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„Liebst du um Schönheit…“- Der Rotary Club Amrum lud zum Benefizkonzert ins Norddorfer Gemeindehaus ein…

Auch in diesem Jahr hatte der Rotary Club Amrum wieder zu einem Benefizkonzert ins Norddorfer Gemeindehaus eingeladen. Bereits seit vielen Jahren hat der Rotary Club Amrum die Jugendarbeit auf der Insel Amrum in den Fokus seiner Spenden-Aktionen gerückt. Seine Veranstaltungen sind kulturelle, hochwertige Highlights, die eine Bereicherung des insularen Veranstaltungskalenders darstellen.

Das Thema dieses Abends lautete „Liebst du in Schönheit“ nach Friedrich Rückerts Betrachtung der Liebe. Es war eine musikalische Reise der besonderen Art. Rückerts liebevolle Betrachtung der Liebe, zum Leben erweckt von der Sopranistin Miriam Möckl und der Pianistin Sarah Hiller durch Vertonung von Mahler, Schumann und Antonovich Cui. Knapp 100 Zuschauer waren dieser Einladung gefolgt und durften sich über einen wunderschönen Konzertabend freuen. Bevor sich die Augen der Besucher jedoch auf die Akteurinnen des Abends richteten, wurde die Veranstaltung traditionell von der aktuellen Präsidentin des Rotary Club Amrum, Anette Isemann mit einer kurzen Ansprache, standesgemäß eröffnet.

Pianistin Sarah Hiller  und Sopranistin Miriam Möckl

Pianistin Sarah Hiller und Sopranistin Miriam Möckl

Die Sopranistin Miriam Möckl wurde im bayerischen Aschaffenburg geboren. An der Hochschule Saar studierte sie Gesang bei Prof. Yaron Windmüller. Schön während des Studiums könnte Möckl erste Bühnenerfahrungen sammeln. Zum 49. Internationalen „Nono Festival Venedig“ sang sie im Teatro Malibran und im Konzerthaus Berlin die 2. Voce aus Nonos „Y entonces comprendio“. Außerdem war Möckl in St. Ingbert in der Rolle der Julia de Weert aus „Der Vetter aus Dingsta“ (Künneke) oder im Zeltpalast Merzig in der Rolle der Ida aus „Die Fledermaus“ (Strauss) zu hören. An der Hochschule übernahm sie führende Rollen in verschiedenen Opernproduktionen wie z.B. Mutter („Hänsel und Gretel“), Magda Sorel („the consul“), Mimi („La Bohème“), oder Vitellia („La clemenza di Tito“). Miriam Möckl ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes und erhielt das Claudia-Meyer-Stipendium. Auch bei ihrem zweiten Auftritt auf der Insel Amrum, gelang es Möckl die Zuhörer mit ihrem eindrucksvollen Gesang zu überzeugen und sie in ihren Bann zu ziehen.

Für die musikalische Begleitung am Flügel sorgte die Pianistin Sarah Hiller, die zum ersten Mal auf Amrum gastierte. Sarah Hiller studierte Klavier bei Prof. Solter an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe, wo sie ihre Diplomprüfung zum Master of Music (M.Mus.) und das Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte. Darüber hinaus studierte sie u.a. mit einem Erasmus-Stipendium bei Humero Francesch an der Hochschule der Künste in Zürich und anschließend Kammermusik an der Hochschule für Musik in Frankfurt am Main bei Prof. Angelika Merkle. Sarah Hiller wurde bereits mit vielen Stipendien wie dem Europäischen Förderpreis junge Künstler der Kulturstiftung Pro Europa, der Villa Musica, der Landesstiftung Baden-Württemberg, Rotary International oder der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. Darüber hinaus gewann sie bereits einige bedeutende  Auszeichnungen im In- und Ausland.

Die ZuschauerInnen im Norddorfer Gemeindehaus erlebten einen höchst abwechslungsreichen Konzertabend, der in zwei Themengebiete unterteilt war. Im klassisch geprägten ersten Teil waren u.a. die Werke „Liebst du um Schönheit“ (Clara Schumann, Gustav Mahler, César Cui), „Das Rosenband“ (Richard Strauss), „Kommt dir manchmal in  den Sinn“, „Die Mainacht“ (Johannes Brahms) oder „Du bist die Ruh“ (Franz Schubert) zu hören. Nach der Pause widmete sich der zweite Teil dann Werken aus der Welt der Musicals. Auf dem Programm standen dann bekannte Titel aus „Cinderalla“, „Oklahoma“, Das Phantom der Oper“, „Mamma mia“ oder „Into the Woods“. Dem anwesenden Publikum hat die Darbietung jedenfalls sehr gut gefallen. Präsidentin Anette Isemann war mit dem Verlauf des Abends jedenfalls sichtlich zufrieden: „Wir haben einen rundum erfolgreichen Konzertabend erlebt, der uns alle begeistert hat“! Und so hat sich die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder in doppelter Hinsicht gelohnt, denn die Spenden und Erlöse dieser Veranstaltung kommen der Amrumer Jugendarbeit und der Sozialstation in Nebel zu Gute.

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Über Andreas Buzalla

Andreas Buzalla ist ein waschechter Berliner. 1978 dort geboren, hat er unzählige Urlaube mit seinen Eltern auf der Insel verbracht. 2004 erfüllte er sich seinen großen Traum auf der Insel zu leben. Dazu absolvierte er eine Lehre zum Reiseverkehrskaufmann bei der AmrumTouristik. Heute arbeitet er als Assistent der Veranstaltungsleitung der AmrumTouristik. Seit 2004schreibt er als freier Journalist im Amrum-News Team.
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