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Wittdüner Wählergemeinschaft gegründet …

 

Gut besuchte Veranstaltung …

Vielleicht nicht Euphorie, aber ein Hauch von Aufbruch-Stimmung im Saal war am Donnerstagabend schon spürbar auf der Gründungsversammlung der Wittdüner Wählergemeinschaft (WWG), zu der fast 70 Wahlberechtigte in die Jugendherberge gekommen waren.

Die drei Gruppierungen in der Wittdüner Gemeindevertretung (Bürger Block, CDU, SPD) verzichteten auf eine eigenständige Kandidatur und initiierten eine unabhängige Wählergemeinschaft, an der sich alle interessierten wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger Wittdüns beteiligen konnten.

Da man in der Gemeindevertretung sowieso eher gemeinsam an Projekten als parteipolitisch gegeneinander arbeite und nicht genügend Kandidatinnen und Kandidaten für die Aufstellung eigener Listen finden konnte, hätten sich die Verantwortlichen darauf verständigt, nicht eigenständig zu kandidieren, sondern auf einer gemeinsamen, offenen Liste im Rahmen einer neu zu gründenden Wählergemeinschaft, begründete Ulf Jürgensen den Vorschlag. Er wurde zum Vorsitzenden der neuen Wählergemeinschaft gewählt und bedankte sich bei allen bisherigen Gemeindevertretern, die diesen „für uns alle wichtigen, aber oft undankbaren Job“ übernommen hätten.

Die erfreulich gewachsene Einwohnerzahl der Gemeinde Wittdün auf Amrum hat zur Konsequenz, dass bei den Kommunalwahlen am 6. Mai 2018 statt bisher neun, nun elf Mitglieder in die Gemeindevertretung gewählt werden. Es galt also, ausreichend Kandidatinnen und Kandidaten zu finden, die bereit sind, sich in der Gemeindevertretung ehrenamtlich für das Gemeinwohl der Einwohner einzusetzen und sich für die Förderung des wirtschaftlichen, touristischen, sozialen und kulturellen Lebens Wittdüns zu engagieren. So das formulierte Wahlziel in der Satzung der neu gegründeten Wählergemeinschaft (WWG).

Die Kandidatinnen und Kandidaten

Und die fanden sich: 18 Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich für die Wahl zur Gemeindevertretung zur Verfügung und werden am 6. Mai auf der Liste der „Wittdüner Wählergemeinschaft“ (WWG) antreten. Riesengroßen Applaus erhielt Heiko Müller, der versprach, sich aktiv dafür einzusetzen, dass die Insel in den nächsten fünf Jahren zu einer „Gemeinde Amrum“ wird. Er wurde die Nummer 1 auf der Liste der WWG. Ob er nach der Wahl auch Bürgermeister wird, entscheidet aber erst die Gemeindevertretung.

Auf die elf vordersten Listenplätze schafften es viele neue, aber auch einige erfahrene Kandidaten, was sicher Sinn macht angesichts der zu besetzenden Ämter und erfolgreich begonnenen Projekte in Wittdün, jedoch nur eine Frau. Diese Elf werden in die Gemeindevertretung einziehen, sollten bis zum 12. März keine weiteren Wählergemeinschaften, Parteien oder Einzelkandidaten ihre Kandidatur anmelden. Die sechs Kandidatinnen und der eine Kandidat ab Listenplatz 12 stünden der Gemeindevertretung dann als „Nachrücker“ und bürgerliche Mitglieder für die Besetzung der Ausschüsse zur Verfügung. Am Gründungsabend meldeten sich auch aus den Reihen der Wählergemeinschaft und darüber hinaus noch weitere Interessierte, die in den Ausschüssen der Gemeinde mitarbeiten möchten. Eine erfreuliche Entwicklung, die Mut machte. Und so schloss Ulf Jürgensen die Veranstaltung und ermunterte alle Mitglieder der WWG, in ihrem Umfeld für mehr bürgerschaftliches Engagement zu werben, während sich die Kandidatenriege ins Kaminzimmer zurückzog, um ihre Kandidatur vorzubereiten.

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Über Astrid Thomas-Niemann

Astrid Thomas-Niemann ist gelernte Schifffahrtskauffrau sowie studierte Sprach- und Erziehungswissenschaftlerin. Sie hat viele Jahre als Schifffahrtsanalystin gearbeitet und lebt seit 2015 in Wittdün. Als junge Frau kam Astrid 1981 das erste Mal auf die Insel und besuchte auf Zeltplatz II die Niemanns aus Hamburg, die Amrum seit 1962 urlaubsmäßig die Treue halten, inzwischen bereits in der 4. Generation.
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