Er ist wieder da …


Wolfgang Peters ist zurück auf Amrum

Er ist wieder da! Wolfgang Peters ist nach mehr als zwei Jahren aus dem „Exil“ zurück. Er war der letzte und ein langjähriger Bewohner der DRK-Pflegeinrichtung auf Amrum, die ja bekanntermaßen Ende Juli 2019 den Betrieb eingestellt hatte. Eigentlich wollte er nur für eine wenige Monate dauernde Übergangszeit in eine Einrichtung in Husum ziehen, um während der Umbaumaßnahmen sachgerecht pflegerisch betreut werden zu können. Seine Rückkehr auf seine Heimatinsel Amrum hatte sich jedoch deutlich verzögert. Langwierige Übernahmeverhandlungen mit dem ehemaligen Betreiber (DRK Kreisverband Nordfriesland) und der Gemeinde / Amt Föhr Amrum und dem neuen Betreiber (Pflegediakonie Hamburg-West / Südholstein), ungeplante langwierige Verzögerungen mit dem Umbau, bedingt durch die Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe im Ahrtal (dort waren die Türen und Zargen bestellt worden), sowie langwierige Instandsetzungen von Baumängeln haben dazu geführt, dass statt, wie ursprünglich geplant zu Beginn des Jahres 2020, die neuen Bewohner erst ab Februar 2022 in das „Betreute Wohnen“ einziehen konnten. Aber nun ist es geschafft, und Wolfgang Peters ist glücklich wieder auf Amrum zu sein und wieder regelmäßig Besuch von seinen Angehörigen und Freunden bekommen zu können.

Gemeinschaftsraum

Mit seinen 85 Lebensjahren ist Wolfgang Peters noch einer der jüngeren aktuellen Bewohner in der Wohngemeinschaft. Von den zehn vorhandenen und modern renovierten Wohneinheiten  konnten aus baulichen Gründen bislang nur acht bezogen werden, die letzten beiden Räumlichkeiten sollen aber noch diesen Monat bezugsfertig werden und sind auch bereits verplant. Wir vorauszusehen war, sind alle Wohneinheiten von Amrumer Mitbürger*innen mit einem höheren Pflegegrad belegt. Die pflegerischen Maßnahmen werden von der Ambulanten Pflege der Diakonie übernommen, und rund um die Uhr ist eine Betreuungskraft anwesend, um auf die Bedürfnisse der Bewohner eingehen zu können.

Vom Förderverein angemietetes und eingerichtetes Zimmer

Der Förderverein zur Unterstützung der Altenpflege auf Amrum e. V. hat eine Wohneinheit fest angemietet und eingerichtet um Amrumer*innen im Bedarfsfall auch kurzfristig die Möglichkeit zu geben z. B. eine Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege zu erhalten. Diese Maßnahme hat sich bereits als sehr sinnvoll erwiesen, ist doch dieses Zimmer bereits Ende Februar „notfallmäßig“ belegt worden.

Küche und Essbereich

Die derzeit acht, demnächst 10 Bewohner, sind alle glücklich, dass sie in eine Pflegeinrichtung auf der Insel Amrum ziehen durften um in ihrer Heimat bleiben zu können und nicht den Umzug in eine weit entfernte, unbekannte Umgebung am Festland antreten mussten. Die meisten der Bewohner kennen sich zudem auch noch aus früheren Zeiten. Bemerkenswert ist es auch, dass sich hier zwei der älteren Damen nach fast 20 Jahren das erste Mal wiedergesehen haben! Alle wünschen sich viel Besuch von Freunden und Angehörigen, derzeit aber bitte noch gemäß den geltenden Corona-Regeln (3G, Maske tragen, tagesaktueller Schnelltest). Gerne kann auch mal zusammen mit den Bewohnern und den Betreuungskräften gekocht oder gebacken werden. Geplant ist es auch die Außenanlagen und den Garten wieder auf Vordermann zu bringen, freiwillige Helfer sind herzlich willkommen, der Förderverein wird hierzu demnächst aufrufen.

 

Print Friendly, PDF & Email

Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay.,hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. Seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ arbeitet. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

schon gelesen?

Gemeinde Nebel überprüft den Gewerbeflächenbedarf …

Um die örtliche Wirtschafts- und Gewerbestruktur zu sichern, möchte die Gemeinde Nebel den aktuellen Bedarf …

WP2Social Auto Publish Powered By : XYZScripts.com