Barbarazweige – ein schöner Anblick zu Weihnachten …


Die Legende der blühenden Barbarazweige

In diesem Jahr will ich es nicht wieder vergessen, und habe mir den 4. Dezember rot markiert! Denn an diesem Tag schneide ich von meiner Zierkirsche im Garten einige Zweige ab, und stelle sie in eine Vase mit frischem Wasser in die Wohnung. Wenn es klappt, sollten sie am Weihnachtsmorgen Blüten tragen- und das soll für das kommende Jahr Glück bringen!

Die Legende der blühenden Barbarazweige schaut auf eine lange Tradition zurück und dieser Brauch ist zurückzuführen auf die Geschichte der Heiligen Barbara aus dem Jahre 306 nach Christus. Der Geschichte nach hat sich die Tochter eines reichen Kaufmanns heimlich taufen lassen und wurde daraufhin zum Tode verurteilt. Auf ihrem Weg in die Zelle soll angeblich ein Zweig an ihrem Gewand hängengeblieben sein. Die Heilige Barbara stellte diesen in ein Gefäß mit Wasser. Am Hinrichtungstag soll der Zweig Blüten getragen haben, somit war die Legende um die Barbarazweige geboren.

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit wird diese Geschichte gern erzählt, und um sie herum ranken sich regional verschiedene Mythen und Legenden. In manchen Regionen werden sie für Vorhersagen oder als Orakel verwendet. Die Blütenanzahl war beispielsweise früher ein Anhaltspunkt für die zu erwartende Ernte. Oder sie halfen bei der der Wahl des Bräutigams, wobei jedem Zweig ein Name des Brautwerbers zugewiesen wurde- der zuerst blühende Zweig signalisierte dann den richtigen Verehrer. In heutigen Zeiten wird der alte Brauch sogar als Orakel für die richtigen Lottozahlen genutzt.

Es eignen sich vielerlei Bäume oder Ziersträucher aus dem Garten- Kirsche, Apfel, Pflaume, Flieder, Forsythie, Ginster, Zaubernuss, Kastanie oder Haselnuss. Rund um den Barbaratag, also dem 4. Dezember, sollten die Zweige oder Äste vom Baum geschnitten werden, wobei ältere Bäume besser geeignet sind. Man sollte hier möglichst bei der Auswahl auf Zweige mit dickeren und rundlichen Knospen achten. Regelmäßig frisches Wasser und ein nicht zu überheizter Raum erhöhen die Chance, am Weihnachtsmorgen nicht nur einen leuchtenden Tannenbaum, sondern auch blühende Zweige bewundern zu können!

Ich werde es auf jeden Fall probieren- Sie auch? Glück können wir alle gebrauchen, besonders in diesen Zeiten!

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Über Susanne Jensen

Susanne Jensen wurde 1965 in Hamburg geboren. In Appen bei Pinneberg aufgewachsen, kam sie nach der Erzieherausbildung 1985 auf die Nordseeinsel. Die Mutter von zwei heut erwachsenen Söhnen arbeitete anfangs einige Jahre in der Fachklinik Satteldüne und war dann von1992 bis 2016 als Erzieherin in den Kindergärten Wittdün und Nebel beschäftigt. Nun ist Susanne wieder tätig als Erzieherin in der Fachklinik Satteldüne.

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