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Die Aktivregion Uthlande tagte auf Amrum

Der neue Vorstand: Manfred Ueckermann, Renate Gehrman und Regional Manager Ole Dierßen

Die 2. Mitgliederversammlung 2018 der AktivRegion Uthlande fand auf Amrum statt. Der AktivRegion Uthlande stehen 2.2 Millionen Euro Fördergelder aus Mitteln der EU im Rahmen des Schleswig-Holsteinischen Landesprogramms ländlicher Raum (LPLR) für den Zeitraum 2015 bis 2020 zur Verfügung. Hauptziel der Förderung ist die „Innovative und nachhaltige Sicherung und Steigerung der Lebensqualität in der Region Uthlande“. Schwerpunktbereiche sind „Klimawandel und Energie“, „Nachhaltige Daseinsvorsorge“, „Wachstum und Innovation“ sowie „Bildung“.

Die LAG (Lokale Aktionsgruppe) AktivRegion Uthlande umfasst die nordfriesischen Inseln Sylt, Föhr, Amrum und Pellworm, die Hochseeinsel Helgoland sowie die Halligen Langeneß, Hooge, Gröde, Nordstrandischmoor, Oland, Süderoog ,Südfall, Norderoog und Habel.

Der Vorsitzende Manfred Ueckermann begrüßte die Anwesenden im Seeheim in Norddorf mit dem Hinweis, dass auch dieses Gebäude als ein sogenanntes Leuchtturmprojekt einst von der AktivRegion Uthlande gefördert worden ist (Mehrzweckgebäudes „Ortsmittelpunkt Norddorf auf Amrum“).

„ Die jetzige Förderperiode läuft 2020 aus. Bislang sind 24 Projekte mit einer Fördersumme von etwa 1.000.000 € vom Vorstand genehmigt worden“ so Ueckermann. Eine Abfrage an die Antragsteller ergab ein sehr positives Feedback für den Leitfaden zur Bearbeitung der Projekte und auch für die Unterstützung der Teams von Föhr und vom LLUR (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) Flensburg. Der sehr hohe bürokratische Aufwand wurde jedoch von vielen kritisiert.

Der Regionalmanager Ole Dierßen gab eine kurze Übersicht über die in der letzten Vorstandssitzung im April neu genehmigten Projekte.

Der neue E-Quad am Nebeler Strand

Auf Amrum wird die Errichtung von 4 Ladestationen für Elektromobile (Fördersumme 24.000 €) sowie ein E-Mobil (Quad mit Trailer/Boot) für den Nebeler Strand für die schnelle medizinische Notfallversorgung ( 16.000 €) unterstützt. Auf Sylt werden 22.000 € für eine Machbarkeitsstudie Schullandheimes der Zukunft in den ehemaligen Bundeswehrunterkünften in Rantum zur Verfügung gestellt, sowie 80.000 € für die 3 jährige Unterstützung einer(s) Dorfmanagerin(er) zur besseren Vernetzung der Ortsteile der Gemeinde Sylt. Über das auf Föhr beantragte Projekt einer Adventure Golf Anlage wurde noch nicht abschließend beraten.

Neue Projektideen wie ein Schullabor auf Sylt, ein Digitalisierungskonzept (anstelle von Plakaten) auf Amrum oder ein Region Uthlande zentrales Projekt über Mitfahrbänke sind noch in der Planungsphase.

Da das Förderbudget für den Zeitraum bis 2020 erst zu 45% aufgebraucht ist, können noch viele neue Projekte unterstützt werden. Das Regionalbüro auf Föhr ist gern bei der Definition behilflich.

Der Vorstand der AktivRegion Uthlande besteht aus 13 Mitgliedern. Aufgrund der vergangenen Kommunalwahlen sind einige Mitglieder ausgeschieden und es standen Neuwahlen an. Es galt 6 Vertreter aus den Kommunen und 7 Vertreter aus dem Sozial- und Wirtschaftsbereich zu wählen.

Als Vorsitzender wurde Manfred Ueckerman und als seine Stellvertreterin Renate Gehrmann wiedergewählt.

Die Walhalle am Norddorfer Strand

Nach Beendigung der Sitzung wurden drei Förderprojekte auf Amrum besichtigt. Die Walhalle am Norddorfer Strand, der E-Quad am Nebeler Strand sowie der neue Kunstrasenplatz des TSV Amrum an der Mühle. Alle Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von den Projekten und freuten sich, dass die AktivRegion Uthlande mit der finanziellen Unterstützung maßgeblich zur Realisierung beigetragen hat. Ohne diese Fördergelder hätte es die Projekte sicherlich nicht gegeben.

 

 

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Über Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann wurde 1955 in Schleswig geboren und zog mit seinen Eltern und Geschwistern 1962 nach Amrum. Nach dem Abitur in Niebüll studierte Ralf Luft und Raumfahrttechnik in Berlin. Die ersten 6 Berufsjahre verbrachte er als Entwicklungsingenieur bei VW und danach wechselte er als Aerodynamischer Entwicklungsingenieur zu Ford nach Köln. Als Leiter der Aerodynamischen Entwicklung für Ford Europa und die letzten 15 Jahre als Manager Aerodynamik und Motor- und Komponentenkühlung war er weltweit verantwortlich und viel unterwegs, um die jeweiligen Prototypen unter Hitze und Kälte zu testen. Nach all den Jahren auf dem Festland sind Ralf und seine Frau Karin nun wieder nach Amrum zurückgekehrt.
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