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Kreispokal: TSV-Herren schlagen sich wacker…

Fast ein Jahr nach ihrem letzten Pflichtspiel stand für die Herrenmannschaft des TSV Amrum am vergangenen Sonntag ein echtes Highlight auf dem Spielplan.

Die Mannschaft des TSV

Die Insulaner empfingen in der ersten Runde des Kreispokals die Husumer Spielvereinigung im heimischen Mühlenstadion. Gegner Husum, letztjähriger Gewinner des Kreispokals, wird in der kommenden Saison in der sechsten Liga an den Start gehen. In der Verbandsliga Nord-West (7. Liga) belegten sie am Ende der abgelaufenen Spielzeit den zweiten Platz und schafften somit den Aufstieg. 25 Saisonerfolgen standen lediglich vier Niederlagen gegenüber – eine starke Bilanz.

Welche der beiden Mannschaften am letzten Sonntag die Favoritenrolle innehatte, war nicht schwer zu beantworten. Dennoch wollten die TSV-Kicker engagiert, aufmerksam und mutig an diese komplizierte Aufgabe herangehen. Schließlich hatten sie deutlich weniger zu verlieren als die Gäste, die eine Überraschung tunlichst vermeiden wollten. Aber auch für sie war nicht klar, wo sie in dieser Phase der Saisonvorbereitung stehen. Wie in der ersten Runde des DFB-Pokals konnten die TSV-Akteure also auf einen Ausrutscher des schier übermächtigen Gegners hoffen und für eine Sensation sorgen. Für Husum standen gleich mehrere Neuzugänge auf dem Platz, die ihre Rolle im Team erst nach und nach finden müssen. Nach dem Anpfiff um 15.15 Uhr entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Die Gäste wollten mit langen Bällen auf ihre Außenspieler zum Erfolg kommen. Amrums Defensive machte die Räume eng und ließ nur wenige Chancen der Husumer zu. Die Insulaner hatten bei mehreren Kontersituationen die Möglichkeit, vor dem gegnerischen Tor gefährlich zu werden. Dabei fehlte ihnen die letzte Präzision. In der 27. Minute erzielten die Gäste das 1:0. Davon ließen sich die TSV-Kicker aber nicht entmutigen. Wenige Augenblicke später scheiterte Daniel Waldhaus knapp am Husumer Torwart.

Die Gäste hatten fortan Übergewicht im Mittelfeld, wurden aber nur selten zwingend. Mit dem 0:1 aus TSV-Sicht ging es in die Pause. Noch war die Sensation möglich. Nach dem Seitenwechsel spielte Husum druckvoller als in Durchgang eins. Die Insulaner versuchten ihre Defensive zusammenzuhalten, den Husumern nur wenig Platz zu geben und selbst in Tornähe zu kommen. Bis zum 0:2, das durch einen Schuss von der rechten Husumer Angriffsseite fiel, gelang es ihnen. Anschließend übernahmen die Gäste eindeutig das Kommando, wobei sie sich mehrfach an der TSV-Abwehr die Zähne ausbissen. Kurz vor dem Ende der Partie wurde den Gästen ein Strafstoß zugesprochen, der souverän verwandelt wurde. Die Husumer legten daraufhin auch noch das 4:0 nach. Bei diesem Ergebnis blieb es am Ende.

Für die Gäste war es ein Pflichtsieg, den sie letztlich souverän einfuhren. Für die TSV-Akteure war dieses Spiel ein achtbarer Erfolg und kein Grund zum Hadern. Dennis Witt, Husums Trainer, lobte die Leistung der Amrumer nach der Partie. Seine Mannschaft wird er von nun an intensiv auf die kommende Saison vorbereiten, in der das obere Tabellendrittel erklärtes Ziel ist. Wie der Gästetrainer zog auch Amrums Coach, Ben Stoltenberg, ein positives Fazit: „Wir haben den Kampf von der ersten bis zur letzten Minute angenommen und dem Gegner das Leben lange Zeit schwergemacht. Wir hatten sogar Chancen, den Ausgleich zu erzielen. Aber nach dem 0:2 war das Spiel gelaufen.“ Er blickt zuversichtlich auf die nun anstehenden Gästespiele und freut sich auf den Pokal im nächsten Jahr. Dann werden die Insulaner nach fast einem Jahr Pflichtspielabstinenz versuchen, dem Gegner ein Bein zu stellen und in die zweite Pokalrunde einzuziehen.

Im Kader des TSV Amrum standen Christian Engels (TW), Jes Tadsen, Ben Stoltenberg, Hauke Tausendfreund, Philipp Jensen, Robin Buschke, Roman Synyuk, Mathis Wormsbächer, Daniel Waldhaus, Jan Oppermann, Mathias Claußen, Tomasz Manka, Maarte Flor, Finn Müller, Jan Huke, Fin Zimmermann, Nils Hoppe, Ivo Dwornik (TW) und Stephan Dombrowski.

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Über Matthias Dombrowski

Matthias Dombrowski wurde 1994 auf Amrum geboren und verbrachte hier auch Kindheit und Schulzeit bis zur mittleren Reife. Nach dem Abitur in Dänemark ging es für ihn nach Hamburg, wo er seit Oktober 2016 Sport-Management studiert. Schon mit 15 schrieb er seinen ersten Artikel für Amrum-News. Sport ist sein Thema und genau darüber berichtet er seit 2009 im Amrum-News Team.
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