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Tagung Zweckverband Sicherheit und Soziales von Amrum …


Neue Räumlichkeiten der “Lebenshilfe Inseln”?

Dem Zweckverband Sicherheit und Soziales auf Amrum gehören die drei Gemeinden der Insel an. Der im Jahr 2015 gegründete Verband stellt die Finanzierung einiger übergemeindlicher Aufgaben wie zum Beispiel Feuerwehr, Kindergarten, Sozialstation, Gemeindeschwesternstation, das Jugendzentrum und den Verein Betreutes Wohnen sicher.

Der Haushaltsplan sieht im Ergebnishaushalt Erträge von 950.700 EUR und Aufwendungen von 912.800, — EUR und somit einen Jahresüberschuss  von 37.900 EUR vor.

Die 3 Gemeinden Wittdün , Nebel und Norddorf  bezuschussen unter Zugrundelegung Ihrer Steuerkraft den jährlichen Haushalt. Die diesjährige Verbandsumlage beträgt 790.100 EUR (Vj.: 708.700 EUR). Der Umlagesatz für 2019 beträgt für Nebel 41,15% (325.110 EUR), für Wittdün 29,8 % (235.447 EUR) und für Norddorf 29,05 % (229.543 EUR).

Der Zuschuss zum Kindergarten stellt mit 559.600 EUR den größten Posten. Hier ergab es gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung von 140.100 EUR. Ursache hierfür ist die Einrichtung einer 6.Gruppe (2.Krippengruppe) sowie weitere Anpassungen bei den Sachkosten. Wie der Zweckverbandsvorsitzende Cornelius Bendixen berichtete, hatte es im Vorfeld intensive Beratungen mit dem Beirat des Kindergartens gegeben und man hat versucht, die Kosten in allen Bereichen zu optimieren. Zurzeit werden 95 Kinder (Vorjahr 80 Kinder) im Amrumer Kindergarten betreut.

Die zweit größte Position im Haushalt betrifft das Feuerwehrwesen mit einem Aufwandsvolumen von 227.000 EUR. Für die Feuerwehren in Norddorf und Wittdün sind für das Jahr 2019 die Neuanschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge vorgesehen, die über eine Kreditaufnahme finanziert wird.

Des Weiteren sind Finanzierungshilfen für die Bücherei auf Amrum mit 8.900 EUR, das Jugendzentrum mit 32.700 EUR, die Psychologenstelle mit 3.120 EUR, die Gemeindeschwesternstation mit 40.000 EUR und die DRK-Sozialstation mit 20.000 EUR veranschlagt.

Eine intensive Diskussion gab es über den Tagesordnungspunkt: Beratung und Beschlussfassung über die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie zur Planung eines Sozialtherapeutischen Zentrums.

Den auf Amrum tätigen Sozialdiensten, (Sozialdienst des Kreises Nordfriesland, Diakonisches Werk Südtondern, Die Brücke, Jugendamt Kreis Nordfriesland,Lebenshilfe Inseln, Psychologischer Dienst des Kreises Nordfriesland) stehen zurzeit nicht ausreichend Räumlichkeiten für Ihre Arbeit zur Verfügung. Genutzt werden unter anderem Räume im Kindergarten oder wo immer gerade freie Kapazitäten vorhanden sind. Dieses erschwert die notwendige therapeutische Arbeit zum Teil unnötig.

Die angedachte Machbarkeitsstudie soll ermitteln, welche Räumlichkeiten für alle auf Amrum notwendigen sozialen und therapeutischen Dienstleistungen notwendig sind und wie diese zusammen mit einer neuen Zentralküche ( Kindergarten, Essen auf Rädern, Schule, DRK) in einem Sozialtherapeutischen Zentrumzusammengefasst werden können. Die Studie soll die technische, organisatorische, wirtschaftliche und rechtliche Machbarkeit analysieren und Handlungsempfehlungen erarbeiten.  Erste Kostenschätzungen gehen davon aus, dass so eine Studie etwa 35.000 EUR kosten würde. Eine Vorstellung des Projektes durch den Initiator Lothar Herberger bei der Aktivregion Uthlande, stellt eine mögliche Förderung von 60 % in Aussicht, so dass für die 3 Gemeinden insgesamt Kosten von circa 15.000 EUR entstehen würden.

Alle Mitglieder des Zweckverbandes sehen die Notwendigkeit, den auf Amrum tätigen Sozialdiensten bei der Raumbeschaffung behilflich zu sein. Man war jedoch der Meinung, dass der Inhalt dessen was die Studie untersuchen soll, zu komplex ist.  Dass die Studie auch die Möglichkeit eines Neubaus/Umbaus eines kompletten Sozialtherapeutischen Zentrums inklusiv einer Großküche miteinschließen soll, schien den meisten Anwesenden zu aufwendig zu sein.

Um eine grobe Übersicht über den Bedarf zu bekommen, einigte man sich darauf, erst einmal in Eigenregie zu untersuchen, wie groß der Bedarf an Räumlichkeiten ist und welche Alternativen schon jetzt Inselweit zur Verfügung stehen. Zwischenzeitlich hat es ein Treffen des Vorstandes/Verwaltungsrates der Versorgungsbetriebe Amrum und der Lebenshilfe   Inseln gegeben, mit dem Ergebnis, dass die Lebenshilfe Inseln die Räumlichkeiten am Fähranleger, die durch den Umzug der Amrum Touristik freigeworden sind, anmieten wird. Inwieweit diese Räumlichkeiten auch von den anderen Sozialdiensten teilweise mitbenutz werden können, wird derzeit untersucht.

Die Diskussion über diese Studie kann sicherlich dazu beitragen, dass sich alle auf Amrum tätigen Sozialdienste und die 3 Gemeinden noch einmal detailliert darüber austauschen, was notwendig ist und welche Möglichkeiten vorhanden sind.  Sollte danach noch Bedarf bestehen, könnte man die Idee einer externen Studie wieder aufgreifen und den Umfang gemeinsam abstimmen.

 

 

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About Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann wurde 1955 in Schleswig geboren und zog mit seinen Eltern und Geschwistern 1962 nach Amrum. Nach dem Abitur in Niebüll studierte Ralf Luft und Raumfahrttechnik in Berlin. Die ersten 6 Berufsjahre verbrachte er als Entwicklungsingenieur bei VW und danach wechselte er als Aerodynamischer Entwicklungsingenieur zu Ford nach Köln. Als Leiter der Aerodynamischen Entwicklung für Ford Europa und die letzten 15 Jahre als Manager Aerodynamik und Motor- und Komponentenkühlung war er weltweit verantwortlich und viel unterwegs, um die jeweiligen Prototypen unter Hitze und Kälte zu testen. Nach all den Jahren auf dem Festland sind Ralf und seine Frau Karin nun wieder nach Amrum zurückgekehrt.

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