Zwei Tage Kulturpark in Nebel …


Ein großes Event planen und organisieren ist immer eine große Herausforderung. Dieses aber den aktuellen Wetterbedingungen anzupassen schon eine Kunst. Unverzichtbare Utensilien an diesem Wochenende waren der Regenschirm und regenfeste Kleidung, denn Petrus machte es Veranstalter*innen und Besucher*innen als auch den Künstler*innen nicht wirklich leicht. Die Vorhersagen hielten Wort und erschwerten die Bedingungen am gesamten Wochenende.
Am Samstag eröffneten die Künstler*innen den ersten “Kulturpark” mit einem Galaabend. Fünf verschiedene Ensembles hatte die Amrum Touristik zu dieser zweitägigen Veranstaltung eingeladen. Solokünstler Danny Guitar aus Hamburg eröffnete den Abend. Er ist schon ein „alter Bekannter“ und war häufig in verschiedenen Bandformationen live auf Amrum zu sehen und singt und spielt mit seiner Gitarre beliebte Coversongs in englischer und deutscher Sprache aus verschiedenen Musikrichtungen.

Manchmal verregnet …

Ebenso „alte Bekannte“ waren Wolfgang Stöck und Rüdiger Sokollek, besser bekannt als das Folkduo „Querbeet“, die in den letzten Jahren mit ihrer Strassen- und Irish Folkmusik viele Menschen auf Festen und Konzerten begeistert haben. Eigentlich haben sich die beiden schon zur Ruhe gesetzt, ließen es sich aber nicht nehmen, im Rahmen des Kulturpark noch einmal aufzutreten. Im Anschluss folgten die “The Sideshow Charlatans”. Mit Strassentheater in Form einer Zauber-Comedy boten sie den Zuschauer*innen Kuriositäten voll von skurrilen Illusionen und brachten das Publikum zum Lachen und Staunen.

Manchmal schön …

Als dritte Musikerin verzauberte Silke Aichhorn das Publikum mit den wunderschönen Klängen ihrer Harfe. Auch sie war bereits mehrmals auf der Insel zu Auftritten im Norddorfer Gemeindehaus zu Gast. Passend zu den einsetzenden Regengüssen spielte Silke Eichhorn auf der Harfe noch die “Moldau” zu Ende. Die Physikanten konnten leider aufgrund des Regens nicht mehr auftreten und die Veranstaltung mußte schweren Herzens abgebrochen werden.
So lagen alle Hoffnungen auf dem folgenden Tag. Mit einem ausgeklügelten “Stundenplan” traten die Künstler*innen laufend im halbstündigen Wechsel auf drei verschiedenen Bühnen auf. Und trotz des auch heute wechselhaften Wetters kamen alle Künstler*innen zu ihren Auftritten und Vorführungen vor einem großem und begeisterten Publikum. Die “Physikanten” Judith und Marcus Weber holten ihre Vorstellung vom Vortag nach und erklärten sehr praxisnah (mit Zuschauerhilfe) anhand von verschiedensten Experimenten die kleinen Fragen des Alltags, und lasen aus ihrem Buch “Physik ist, wenn`s knallt”.

Manchmal kurios …

Es gab aber nicht nur viel Kultur auf den drei Bühnen, sondern auch im restlichen Kurpark. Viele Stände von Kunsthandwerker*innen mit reichhaltigen und vielfältigen Angeboten, sowie Infostände der Naturzentren luden zum Bummeln, Verweilen und zum Austausch ein. Das Kinderprogramm der Amrum Touristik versorgte die jüngeren Gäste mit kleinen Angeboten, und zwei weitere Stände sorgten mit Getränken, Bratwurst und Pommes für das leibliche Wohl aller.

Der Veranstaltungsleiter der Amrum Touristik Michael Hoff zeigte sich im Resümee sehr zufrieden. “Nachdem Abbruch wegen des Wetters am Vorabend blieb eine leise Befürchtung, dass das Konzept nicht passend sein könnte, denn es waren zudem auch etwas weniger Zuschauer als erwartet zum Galaabend erschienen. Dieses konnte aber durch die etwa 1000 Besucher*innen am Sonntag widerlegt werden- Künstler*innen, Aussteller*innen und die Amrum Touristik als Veranstalter sind sehr zufrieden, und wir hoffen, die Gäste waren es auch”!

 

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Über Susanne Jensen

Susanne Jensen wurde 1965 in Hamburg geboren. In Appen bei Pinneberg aufgewachsen, kam sie nach der Erzieherausbildung 1985 auf die Nordseeinsel. Die Mutter von zwei heut erwachsenen Söhnen arbeitete anfangs einige Jahre in der Fachklinik Satteldüne und war dann von1992 bis 2016 als Erzieherin in den Kindergärten Wittdün und Nebel beschäftigt. Nun ist Susanne wieder tätig als Erzieherin in der Fachklinik Satteldüne.

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