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Dorothea Fischer-Naef stellt in der Buchhandlung Quedens ihre Bilder aus…

Wovon träumen viele Insulaner, wenn sie an Urlaub denken? Bergwanderungen, Almen, fette Wiesen, Berggipfel und geheimnisvolle Bergseen. Wovon träumen viele Schweizer, wenn sie an Sehnsuchtsländer denken? Sie träumen von der Weite heller Strände, von Wanderungen durch die Dünen, von Reetdachhäusern, von Meeresrauschen, dem Ruf der Austernfischer und Brachvögel, kurzum, von Amrum.

Ausstellung bei Quedens

Ausstellung bei Quedens

Seit nunmehr 30 Jahren reist die Malerin und Bildweberin Dorothea Fischer-Naef hierher. Mittlerweile besucht sei die Insel mehrmals jährlich für jeweils einige Wochen Sie bevorzugt dabei eher den Frühling und Herbst, ja sogar den Winter, wenn es hier ganz still geworden ist. Zusammen mit ihrem Mann durchstreift sie dann täglich alle Ecken der Insel auf der Suche nach Ruhe, Schönheit und Motiven.

Ob an der Wattseite oder direkt am Meeressaum – überall findet sie Altvertrautes und Neues gleichermaßen.

Zuhause in ihrem geräumigen Atelier, das sich seit 20 Jahren im Allgäu befindet, entstehen dann ihre Bilder, von denen ein Jedes Erinnerungen an Amrum wiederspiegelt. Wenn man sie dann nach dem Warum fragt, antwortet sie: Es ist halt so.

Frau Fischer-Naef bekam den Umgang mit Kunst schon in das Kinderbett gelegt. Ihr Vater war Bildhauer im Kanton Sankt Gallen, zwei ihrer Brüder arbeiten ebenfalls als Bildhauer. Einer von ihnen ist Gründer und Leiter der Scuola di Scultura im Tessin, die derzeit zu einer internationalen Bildhauerschule ausgebaut werden soll.

Durch den Besuch der Heimatwerkschule inspiriert, richtete sich die Künstlerin in der Nähe von Zürich ein Atelier ein, welches von einem 2,5 m breiten Hochwebstuhl dominiert wurde. Bald zeigten sich erste beachtliche Erfolge: sechs große Teppiche schmückten die Chefetage der Baywa A.G., weitere Arbeiten gingen u.a. nach Zürich, Emmental und Thalwil und mehrere andere Orte in der Schweiz. Eine Textilfabrik in Kopenhagen/Dänemark kaufte eine Arbeit, ja selbst die Bayerische Staatsgalerie erstand eine größere Arbeit, die übrigens ein Strandmotiv von Amrum zum Gegenstand hatte. Die Verbundenheit der Künstlerin zum Norden zeigt sich auch an der Teilnahme an Textilbiennalen in Hamburg und Osnabrück.

Mittlerweile hat Frau Fischer-Naef ihren künstlerischen Schwerpunkt auf die Malerei mit Acryl verlegt, aber das Hauptthema der Bildinhalte ist geblieben: Es ist hauptsächlich Amrum und das Meer. Viele ihrer Bilder wurden mittlerweile an Privat verkauft, obwohl sie sich nur ungerne von ihren „Kindern“ trennt.

Die kleine Ausstellung in Wittdün bietet nur einen winzigen Einblick in ihr Schaffen, gibt ihr aber die Möglichkeit, ihre Bilder dort auszustellen, wo sie vielleicht hingehören.

Wie es sich ergibt, dass Schweizer so gerne nach Amrum kommen und sich von Land und Meer so einnehmen lassen, erklärt Herr Jens Quedens gut nachvollziehbar: Die Schweizer und Friesen seien seelenverwandt, ja, man könne die Schweizer wegen ihrer Charakterähnlichkeit als Alpenfriesen bezeichnen.

Die Ausstellung kann während der Geschäftszeit in der Galerie besichtigt werden. An eine zeitliche Limitierung ist vorerst nicht gedacht.

Werner Panse für Amrum-News

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