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister. Seit 2003 recherchiert und fotografiert er als freier Journalist akribisch im Amrum-News Team.

Ein Kommentar

  1. Und wieder geht ein Jahr zu Ende mit höhen und tiefen!
    Fürs neue Jahr hoffe ich auf viel positives,so das am Ende nur schönes im rückblick ist!
    Positives in diesem Jahr,wir waren zweimal da!(Amrum wo auch sonst!!!),positives nächstes Jahr,
    wieder zweimal Amrum!Nix geht über Sommerferien auf Amrum und diesesmal endlich auch mal Weihnachten!!!

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